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Archiv für die Kategorie ‘GPSSend’

Wie man das Aussehen von Karten für GPSSend verändern kann

In der neuen Version von GPSSend ist die neue ‘mapsforge’-Bibliothek (Version 0.3) eingebaut. Sie erlaubt es, das Aussehen der von mapsforge gerenderten Karten in einem gewissem Maß nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Dazu muss eine – ich nenne sie jetzt einmal: Render-Regeln Datei – angepasst werden. Diese Datei verwendet das XML-Format. Ich sage es gleich: Die Anpassung dieser Datei ist nur etwas für Eingeweihte! Man sollte wissen, was eine XML-Datei ist, man sollte eine Vorstellung davon haben, wie Karten auf Computern gespeichert sind und man sollte Geduld und Zeit haben. Alle anderen sollten warten, bis es vielleicht irgendwann angepasste Dateien zum Download gibt.

Eine solche Render-Regeln-Datei auf Basis einer leeren Datei selbst zu erstellen ist sehr schwierig. Darum sollte man eine schon funktionierende Datei als Basis nehmen und nach jeder kleinen Änderung ausprobieren, ob sie noch zusammen mit GPSSend funktioniert. Damit GPSSend die Datei verwendet, muss sie den Namen ‘osmarender.xml’ haben und im Root-Verzeichnis der SD-Karte gespeichert sein.

Als Ausgangsbasis sollte man die Datei von mapsforge verwenden. Sie findet sich hier. Es gibt dort verschiedene Revisionen dieser Datei und leider funktionieren viele nicht mit GPSSend! Vermutlich verbessert sich die Lage, sobald es eine neue Version der mapsforge-Bibliothek gibt. Wenn man die Datei ‘verhunzt’ hat, kann man sie einfach löschen. Daraufhin verwendet GPSSend wieder seine eingebauten Render-Regeln.

Ich habe das vor ein paar Tagen einmal ausprobiert. Da mir auf meinem Defy die Straßennamen zu klein dargestellt werden, habe ich versucht die Zeichensatzgröße zu erhöhen. Dazu habe ich in der Render-Regeln Datei unterhalb von

<!-- ways -->'

nach Einträgen in der Art wie

<rule e="way" k="tracktype" v="grade1">

gesucht und dort jeweils den Tag-Parameter ‘font-size’ von 10 auf 20 gesetzt. Nachdem ich die so modifizierte Datei unter dem Namen ‘osmarender.xml’ auf die SD-Karte kopiert hatte, hat GPSSend die meisten Straßen- und Wegenamen tatsächlich vergrößert dargestellt!

Mittlerweile habe ich einen neuen Versuch durchgeführt und einfach alle ‘font-size=”10″‘ durch ‘font-size=”20″‘ ersetzt. Das hat auch funktioniert! :-)

Eine sehr gute, aber leider englischsprachige, Anleitung findet sich hier.

Kategorien:Android, GPSSend

Neulich im Wald

April 9, 2012 2 Kommentare

Eine Geschichte

Vorab: Wir sind eine kleine Gruppe Biker (Joe, Birdy, Batman und meine Wenigkeit) und eine Bikerin (Lena), die regelmäßig zusammen im Odenwald Mountainbike fahren:

  • Joe, vernichtet stoisch Kilometer und Höhenmeter, als wäre es nichts.
  • Birdy, auf steilen Downhills befindet er sich mehr in der Luft, als auf dem Boden.
  • Batman, scheucht mit seiner Lupine nachts Hasen, Rehe und Füchse aus dem Unterholz.
  • Lena, fährt Marathon Rennen und ist auch sonst ein ziemlich heißer Feger.
  • Äh ja, na ja, ich fahre halt auch mit.

Manchmal fahren wir aber auch alleine los. Wenn wir uns dann wieder treffen, erzählen wir uns von unseren Touren und stellen dabei gelegentlich fest, dass wir zur gleichen Zeit unterwegs waren und nur wenige Kilometer – manchmal sogar nur wenige 100 Meter – voneinander entfernt, aneinander vorbei gefahren sind. Was eigentlich schade ist.

Seit einiger Zeit verwenden wir als Fahrradcomputer keine Tachos oder Garmin Edges mehr, sondern haben komplett auf Smartphones umgestellt. Zwar halten die akkutechnisch gesehen nicht solange wie ein typischer Tacho oder die Garmin Edges durch, denn letztere können meist einen ganzen Tag problemlos mit einer Akkuladung betrieben werden, aber für die paar Stunden, die wir meist unterwegs sind, reicht es fast immer. Dafür haben wir nur noch ein Gerät, welches alle wichtigen Funktionen integriert hat! Wir verwenden alle Motorola Defys, da die wasser- und schmutzunempfindlich sind. Für das Defy gibt es auch brauchbare Halterungen für den Lenkkopf bzw. den Lenker. Natürlich kann man auch andere Smartphones verwenden.

Für Android Smartphones gibt es interessante Apps für Biker wie zum Beispiel Locus oder OruxMaps. Wir haben uns aber alle für die App ‚GPSSend‘ entschieden, da diese neben den üblichen Funktionen wie Aufzeichnung der gefahrenen Strecke, Pulsanzeige und einiges mehr, noch eine weitere, außergewöhnliche Funktion bietet: Livetracking, mit der Möglichkeit, zusätzlich alle Freunde auf einer kleinen Karte zu sehen und einigen Specials, die darauf basieren!

Damit das auch funktioniert, muss man sich auf der Webseite des Entwicklers registrieren und seine Freunde definieren. Das ist ein wenig fummelig, muss aber nur einmal gemacht werden. Danach benötigt man die Webseite nicht mehr zwingend.

Mittlerweile hat der Einsatz von GPSSend schon mehrmals dazu geführt, dass wir beim Biken plötzlich akustisch darauf aufmerksam gemacht wurden, dass soeben einer der Kumpel bzw. Lena, losgefahren ist. Gleichzeitig mit dem Signal wird auf der GPSSend Karte die Position und die Richtung des Losfahrenden gezeigt. Wenn das passiert, wird kurz gecheckt, ob die Position in der Nähe ist, was das nächste Ziel des Kumpels/Lena sein könnte und ob man eine Chance hat, rechtzeitig dorthin zu kommen. Wer will nicht die Möglichkeit nutzen, gemeinsam mit Lena durch den Wald zu brettern? Obwohl das manchmal auch ziemlich stressig sein kann. ;-)

Wenn die Chancen gut stehen, versuchen wir den anderen im Wald zu treffen.

Dabei kommt es darauf an, ob der andere auch die Kartenseite geöffnet hat oder halt nicht. Denn nur bei geöffneter Karte und aktivierter ‚Bewegungsdetektion‘ wird man benachrichtigt! Wenn man gegenseitig weiß, dass der andere gerade unterwegs ist, findet bzw. trifft man sich ziemlich schnell, da ja dann beide versuchen zusammen zu kommen. Andernfalls, also wenn man nur selbst weiß, dass der andere unterwegs ist, der andere aber nicht, entwickelt sich ein einsames Rennen zum vorausberechneten, virtuellen Treffpunkt.

Aber selbst wenn man nicht rechtzeitig da ist und der andere schon wieder weiter gefahren ist, so sieht man das ja auf der Karte und kann versuchen ihm/ihr nachzufahren, was bei mehrfacher Wiederholung äußerst harter Training sein kann.

Das hört sich vielleicht alles ein bisschen irre an, aber verblüffender Weise macht es tierisch Spaß! Und zwar vor allem dann, wenn der andere Livetracking aktiviert, aber vergessen hat, die Kartenseite aufzurufen!

Leider nutzen wir in der letzten Zeit alle die Kartenseite und finden uns darum ziemlich leicht und schnell, vorausgesetzt, wir sind überhaupt im gleichen Gebiet unterwegs. Darum haben wir überlegt, wie wir den Spaß, den wir beim ‚Abfangen‘ hatten, wieder herauf beschwören könnten. Die Lösung heißt ‚Fuchsjagd‘!

Wir definieren einfach jemanden als Fuchs/Füchsin, den wir anderen dann versuchen zu ‚fangen‘. Dazu bekommt er etwa 5 Minuten Vorsprung, danach fahren die anderen los und versuchen ihn/sie von zwei Seiten her anzufahren. Sobald der Fuchs auf einem Weg oder einem Trail sowohl von vorne als auch von hinten angefahren oder von einem einzelnen Fahrer eingeholt wird, gilt er als ‚gefangen‘. Gibt es noch einen Abzweig, dann kann er noch einmal versuchen zu flüchten, aber es ist verboten, einfach ins Unterholz abzuhauen. Der Fuchs hat dann gewonnen, wenn er nach einer definierten Zeit noch nicht gefangen ist. Damit das funktioniert, darf der Fuchs einen bestimmten Bereich nicht verlassen. Tut er es, hat er verloren.

Am Wochenende war es wieder einmal so weit. Wir haben uns alle getroffen um zusammen ‚Fuchsjagd‘ zu spielen. Da Lena aufgrund ihrer ständigen Rennen ziemlich fit ist, haben wir sie als Fuchs ausgewählt, außerdem gibt es da gewisse Parallelen zur Realität… ;-)

Getroffen haben wir uns am Schwimmbad in Fränkisch-Crumbach. Wir sehen auf unsere Uhren, bzw. die Smartphone-Uhr: es ist 18:10 Uhr. Lena saust los, zeigt uns kurz ihre schöne Kehrseite und ist nach weniger als 1 Minute außer Sichtweite. Wir anderen warten bis Punkt 18:15 Uhr.

Los geht’s! Auf dem Display kann man alle paar Sekunden die letzte aktuelle Position von Lena auf der Karte sehen. Sie nimmt erst einmal den ‚normalen’ Weg hoch zur Nonroder Höhe. Will sie da auch wirklich hin? Es macht durchaus Sinn erst einmal Höhe zu gewinnen, denn dann kann man im Notfall schnell einen Haken schlagen und sich zur raschen Flucht, auch ohne Energiereserven, schnell einen Trail hinab stürzen – falls einer in der Nähe ist.

Wir fahren ihr erst einmal alle nach – vielleicht können wir ja schon einmal den Abstand verkürzen. Aber da haben wir die Rechnung ohne Lena gemacht – sie kann den Abstand noch vergrößern. Kurz vor dem Waldrand gäbe es die Möglichkeit einen etwas kürzeren, aber dafür steileren Weg zur Nonroder Höhe hoch zu fahren – aber ob das klappt? Und wenn sie oben nach rechts, in Richtung Bierbach fährt? Trotzdem, wir können es uns ja leisten, sind ja immer noch zu viert zusammen. Joe und Birdy nehmen den steilen Anstieg und Batman und ich fahren ihr weiter nach.

Wenig später können wir auf dem Display sehen, dass Lena nach links abgebogen ist und darum Joe und Birdy ihre Chance bekommen. Man kann auch sehen, dass die Positionen von Joe und Birdy der Position von Lena immer näher kommen. Natürlich sieht Lena das auch auf ihrem Smartphone…

Vermutlich wird sie alles geben, um zuerst an der möglichen Schnittstelle der gedachten Routen vorbei zu kommen. Wenig später ist klar: Joe und Birdy haben es nicht geschafft, Lena war schneller und ist jetzt auf dem Weg zum ‚Rimdidim’, links am Gasanschluss vorbei. Wir bleiben erst einmal alle hinter ihr. Jetzt natürlich in zwei Gruppen, erst Joe und Birdy und ein Stück dahinter Batman und ich als Schlusslicht.

Am Rimdidim gibt es einen netten kleinen Trail, wenn sie den fährt, könnte man sie möglicherweise unten abfangen. Mal sehen was Joe und Birdy machen? Ok, die fahren ihr weiter direkt nach. An der nächsten Weggabelung nehmen wir einen Weg, der unterhalb des kleinen Trails vorbei führt. Als wir endlich da sind, ist Lena natürlich schon wieder weiter und fährt hinab in Richtung Steinau. Da kommen auch schon Joe und Birdy den Trail hinunter. Von hier aus gibt es viele Wege und wir beschließen, uns alle aufzuteilen. Batman fährt direkt hinter Lena her und wir anderen nehmen Wege, die zu Wegen führen, an denen Lena eventuell vorbei kommt, wenn sie weiter Richtung Kaiserturm fährt, den höchsten Punkt hier in der Gegend. Was sie vermutlich machen wird, da, wenn sie sich weiter nach rechts orientiert, der Bundesstraße L3102 immer näher kommt und diese gilt als eine der Begrenzungen des ‚Spielbereichs‘.

Auf dem Display sehe ich jetzt das Birdy Lena, der ihr direkt nach fährt, sehr nahe kommt. Das ist typisch Birdy: Es geht einen steilen Trail hinab und er gibt vermutlich alles. Technisch ist Birdy etwas besser als Lena und das wird der Grund sein, warum er ihr so nahe kommt. Aber er kann sie nicht einholen. Lena ist zuerst am Zindenauer Schlösschen von Steinau und ab da geht es steil den Berg hoch. Ich kann mir vorstellen, wie Lena jetzt mit ihren schönen, braun gebrannten und durchtrainierten Beinen, uneinholbar den Berg hoch zischt.

Jetzt bleibt noch Joe, der einen Weg weiter oben gewählt hat und jetzt die Chance hat Lena abzufangen…

Aber vermutlich hat auch Lena dies erkannt und entschließt sich, nicht direkt nach Steinau hoch zu fahren, denn plötzlich ist ihr Symbol auf der Karte auf einem Abzweig nach rechts zu sehen.

Durch das Ausweichen sind zumindest Joe und ich jetzt höhentechnisch gesehen oberhalb von Lena. Dies hat den Vorteil, dass wir, egal was Lena macht, das Gefälle nutzen können, um näher an sie heran zu kommen.

Trotzdem sollte einer hinter ihr her fahren, so dass sie nicht einfach umkehren kann, falls es einer von uns schafft, sie von vorne auf einem Weg anzugreifen.

Batman hat scheinbar vor direkt zur Bundestraße L3399 zu fahren und von dort nach Neunkirchen. Birdy bleibt hinter Lena und fährt ihr einfach nach. Joe und ich fahren die Bergstrecke weiter direkt nach Neunkirchen. In Neunkirchen könnten wir vielleicht Lena erwischen, andererseits kann sie aber auch uns dort in irgendeiner Seitengasse entwischen. Auf dem Display sehe ich, das Lena tatsächlich den Weg direkt nach Neunkirchen eingeschlagen hat. Lena ist nicht dumm! Sie weiß, dass sie nur eine Chance hat, wenn sie schneller als alle anderen dort eintrifft. Denn dann sind wir wieder alle an einem zentralen Punkt und sie kann – wenn sie es schafft – die Flucht in eine beliebige Richtung ergreifen. Und Lena schafft es! Sie ist einfach eine ganz heiße Nummer!

Letztlich sind solche Manöver natürlich nur möglich, weil GPSSend die Positionen auf der Karte nie wirklich in absoluter Echtzeit anzeigt. Immer werden die Positionen mit etwas Verzögerung übertragen, sei es durch das eingestellte 15 Sekunden Intervall oder sei es durch ein Funkloch. Aber letztlich macht das den Reiz des Ganzen aus!

Irgendwie hat Lena es geschafft Batman abzupassen und gerade als er auf der Bundesstraße an dem ersten Abzweig nach Neunkirchen vorbei kommt, startet Lena am anderen Ende des Abzweigs die Flucht hin zur L3399. Batman bekommt es aus den Augenwinkeln heraus gerade noch mit und wendet wieder, aber Lena ist halt Lena: Sie ist vor ihm auf der L3399, Batman kommt bis auf 10 Meter an Lena heran, sie beschleunigt wie wild und stürzt sich nach ca. 250 Meter einen schmalen Trail links in den Wald hinein. Batman ist noch zusätzlich durch ein gerade entgegenkommendes Auto gehandikapt, so dass Lena weitere Meter gewinnt.

Jetzt sind wir natürlich alle wieder an einem Punkt hinter Lena und müssen neu überlegen, wie wir unser Abfangnetz aufspannen. Batman bleibt hinter ihr. Joe fährt ein Stück weiter auf der L3399 um dann den nächsten Abzweig auf den Weinweg in den Wald hinein zu nehmen. Birdy und ich fahren zurück nach Neunkirchen, von dort ein Stück die Bergstrecke von eben wieder hinunter um den nächsten Abzweig Richtung Germanshöhe zu nehmen.

Kurz darauf sehen wir Lena auf dem Display schon an der Stelle vorbei kommen, an der wir die Chance gehabt hätten, sie abzufangen. Sie hat einen Weg Richtung Germanshöhe eingeschlagen und kommt dann noch vor Joe auf den Weinweg. Von dort scheint sie einen Weg direkt über die Wiese in Richtung Wildweibchenstein gewählt zu haben. Joe ist ihr dicht auf den Fersen. Birdy fährt weiter auf dem Weinweg und ich fahre Joe nach. Batman hat sich scheinbar entschlossen in Richtung Laudenau zu fahren – dort gibt es noch einen kleinen Trail zum Wasserhäuschen hinunter – um von der Gaststätte ‚Zur Freiheit‘ aus in Richtung Wildweibchenstein zu fahren.

Auf dem Display kann man sehen, dass sich das Netz langsam wieder um Lena schließt, denn sie fährt vom Wildweibchenstein aus nach oben und von da kommt schon Birdy! Was hat sie vor? Sie muss doch Birdy sehen? Aber kurz bevor sie zusammen treffen, fährt sie rechts ab in den Wald hinein. Da weiß ich Bescheid. Sie will den Rodenstein-Trail fahren!

Langsam geht mir die Puste aus. Ich denke, das ist jetzt Birdys Ding und fahre einfach Lena nach. So werde ich sie zwar nicht mehr einholen, aber die Zeit ist langsam abgelaufen und ich will als Fahr-Highlight des Tages auch einmal den Rodenstein-Trail hinunter. Auf dem Display kann ich erkennen, wie Lena auf dem Weg zum Trail geringfügig Abstand gewinnt, aber wird es für Birdy reichen? Der fährt ja nicht hinab, der fliegt ja hinunter! Der Rodenstein-Trail ist nicht völlig ungefährlich – hoffentlich brechen sich die zwei nicht die Knochen.

Ein paar Minuten später sehe ich die Positionen von Birdy und Lena unten an der Burg Rodenstein. Sie bewegen sich nicht mehr. Als ich dann endlich bei ihnen ankomme, sitzen sie friedlich nebeneinander auf der Burgmauer. Lena erzählt, dass Birdy sie hätte überholen können, aber auf dem schmalen Trail nicht an ihr vorbei kam. Da die Zeit fast abgelaufen war, haben sie sich dann auf ein Unentschieden geeinigt. Schließlich treffen auch noch Joe und Batman ein. Es folgt die übliche Manöverkritik, die aber bald abflaut. Die wilde Fahrt steckt uns in den Knochen, der Körper entspannt sich allmählich und wir genießen die letzten warmen Sonnenstrahlen des Tages. Wenn wir uns gegenseitig ansehen, die Blicke auf die verschwitzten, teilweise etwas von Ästen verschrammten, Beine fallen, wissen wir ohne Worte, dass wir vielleicht alle einen an der Waffel haben, aber dass uns das eben alle betrifft und ohne Worte klar ist, dass wir eben darum eine verschworene kleine Gemeinschaft sind.

Manch einer sehnt sich nach exotischen Ländern und ebensolchen Sportarten, aber hier gibt es kein Meer zum Surfen und auch das Skifahren fällt hier schwer (obwohl es bei Neunkirchen einen Skilift gibt, der aber nur alle paar Jahre einmal in Gang gesetzt wird). Wir haben das Beste daraus gemacht und sind glücklich beim Sausen über schwierige Trails an lauen Sommerabenden.

Nur wen wählt Lena?

Kategorien:GPSSend, Nerd Alltag

GPSSend – Manual (für 0.99)

April 4, 2012 1 Kommentar

G P S S e n d – M a n u a l

Das Manual kann auch als PDF-Datei downgeloadet und ausgedruckt werden: GPSSend Manual 0.99

GPSSend © by Thomas Ell (info@steinlaus.de)

GPSSend verwendet zur Darstellung von Karten die ‘mapsforge’-Bibliothek (aktuell Version 0.3). Informationen zu dieser Bibliothek und der Verwendung in GPSSend finden sich am Ende dieser Gebrauchsanleitung. Es kann sein, dass der Inhalt der Gebrauchsanleitung der aktuellen Version von GPSSend hinterher hinkt. Manchmal baue ich neue Features in GPSSend ein, habe aber keine Zeit die Gebrauchsanleitung entsprechend nachzupflegen. Um Euch die Features nicht vorzuenthalten, habe ich mich entschieden, in solchen Fällen GPSSend trotzdem zu veröffentlichen.

Die wichtigsten Dinge zuerst:

Log-Datei

Es gibt immer wieder Verständnisprobleme beim Gebrauch der Log-Datei. Zuerst einmal: Die Log-Datei enthält den aktuellen Track! Man benötigt also keinen extra ‚Tracker‘ – GPSSend kann das auch! GPSSend kann den Track sogar nach einem Absturz des Smartphones oder nach einem Akkuwechsel fortschreiben! Und genau wegen diesem Feature ist die aktuelle Log-Datei niemals die, die außerhalb von GPSSend verwendet werden kann!!! Wer den aktuellen Track auf den PC übertragen, mit Sporttracks auswerten oder mit Google Earth anzeigen will, muss die Datei erst mit ‚RESET‘ abschließen und dann die zweitneueste Datei verwenden!

Offlinekarte

GPSSend besitzt momentan zwei Möglichkeiten Karten anzuzeigen: Einmal kann es, wie viele andere Apps auch, sogenannte Kacheln aus dem Internet laden und zum anderen kann es die Karten offline (also ohne mobiles Internet) zeichnen. Dazu benötigt es aber das darzustellende Gebiet in Form einer Datei auf einer eingelegten SD-Karte. Passende Dateien findet man hier: http://download.mapsforge.org/maps/europe/

Manual

Momentan ist GPSSend in 3 Bereiche aufgeteilt:

  • Hauptseite
  • Touren Auswahl
  • Kartenseite

Die Gebrauchsanleitung gliedert sich entsprechend der 3 Bereiche auf.

Hauptseite

Aufbau

Felder

Herzfrequenz

Hier wird die Herzfrequenz des mit dem Smartphone verbundenen Pulsgurts angezeigt. Zur Zeit können die Pulsgurte von Zephyr und Polar verwendete werden. Bei Zephyr ist das der Zephyr HxM® und bei Polar der Polar WearLink®+ transmitter with Bluetooth®.

Damit die Gurte genutzt werden können, müssen sie über ‚Einstellungen->Drahtlos und Netzwerke->Bluetooth-Einstellungen’ einmal mit dem Smartphone ‚gepaart’ werden. Dazu muss der Brustgurt angelegt werden (darauf achten, dass die Kontaktstellen feucht sind) und anschließend auf dem Smartphone ‚Scannen nach Geräten’ durchführen. Die Gurte müssten dann mit ihrer Bezeichung unter ‚Bluetooth-Geräte’ aufgeführt werden. Mit einem ‚Touch’ auf das Gerät wird man dazu aufgefordert die PIN einzugeben – meistens ‚0000’.

Diesen ganzen Vorgang macht man nur einmal. Jetzt ist der Gurt dem Smartphone bekannt und kann genutzt werden, insofern Bluetooth aktiviert ist. Also darauf achten!

In dem kleinen Feld unter ‚Hf’ wird auch eine Zahl dargestellt, die allerdings keine Herzfrequenz ist, sondern den ungefähren Batteriestatus des Gurts wiedergibt. Beim Zephyr erscheint da die verbleibende Kapazität in Prozent (nicht unbedingt genau) und der Polar kann nur ‚Voll-Normal-Schwach-Leer’ unterscheiden. Ich habe das vorerst einmal in Prozentzahlen abgebildet: ‚100-66-33-0’

GPSSend erkennt automatisch, ob ein Pulsgurt von Zephyr oder Polar vorhanden ist! Wenn man allerdings aus irgendwelchen merkwürdigen Gründen (zum Beispiel weil man beide ausprobieren will) beide Pulsgurte mit dem Smartphone ‚gepaart’ hat, so nimmt GPSSend den ersten den es findet! Um in einem solchen Fall auch den zweiten Gurt ausprobieren zu können, muss beim ersten Gurt die Paarung aufgehoben werden.

km/h

Zeigt die aktuelle Geschwindigkeit in Stundenkilometern.

Zeit

Zeigt die seit dem Betätigen der ‚Start’-Schaltfläche vergangene Zeit in Stunden:Minuten: Sekunden an.

km

Zeigt die seit dem Betätigen der ‚Start’-Schaltfläche gelaufenen oder gefahrenen Kilometer an.

Pos.

Die Zahl vor dem Schrägstrich gibt an, wie viele geografische Positionen seit dem letzten Betätigen der ‚Start’-Schaltfläche erfasst worden sind. Die Zahl hinter dem Schrägstrich gibt an, wie viele Positionen noch nicht an den GeoRBL-Server versendet worden sind.

Diese Zahl ist im Normalfall immer sehr klein bzw. 0. Kommt es aufgrund von Funklöchern zu Kommunikationsproblemen, so kann es sein, dass es temporär nicht möglich ist eine Position zu versenden. In diesem Fall zeigt die Zahl die Anzahl der noch nicht versendeten Positionen an. Sie sollte nach Überwinden des Funklochs nach kurzer Zeit wieder kleiner werden und dadurch anzeigen, dass die Verbindung wieder besser ist.

Es geht keine Position verloren! Sie werden lediglich etwas später versendet.

Grad

Zeigt die Richtung in Grad an. Dies funktioniert nur, wenn man sich einige Sekunden oder Minuten bewegt hat. Steht man still an einem Ort oder bewegt sich nur minimal, ist der angezeigte Wert ungültig!

Mitteilungen (Grüner Bereich)

Hier erscheinen Mitteilungen der App oder des GeoRBL-Servers.

Checkboxen

Sound

Ist bei ‚Sound’ ein Haken gesetzt, so ertönt bei aktivierter automatischer Benachrichtigung und einer Bewegungslosigkeit des Smartphones für mehr als 30 Sekunden, ein Tonsignal. Das Signal ist dazu gedacht, dass man im Falle eines versehentlichen Ablegens und der damit verbundenen Bewegungslosigkeit des Smartphones, darauf aufmerksam gemacht wird, dass das Smartphone gleich eine Unfallmeldung als SMS oder Email versendet. Ab dem ersten Ton hat man weitere 30 Sekunden Zeit, das Smartphone für einen Moment zu bewegen, so dass das vorgesehene Versenden der Unfallmeldung storniert wird.

Wer sein Smartphone im Rucksack und diesen kurz auf dem Boden abgestellt hat, kann das Signal mit einem zarten Tritt gegen den Rucksack wieder abstellen.

Man hat natürlich auch die Möglichkeit das Tracking abzuschalten, in dem man die ‚Stop’-Schaltfläche betätigt.

Seit der Version 0.81 kann GPSSend beim Start die Lautstärke auf das 0.8-fache der maximalen Lautstärke setzen und beim Beenden wieder auf die ursprünglich eingestellte Lautstärke zurücksetzen. Der Hintergrund dieser Maßnahme ist die Sicherstellung einer ausreichenden Lautstärke für wichtige akustische Signale, wie zum Beispiel die Warnung, dass gleich eine Notfallmeldung versendet wird.

Sprache

GPSSend kann bei jeder neu erfassten Position die Gesamtanzahl der bisher erfassten Positionen und die Anzahl der noch nicht versendeten Positionen aussprechen. Dies ist zum Beispiel bei den ersten Einsätzen von GPSSend nützlich, wenn man der App noch nicht völlig vertraut und mitbekommen will, ob sie korrekt funktioniert. Setzt man die App öfters auf einer bestimmten Strecke ein, so kann man durch das plötzliche Erhöhen des Zählers für noch nicht versendete Positionen, erkennen, ob sich auf der Strecke ein Funkloch befindet.

Ist bei ‚Sprache’ ein Haken gesetzt, so wird automatisch ‚Sound’ deaktiviert und anstatt dem Tonsignal ein Text gesprochen, der auf das unmittelbare Versenden der Unfallmeldung hinweist.

Achtung: Wenn aufgrund eines sehr kurzen Intervalls oder aufgrund eines sehr zackigen Trackverlaufs in Kombination mit ‚Smarttracking’ sehr viele Positionen kurz nacheinander versendet werden, kommt die Sprachausgabe nicht mehr nach und sollte darum in solchen Situationen deaktiviert sein!

Schaltflächen

Start

Startet das Tracking. Dabei wird automatisch eine Log-Datei auf einer eingelegten SD-Karte angelegt. Diese findet sich unter ‚sdcard/Android/data/com.example.gps/files’ und bekommt automatisch einen Dateinamen mit dem Aufbau ‚Jahr-Monat-Tag_Stunde-Minute-Sekunde’. Die Datei wird erst geschlossen, wenn die ‚RESET’-Funktion aus dem Menü aufgerufen wurde.

Die so erzeugten Dateien lassen sich später über USB auf einen PC kopieren.

Hat man die GPX-Datei mit ‚RESET’ geschlossen, so kann man sie direkt in GPSSend auf der Karte darstellen lassen. Dazu muss die Datei mit der Menü-Funktion ‚GPX-Datei auswählen’ ausgewählt werden. Nach dem nächsten Aufruf der Karte wird der in der GPX-Datei enthaltene Track auf der Karte in der Farbe Magenta dargestellt.

Stop

Stoppt das Tracking.

Map

Die Schaltfläche kann erst betätigt werden, wenn einmal eine gültige Position vom eingebauten GPS an die App übergeben wurde!

Sobald das passiert ist, kann mit einem Betätigen der Schaltfläche eine Landkarte aufgerufen werden. Es wird die aktuelle Position übergeben und die Karte zeigt die entsprechende Stelle in der Mitte der Karte. Die dargestellte Karte basiert auf den Daten von OpenStreetMaps.

Wer auf meiner Seite GeoRBL Biketracking Freunde definiert hat und wenn diese es erlaubt haben, werden auf der Karte auch die Positionen der Freunde angezeigt! Es ist auch möglich, diese durch einfaches Antippen zum Kartenmittelpunkt zu machen, so dass die Karte nach jeder Änderung der Position dieses Freundes die Karte auf diesen zentriert.

Einstellungen der Hauptseite

Sendeschlüssel

Der Sendeschlüssel ist wichtig, wenn man Livetracking verwenden will. Man bekommt ihn durch eine Anmeldung auf GeoRBL-Biketracking. Nachdem man sich dort angemeldet hat wird er auf einer Info-Seite angezeigt. Er muss nur einmal in GPSSend eingetragen werden und kann dann wieder vergessen werden. Achtung: Bitte bei der Eingabe sehr gewissenhaft vorgehen und exakt auf Groß- und Kleinschreibung achtem!

Intervall

Hier kann die Zeit in Sekunden angegeben werden, die GPSSend zwischen dem einzelnen Versenden einer Position verstreichen lässt. Theoretisch kann man hier bis auf eine Sekunde hinunter gehen. Dies ist aber nicht empfehlenswert, da das Versenden einer Position etwas Zeit benötigt und es darum zu einem ‚Sendestau’ kommen kann. Dies ist dann an der hinteren Zahl unter ‚Positionen’ zu erkennen. Diese Zahl sollte normalerweise bei 0 sein und wird in einem solchen Fall aber ständig größer werden. Ein Wert von 3 Sekunden sollte leidlich funktionieren, aber mit dem voreingestellten Wert von 15 Sekunden ist man auf der sicheren Seite.

Livetracking

Ist hier ein Haken gesetzt, so wird mit einem Betätigen der ‚Start’-Schaltfläche das Livetracking gestartet. Ab jetzt kann ein Partner zu Hause die eigene Position live über die Webseite GeoRBL-Movetracker verfolgen.

Smarttracking

Bei manchen Anwendungen von GPSSend in Verbindung mit GeoRBL-Movetracker ist es wichtig, dass ein möglichst exakter Track erzeugt wird, da nur so automatisch festgestellt werden kann, ob man an bestimmten Punkten vorbei gekommen ist. Dies würde normalerweise ein kleineres Intervall als 15 Sekunden erfordern und damit sehr viele Positionsmeldungen erzeugen. Dies bedeutet sowohl eine höhere Belastung des Smartphones als auch eine höhere Datenmenge, die sich möglicherweise bei dem einen oder anderen mit einem ungünstigen mobilen Internettarif auf die Kosten auswirken könnte (Allerdings sind die Positionsmeldungen klein und üblicherweise kommt bei einem durchschnittlichen sportlichen Einsatz nur eine geringe Datenmenge zusammen) .

SMS Fernabfrage

Ist GPSSend aufgerufen, so kann die aktuelle Position per SMS abgefragt werden. Dazu muss das Tracking noch nicht einmal gestartet sein. Sobald eine SMS mit einem bestimmten Codewort eintrifft, startet GPSSend das Tracking, wartet bis eine gültige GPS Position vorliegt und sendet diese an das Handy oder Smartphone, von dem die SMS gesendet wurde, zurück. Die Funktion ist nur möglich, wenn hier bei ‚SMS Fernabfrage’ ein Haken gesetzt wurde.

Bei ‚Codewort’ kann ein beliebiges Schlüsselwort angegeben werden. Nur wenn die eingehende SMS dieses Schlüsselwort enthält, wird eine Position zurück gesendet!

Sensibilität

Die vom Beschleunigungssensor bei Bewegung zurück gelieferten Werte sind offenbar von Gerät zu Gerät verschieden. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, habe ich drei verschiedene Einstellungen vorgesehen, die sich an den Geräten orientieren, auf die ich bisher Zugriff hatte. Die beiden Einstellungen können auch auf anderen Geräten ausprobiert werden.

Motorola Defy

Einstellung für Motorola Defy.

Samsung Galaxy Tab

Einstellung für Samsung Galaxy Tab.

Samsung Galaxy Note

Einstellung für Samsung Galaxy Note.

Unfallmeldung

Hier finden sich alle Einstellungen, die mit dem automatischen Versenden einer Unfallmeldung zu tun haben.

SMS Benachrichtigung

Ist hier ein Haken gesetzt, so wird das Gerät bei aktiviertem Tracking und einer Bewegungslosigkeit von mehr als 30 Sekunden automatisch eine SMS versenden.

SMS Telefonummer

An diese Telefonnummer wird die SMS versendet.

SMS Text

Vor der Position wird der hier angegebene Text in die SMS eingefügt. Es bietet sich an, hier zusätzlich eine Telefonnummer anzugeben, an der der Empfänger der EMail sich über die Richtigkeit der eingegangenen SMS informieren kann.

EMail Benachrichtigung

Ist hier ein Haken gesetzt, so wird das Gerät bei aktiviertem Tracking und einer Bewegungslosigkeit von mehr als 60 Sekunden automatisch eine EMail versenden.

EMail Absender

Diese EMail-Adresse wird in die EMail als Absender eingetragen.

EMail Empfänger

An diese EMail-Adresse wird die EMail versendet.

Email Text

Dieser Text wird zusätzlich in die EMail eingefügt. Es bietet sich an, hier zusätzlich eine Telefonnummer anzugeben, an der der Empfänger der EMail sich über die Richtigkeit der eingegangenen EMail informieren kann.

SMTP Server

Der SMTP Server, über den die EMail versendet werden soll. Dies ist normalerweise der gleiche, den man auch bei seinem  PC EMail-Account eingetragen hat. Zum Beispiel ‚smtp.1und1.de’ – natürlich nur, wenn man bei denen Kunde ist!

SMTP Benutzername

Der Benutzername für den eigenen EMail-Account.

SMTP Passwort

Das Passwort für den eigenen EMail-Account.

Sprachausgabe

Einige von GPSSend im Betrieb ermittelten Werte können von Zeit zu Zeit akustisch ausgegeben werden. Hier kann man angeben, welche das sein sollen. Positionen werden immer ausgegeben, wenn eine neue Position versendet wird. Geschwindigkeit und Herzfrequenz werden ausgegeben, wenn sich der Wert um mindestens 3 Zähler verändert hat.

Log-Format

Track-Logging (Tracking)

Sobald GPSSend aktiv ist, versucht es erkannte Positionen in eine Datei zu schreiben (loggen). In Versionen vor 0.8 hat es dazu bei jedem Start und Stop eine Datei erzeugt. Ab Version 0.8 funktioniert das Logging komplett anders. Nun wird solange in eine Datei geschrieben, bis der Anwender explizit die ‚RESET’-Funktion aus dem Menü aufruft. In diesem Fall wird die aktuelle Datei geschlossen und eine neue Datei angelegt.

Dies hat folgende Konsequenz: Sieht man mit einem Dateimanager in das Verzeichnis von GPSSend (‚/sdcard/Android/data/com.tinkerpete.gps/files’), so ist die aktuellste dort sichtbare Datei grundsätzlich noch nicht geschlossen und kann darum nicht verwendet werden, um einen Track mit Google Earth oder einem ähnlichen Programm anzuzeigen bzw. es gibt immer eine noch nicht geschlossene Datei! Die aktuellste Datei darf nicht verwendet und nie gelöscht werden!

Möchte man die zuletzt geloggten Positionen in einem passenden Programm anzeigen, so muss die aktuelle Datei zuerst mit ‚RESET’ geschlossen werden.

In der Praxis bedeutet dies folgendes: Vor einer Tour ruft man einmal die ‚RESET’-Funktion auf. Dies sorgt dafür, dass eine neue Datei angelegt und ab jetzt in diese geloggt wird. Anschließend betätigt man die Start-Schaltfläche. Nach Beendigung der Tour betätigt man die ‚Stop’-Schaltfläche. Möchte man nun den Track nach Anstecken des Smartphones auf den Desktop kopieren oder in einem passenden Programm ansehen, so muss man noch einmal ‚RESET’-Funktion aufrufen.

Wenn man jetzt GPSSend bis zur nächsten Tour nicht mehr verwendet, ist es beim Start der nächsten Tour nicht erforderlich die ‚RESET’-Funktion aufzurufen.

Das neue Verfahren hat folgende Vorteile: Man kann das Tracking jederzeit stoppen und wieder neu starten ohne dass jedes Mal eine neue Datei erzeugt wird. Will man zum Beispiel eine Pause machen, oder stürzt GPSSend aus irgendeinem Grunde ab und man muss es neu starten, so wird beim neuen Verfahren nach erneutem Betätigen der ‚Start’-Schaltfläche in die schon beim letzten Start verwendete Datei geschrieben.

Das Format, indem die Positionen aufgezeichnet werden, kann hier gewählt werden. Momentan kann zwischen GPX und KML gewählt werden. Wird das Smartphone nach dem Logging mit einem Desktop-Rechner verbunden und die Speicherkarte bei einer USB-Verbindung als USB-Massenspeicher freigegeben, so kann diese in einem Dateimanager durch Doppelklick direkt in Google Earth geöffnet und angezeigt werden. Allerdings enthält das Format momentan nur die Position und die Höhe.

Ich persönlich verwende darum immer das GPX-Format, welches erst durch ‚Öffnen’ in Google Earth importiert werden muss. Dafür enthält dieses Format noch einige zusätzliche Angaben wie Geschwindigkeit und Herzfrequenz.

Mapsource

Die GPX-Datei von GPSSend enthält einige zusätzliche Werte, die leider nicht mit dem -bekannten Programm ‚Mapsource’ von der Firma Garmin kompatibel sind. Setzt man bei ‚Mapsource’ einen Haken, so werden diese zusätzlichen Werte weg gelassen und die GPX-Datei kann auch mit Mapsource eingelesen werden. Ein gutes Programm für den PC unter Windows XP, welches problemlos auch die zusätzlichen Werte verarbeiten kann, findet man hier: Knackes News

Touren Download

Der Touren Download ermöglicht es direkt aus GPSSend heraus auf Touren von ‚GPSies‘ zuzugreifen. GPSies ist ein deutscher Server, auf dem mittlerweile über 300000 Touren zu finden sind! Diese werden von zahllosen Anwendern auf den Server hoch geladen.

Innerhalb von GPSSend kann der Touren Download von zwei verschiedenen Stellen aus aufgerufen werden und verhält sich entsprechend leicht unterschiedlich.

Möglichkeit 1 – Von der Hauptseite

Möchte man den Touren Download von der Hauptseite aus aufrufen, so muss zuerst eine gültige GPS Position ermittelt worden sein. Direkt nach dem Aufruf startet der Download der Tourenliste auf Basis der aktuellen GPS-Position. Anschließend können mehrere Touren herunter geladen werden, ohne dass jedes Mal neu die Tourenliste angefordert wird.

Möglichkeit 2 – Von der Kartenseite

Startet man den Touren Download von der Kartenseite aus, so wird der aktuelle Kartenmittelpunkt als Ausgangspunkt für die Tourensuche verwendet. Im Gegensatz zum Start des Touren Downloads von der Hauptseite aus, wird nach jedem Download einer einzelnen Tour der Touren Download verlassen und die gerade herunter geladenen Tour zentriert auf der Karte gezeigt. Dabei überschreibt sie die zuletzt geladene Tour 1.

Bei beiden Aufrufmöglichkeiten wird die durch die aktuelle GPS-Position, oder die durch den aktuellen Kartenmittelpunkt gegebene, geografische Koordinate dazu benutzt, alle Touren zu finden, deren Start- oder Endposition in der Nähe der Koordinate liegen! Die Funktion findet allerdings keine Touren, die in der Nähe vorbei führen!!!

Je nach Netzverbindung (WLAN oder Mobiles Internet) kann die Suche einen Moment dauern. Solange erscheint ein animiertes Symbol auf dem Bildschirm. Die Suche kann jederzeit durch einen Fingertipp auf die Android Zurück-Schaltfläche abgebrochen werden.

Hat die Funktion Touren gefunden, werden sie in einer Liste aufgeführt. Mit einem Fingertipp auf einen Listeneintrag wird der Download der Tour eingeleitet. Nach einer Sicherheitsabfrage wird die Tour herunter geladen. Da der Download bei einer mobilen Internetverbindung etwas dauern kann, kann man den Fortgang des Downloads über einen Fortschrittsbalken verfolgen. Auch hier kann der Download jederzeit durch einen Fingertipp auf die Android Zurück-Schaltfläche abgebrochen werden.

Die herunter geladenen Touren werden im gleichen Verzeichnis abgelegt, in dem auch die aufgezeichneten Tracks liegen GPSSend (‚/sdcard/Android/data/com.tinkerpete.gps/files’). Die Touren können von der Kartenseite aus ausgewählt und auf der Karte dargestellt werden.

Solange die Liste angezeigt wird, kann man über einen Menüpunkt die Einstellungen abgerufen werden. Sobald man die Einstellungen verlässt, wird die Touren Auswahl mit den veränderten Einstellungen erneut aufgerufen.

Einstellungen des Touren Download

Tourentyp

Hier kann man einen der von GPSies vorgegebenen Tourentypen auswählen. Es werden nur Touren gefunden, die diesen Typ zugewiesen bekommen haben.

Toureigenschaft

Hier kann man entscheiden, ob man einen Rundkurs oder eine Einweg-Strecke finden möchte.

Umkreis in km

Es werden nur Touren gefunden, deren Start- oder Endpunkt – ausgehend vom aktuellen Standort – innerhalb des angegebenen Umkreises liegt.

Anzahl Listeneinträge

Damit der Download der Fundstellenliste im Falle von sehr vielen gefundenen Touren nicht ewig dauert, sollte man eine maximale Anzahl vorgeben.

Maximale Punktanzahl

Manche Touren bestehen aus sehr vielen einzelnen GPS-Positionen. Dies kann unter Umständen zu Speicherplatzproblemen auf dem Smartphone führen. Außerdem sind sehr viele Punkte nahezu nie notwendig. Darum sollte man hier einen vernünftigen Wert wählen. Die von mir gewählte Vorgabe sollte in den meisten Fällen vollkommen ausreichend sein.

Kartenseite

Zur Darstellung von Karten verwendet GPSSend die Java-Bibliothek ‚mapsforge’ (aktuell die Version 0.3) von der ‚Freien Universität Berlin’:

Entwickler, die diese Bibliothek verwenden, müssen die von den Entwicklern der Bibliothek verwendete Lizenz beachten. Ursprünglich war dies die GPL3. Sie forderte vom Entwickler die Veröffentlichung seines Quellcodes, zu dem viele Entwickler nicht bereit sind. So auch ich. Darum löste ich die Kartenfunktion aus GPSSend heraus und veröffentlichte eine eigene App mit der Bezeichnung GPSSendMap! Seit kurzem (11.05.2011) haben sich die Entwickler von mapsforge dazu entschlossen eine weniger restriktive Lizenz zu verwenden: LGPL

Dies ermöglichte es mir, die Kartenfunktion wieder in GPSSend zu integrieren.

Besonderheiten

GPSend besitzt, im Gegensatz zu vielen anderen Kartenviewern auf Android-Geräten, zwei Vorteile: Es verwendet Kartenmaterial von OpenStreetMap (veröffentlicht unter CC-BY-SA 2.0) und es kann auch ohne ständige Online-Verbindung Karten darstellen! Viele andere Android Apps arbeiten auch offline mit OpenStreetMap, erfordern dafür aber die vorherige Übertragung von so genannten Kacheln (Tiles) auf das Smartphone. Für GPSSend wird lediglich eine einzelne, ‚map’-Datei benötigt. Diese kann man hier downloaden:

http://download.mapsforge.org/maps/europe/

Für dort noch nicht existierende Gebiete habe ich eine Anleitung geschrieben, mit der es möglich ist, eine solche ‚map’-Datei selbst zu erzeugen, bzw. zu konvertieren. Die Anleitung findet man hier:

http://tinkerpete.wordpress.com/2011/02/12/wie-kann-man-openstreetmap-in-%25E2%2580%259Amap%25E2%2580%2599-dateien-fur-gpssend-konvertieren/

Die bei anderen Kartenviewern verwendete Kacheltechnik benötigt bei gleichem Kartenausschnitt wesentlich mehr Speicherplatz.

Anwendungsmöglichkeiten

GPSSend ist im Gegensatz zu Apps wie OruxMaps oder Locus keine reine Orientierungs-App. Der Ursprung von GPSSend liegt in der Überwachung (im positiven Sinne) eines Outdoor-Aktivisten, um ihm, im Falle eines Unfalls, helfen zu können. Dazu war ursprünglich Livetracking die wesentliche Eigenschaft von GPSSend. Durch die Integration der Detektierung von der eigenen Bewegungslosigkeit in Form der Unfallüberwachung, rückte diese Eigenschaft etwas in den Hintergrund, ist aber immer noch eine der Kernfunktionen von GPSSend. Livetracking bietet aber weitere Möglichkeiten und eine davon ist die Anzeige der Positionen der eigenen Freunde auf der Karte.

In den älteren Versionen von GPSSend wurden diese lediglich mit einem Fähnchen auf der Karte dargestellt, was  – verbunden mit dem gelegentlichen Blick beim Fahrradfahren oder einer anderen Outdoor-Fortbewegungsart – nur begrenzt Überblick über die Wege der Freunde vermittelte. Um diesem Problem zu begegnen, gibt es mittlerweile einige neue Eigenschaften.

Objekt-Symbole

Um die eigene Position – und die Position von Freunden – auf der Karte zu zeigen, wurden die bisher verwendeten Fähnchen mit dem Fahrrad-Symbol, durch Pfeile ersetzt, die immer in die Richtung zeigen, in die sich das Objekt zuletzt bewegt hat. Ist der Pfeil türkis gefärbt, hat sich das Objekt in der letzten Zeit nicht bewegt. Ist der Pfeil orange gefärbt, befindet sich das Objekt in Bewegung.

Ob sich ein Objekt bewegt oder nicht, entscheidet GPSSend mit Hilfe eines einstellbaren Zeitraums. Kommt innerhalb dieser Zeit keine neue Position herein, wird angenommen, dass sich das Objekt in dieser Zeit nicht bewegt hat. Was nicht heißen muss, dass es das tatsächlich nicht getan hat! Es kann auch sein, dass sich das dem Objekt zugehörige Smartphone in einem Funkloch befindet und es darum keine neue Position SENDEN kann – oder dass man sich selbst in einem Funkloch befindet und darum keine neue Positionen EMPFANGEN kann.

Objekttracking

Meistens möchte man die eigene Position, gelegentlich aber auch die Position eines Freundes eine Zeit lang verfolgen. Wenn der Pfeil des Freundes sichtbar ist, genügt ein Fingertipp auf den Pfeil, damit GPSSend ab diesem Moment, nach jeder Positionsänderung des Objektes, die Karte automatisch auf das Objekt  zentriert.

Oft sieht man den Freund aber gar nicht im aktuellen Kartenausschnitt und dann muss man erst mühsam durch Hin- und Herzoomen den Pfeil des Freundes ausfindig machen, um ihn anklicken zu können. Meist muss man anschließend wieder auf das Objekt heran zoomen, damit die Umgebung des Freundes besser sehen kann. Ziemlich viel Aufwand während des Fahrens!

Darum gibt es nun auf der Karte den Button ‚AWL’, mit dem man eine Liste aller Freunde aufrufen und aus der man einfach den zu zentrierenden Freund auswählen kann. Dabei  bleibt er aktuell gewählte Zoomfaktor erhalten. Die Liste enthält allerdings erst dann die Freunde, wenn per Livetracking Positionen eingetroffen sind!

Man kann dies noch weiter automatisieren, wenn ‚Bewegungsdetektion’ aktiviert ist. Denn dann wird automatisch immer auf den Freund zentriert, der zuletzt aus einer Phase der Bewegungslosigkeit wieder gestartet ist.

Möchte man schnell einen Überblick über die Positionen aller Freunde bekommen, so tippt man den ‚OPT’-Button an.

Mehrere farbige Routen auf der Karte

Es können nun bis zu 3 Routen, in drei verschiedenen Farben, gleichzeitig auf der Karte dargestellt werden. Allerdings ist dieses Feature mit Vorsicht zu genießen, da die mapsforge-Bibliothek Probleme mit der Speicherverwaltung der Layer hat und es bei zwei und mehr Routen und ebenso vielen Layern oft zu Abstürzen kommt. Zumindest auf dem Motorola Defy, welches ich überwiegend zum Testen einsetze.

Ein kurzer Test von GPSSend auf dem Samsung Note zeigte dieses Verhalten nicht. Scheinbar steht dort genügend Speicher zur Verfügung.

GPSSend merkt sich nun gewählte Routen über das Beenden hinaus, so dass sie beim nächsten Starten von GPSSend, nach der Wahl der Kartenseite, sofort wieder angezeigt werden. Auch werden sie schneller als bisher geladen.

Einstellungen der Kartenseite

Hier kann angegeben werden, ob die Karte offline gerendert werden soll oder ob die Karte von online zur Verfügung stehenden Servern geholt werden soll. Im Falle des ‚Offline Renderings’ kann die zu verwendende Kartendatei angegeben werden.

Karten-Modus

Hier kann eines von vier verschiedenen Render-Verfahren gewählt werden. Wählt man ‚Canvas Renderer’, so wird auf die im Smartphone vorliegende ‚map’-Datei zugegriffen. Die anderen Einträge greifen auf Online-Server zurück, so dass man notfalls auch ohne ‚map’-Datei eine Karte zu Gesicht bekommt. Zusätzlich ermöglichen die drei anderen Einträge auch unterschiedliche Darstellungsvarianten der Karte. Einfach einmal ausprobieren!

Pfad zur ‚map’-Datei

Wird die Möglichkeit des Offline Renderings verwendet, so muss eine gültige ‚map’-Datei auf dem Smartphone vorhanden sein. Hier muss der Ort der ‚map’-Datei angegeben werden. Pfade können zum Beispiel ‚/sdcard/hessen.map’ oder ‚/sdcard/external_sd/hessen.map’ (auf dem Samsung Galaxy Tab) sein.

Die Kacheln können nur geladen werden, wenn man in einem WLAN ist oder die mobile Datenverbindung verwendet. Grundsätzlich funktioniert das auch prima, dürfte aber trotzdembei echter Outdoor-Verwendung von GPSSendMap, schnell nerven, da bei schlechter Verbindung oder einem Funkloch, die Kacheln nicht ausreichend schnell geladen werden.

Datenfelder zeigen?

Die Herzfrequenz und die Geschwindigkeit können auch in der Kartensicht angezeigt werden.

Schaltflächen zeigen?

Wer mit den Freunde-Funktionen nichts anfangen kann und sie somit nur die Sicht auf die Karte verdecken, der kann sie auch deaktivieren.

In Karte Namen zeigen?

Es ist möglich, die Account-Namen der Freunde, rechts neben dem Pfeil auf der Karte anzuzeigen. Auch dies eine Funktion, die wesentlich dazu beiträgt, über die Bewegungen der Freunde einen guten Überblick zu bekommen.

Schweiflänge

Es gibt nun für jedes auf der Karte befindliche Objekt einen so genannten Bewegungs-Schweif bzw. Bewegungs-Track. Auch dieser dient dazu, die Bewegung aller beweglichen, sich auf der Karte befindlichen, Objekte besser verfolgen zu können. Dazu werden die letzten Positionen gespeichert, durch eine gepunktete Linie verbunden und auf die Karte gezeichnet. Dabei ist die Anzahl der zu speichernden Positionen nahezu beliebig wählbar. Wählt man eine recht geringe Anzahl aus, so ist über die dargestellte Länge des ‚Schweifs‘ eine recht gute Einschätzung der momentanen Geschwindigkeit des Objekts bzw. des Freundes oder der Freundin möglich.

Wählt man eine hohe Anzahl zu speichernder Positionen aus, so kann der gesamte Track des Objekts dargestellt werden.

Stillstand Wartezeit

Hier kann die Zeit in Sekunden angegeben werden, die vergehen muss, bevor GPSSend annimmt, dass das Objekt sich nicht mehr bewegt hat und die Farbe des Pfeilsymbols entsprechend ändert (orange für ‚Objekt befindet sich in Bewegung, türkis für Objekt steht still).

Bewegungsdetektion

Ist man – zum Beispiel mit dem Mountainbike – unterwegs, möchte man nicht die ganze Zeit auf das Smartphone-Display starren, nur um herauszufinden, ob ein Freund gerade losgefahren ist. Es wäre doch viel praktischer, wenn in dem Moment, in dem sich ein Freund garantiert bewegt hat, ein akustisches Signal ertönt, dass einem beim Fahren signalisiert, dass sich soeben ein Freund in Bewegung gesetzt hat. Mit dieser Einstellung kann der Einsatz dieses Features kontrolliert werden.

Koordinaten-Format

GPSSend kann die Koordinaten von Freunden im UTM-Format auf der Karte darstellen! Falls Eure ‘Freunde’ Einsatzfahrzeuge von Bundeswehr, Katastrophenschutz, Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei oder einer sonstigen Hilfsorganisation sind, könnte dies für Euch von Bedeutung sein.

Kategorien:GPSSend

Es gibt eine neue Version von GPSSend!

GPSSend unterstützt jetzt die neueste ‘mapsforge’-Bibliothek. Das ist die Version 0.3! Darum müssen zur Offline-Kartenanzeige unbedingt neue Karten downgeloadet oder erzeugt werden! Die neue Deutschlandkarte findet sich hier:

http://download.mapsforge.org/maps/europe/

Im Rahmen der Umstellung wird es bald die Möglichkeit geben, die Darstellung der einzelnen Kartenelemente über eine XML-Datei selbst zu bestimmen. Das kann aber noch ein paar Tage dauern.

Mehrere farbige Routen auf der Karte

Es können nun bis zu 3 Routen, in drei verschiedenen Farben, gleichzeitig auf der Karte dargestellt werden. Allerdings ist dieses Feature mit Vorsicht zu genießen, da die mapsforge-Bibliothek relativ viel Speicher für einzelne Layer benötigt. Es kann darum bei mehr als einer aktivierten Route zu Abstürzen kommen. Zumindest auf dem Motorola Defy, welches ich überwiegend zum Testen einsetze. Es kann aber auch sein, dass dieses Problem ab einer bestimmten Android-Version nicht mehr auftritt. Das ist möglicherweise geräteabhängig. Ein kurzer Test von GPSSend auf dem Samsung Note zeigte dieses Verhalten nicht. Scheinbar steht dort genügend Speicher zur Verfügung.

GPSend merkt sich nun gewählte Routen über das Beenden hinaus, so dass sie beim nächsten Starten von GPSSend, nach der Wahl der Kartenseite, sofort wieder angezeigt werden. Auch werden sie schneller als bisher geladen.

Neue Funktionen in Verbindung mit Livetracking

Die meisten neuen Features beschäftigen sich mit der Thematik ‘Freunde auf der Karte verfolgen’. Bisher wurden diese lediglich mit ‘Fähnchen’ auf der Karte markiert und auch nur, wenn aktuell ihre Positionen auf dem Smartphone eingetroffen sind. Damit war es gar nicht so leicht, den Bewegungen von Freunden zu folgen. Die neuen Funktionen ermöglichen Anwendungen wie:

  • Treffen, mitten im Wald
  • Automatisch auf gleichzeitig unterwegs befindliche Freunde aufmerksam gemacht werden
  • Benachrichtigt werden, wenn ein Freund gerade los fährt
  • Freunde einholen oder ihnen den Weg abschneiden :-)
  • Action-Spiele wie ‘Fuchsjagd’ (eine neue Traingsform?)
  • Auf gemeinsamen Touren größere Abstände

Neue Objekt-Symbole

Um die eigene Position – und die Position von Freunden – auf der Karte zu zeigen, wurden die bisher verwendeten Fähnchen mit dem Fahrrad-Symbol, durch Pfeile ersetzt, die immer in die Richtung zeigen, in die sich das Objekt zuletzt bewegt hat. Ist der Pfeil türkis gefärbt, hat sich das Objekt in der letzten Zeit nicht bewegt. Ist der Pfeil orange gefärbt, befindet sich das Objekt in Bewegung. Ob sich ein Objekt bewegt oder nicht, entscheidet GPSSend mit Hilfe eines einstellbaren Zeitraums. Kommt innerhalb dieser Zeit keine neue Position herein, wird angenommen, dass sich das Objekt in dieser Zeit nicht bewegt hat. Was nicht heißen muss, dass es das tatsächlich nicht getan hat! Es kann auch sein, dass sich das dem Objekt zugehörige Smartphone in einem Funkloch befindet und es darum keine neue Position SENDEN kann ? oder dass man sich selbst in einem Funkloch befindet und darum keine neue Positionen EMPFANGEN kann.

Bewegungsdetektion

Ist man – zum Beispiel mit dem Mountainbike – unterwegs, möchte man nicht die ganze Zeit auf das Smartphone-Display starren, nur um herauszufinden, ob ein Freund gerade losgefahren ist. Es wäre doch viel praktischer, wenn in dem Moment, in dem sich ein Freund garantiert bewegt hat, ein akustisches Signal ertönt, dass einem beim Fahren signalisiert, dass sich soeben ein Freund in Bewegung gesetzt hat. Genau dieses Feature habe ich eingebaut.

Bewegungs-Schweif/-Track

Es gibt nun für jedes auf der Karte befindliche Objekt einen sogenannten Bewegungs-Schweif bzw. Bewegungs-Track. Auch dieser dient dazu, die Bewegung aller beweglichen, sich auf der Karte befindlichen Objekte besser verfolgen zu können. Dazu werden die letzten Positionen gespeichert, durch eine gepunktete Linie verbunden und auf die Karte gezeichnet. Dabei ist die Anzahl der zu speichernden Positionen nahezu beliebig wählbar. Wählt man eine recht geringe Anzahl aus, so ist über die dargestellte Länge des ‘Schweifs’ eine recht gute Einschätzung der momentanen Geschwindigkeit des Objekts bzw. des Freundes oder der Freundin möglich. Wählt man eine hohe Anzahl zu speichernder Positionen aus, so kann der gesamte Track des Objekts dargestellt werden.

Namen

Es ist möglich, die Account-Namen der Freunde, neben dem Pfeil auf der Karte anzuzeigen. Auch dies eine Funktion, die wesentlich dazu beiträgt, über die Bewegungen der Freunde einen guten Überblick zu bekommen.

Kategorien:GPSSend

Neue Karten machen GPSSend auch außerhalb Germanys interessant!

November 30, 2011 3 Kommentare

Mittlerweile bieten die Entwickler der von mir für die Darstellung von Karten verwendeten Bibliothek – mapsforge – auch fertige Karten für andere Länder als Deutschland an. Das macht meine App ‘GPSSend’ auch außerhalb Deutschlands interessant!

So finden sich neben vielen europäischen  Ländern wie Frankreich, Österreich, Schweiz und viele mehr, jetzt auch Teile von Nordamerika zum Download.

Ihr findet die Karten hier: http://download.mapsforge.org/maps/europe/

Kategorien:GPSSend

GPSSend – Manual (für 0.86)

September 14, 2011 21 Kommentare

GPSSend verwendet zur Darstellung von Karten die ‘mapsforge’-Bibliothek. Informationen zu dieser Bibliothek und der Verwendung in GPSSend finden sich am Ende dieses Textes.

Inhalt des Startbildschirms

Felder

Herzfrequenz

Ist GPSSend mit einem HxM Pulsgurt von Zephyr verbunden, wird hier die Herzfrequenz angezeigt.

km/h

Zeigt die aktuelle Geschwindigkeit in Stundenkilometern.

Zeit

Zeigt die seit dem Betätigen der ‚Start’-Schaltfläche vergangene Zeit in Stunden:Minuten: Sekunden an.

km

Zeigt die seit dem Betätigen der ‚Start’-Schaltfläche gelaufenen oder gefahrenen Kilometer an.

Pos.

Die Zahl vor dem Schrägstrich gibt an, wie viele geografische Positionen seit dem letzten Betätigen der ‚Start’-Schaltfläche erfasst worden sind. Die Zahl hinter dem Schrägstrich gibt an, wie viele Positionen noch nicht an den GeoRBL-Server versendet worden sind.

Diese Zahl ist im Normalfall immer sehr klein bzw. 0. Kommt es aufgrund von Funklöchern zu Kommunikationsproblemen, so kann es sein, dass es temporär nicht möglich ist eine Position zu versenden. In diesem Fall zeigt die Zahl die Anzahl der noch nicht versendeten Positionen an. Sie sollte nach Überwinden des Funklochs nach kurzer Zeit wieder kleiner werden und dadurch anzeigen, dass die Verbindung wieder besser ist.

Es geht keine Position verloren! Sie werden lediglich etwas später versendet.

Grad

Zeigt die Richtung in Grad an. Dies funktioniert nur, wenn man sich einige Sekunden oder Minuten bewegt hat. Steht man still an einem Ort oder bewegt sich nur minimal, ist der angezeigte Wert ungültig!

Mitteilungen (Grüner Bereich)

Hier erscheinen Mitteilungen der App oder des GeoRBL-Servers.

Checkboxen

Sound

Ist bei ‚Sound’ ein Haken gesetzt, so ertönt bei aktivierter automatischer Benachrichtigung und einer Bewegungslosigkeit des Smartphones für mehr als 30 Sekunden, ein Tonsignal. Das Signal ist dazu gedacht, dass man im Falle eines versehentlichen Ablegens und der damit verbundenen Bewegungslosigkeit des Smartphones, darauf aufmerksam gemacht wird, dass das Smartphone gleich eine Unfallmeldung als SMS oder Email versendet. Ab dem ersten Ton hat man weitere 30 Sekunden Zeit, das Smartphone für einen Moment zu bewegen, so dass das vorgesehene Versenden der Unfallmeldung storniert wird.

Wer sein Smartphone im Rucksack und diesen kurz auf dem Boden abgestellt hat, kann das Signal mit einem zarten Tritt gegen den Rucksack wieder abstellen.

Man hat natürlich auch die Möglichkeit das Tracking abzuschalten, in dem man die ‚Stop’-Schaltfläche betätigt.

Seit der Version 0.81 kann GPSSend beim Start die Lautstärke auf das 0.8-fache der maximalen Lautstärke setzen und beim Beenden wieder auf die ursprünglich eingestellte Lautstärke zurücksetzen. Der Hintergrund dieser Maßnahme ist die Sicherstellung einer ausreichenden Lautstärke für wichtige akustische Signale, wie zum Beispiel die Warnung, dass gleich eine Notfallmeldung versendet wird.

Sprache

GPSSend kann bei jeder neu erfassten Position die Gesamtanzahl der bisher erfassten Positionen und die Anzahl der noch nicht versendeten Positionen aussprechen. Dies ist zum Beispiel bei den ersten Einsätzen von GPSSend nützlich, wenn man der App noch nicht völlig vertraut und mitbekommen will, ob sie korrekt funktioniert. Setzt man die App öfters auf einer bestimmten Strecke ein, so kann man durch das plötzliche Erhöhen des Zählers für noch nicht versendete Positionen, erkennen, ob sich auf der Strecke ein Funkloch befindet.

Ist bei ‚Sprache’ ein Haken gesetzt, so wird automatisch ‚Sound’ deaktiviert und anstatt dem Tonsignal ein Text gesprochen, der auf das unmittelbare Versenden der Unfallmeldung hinweist.

Achtung: Wenn aufgrund eines sehr kurzen Intervalls oder aufgrund eines sehr zackigen Trackverlaufs in Kombination mit ‚Smarttracking’ sehr viele Positionen kurz nacheinander versendet werden, kommt die Sprachausgabe nicht mehr nach und sollte darum in solchen Situationen deaktiviert sein!

Schaltflächen

Start

Startet das Tracking. Dabei wird automatisch eine GPX-Datei auf einer eingelegten SD-Karte angelegt. Diese findet sich unter ‚sdcard/Android/data/com.example.gps/files’ und bekommt automatisch einen Dateinamen mit dem Aufbau ‚Jahr-Monat-Tag_Stunde-Minute-Sekunde’. Die Datei wird erst geschlossen, wenn die ‚RESET’-Funktion aus dem Menü aufgerufen wurde.

Die so erzeugten Dateien lassen sich später über USB auf einen PC kopieren.

Hat man die GPX-Datei mit ‚RESET’ geschlossen, so kann man sie direkt in GPSSend auf der Karte darstellen lassen. Dazu muss die Datei mit der Menü-Funktion ‚GPX-Datei auswählen’ ausgewählt werden. Nach dem nächsten Aufruf der Karte wird der in der GPX-Datei enthaltene Track auf der Karte in der Farbe Magenta dargestellt.

 

Stop

Stoppt das Tracking.

Map

Die Schaltfläche kann erst betätigt werden, wenn einmal eine gültige Position vom eingebauten GPS an die App übergeben wurde!

Sobald das passiert ist, kann mit einem Betätigen der Schaltfläche eine Landkarte aufgerufen werden. Es wird die aktuelle Position übergeben und die Karte zeigt die entsprechende Stelle in der Mitte der Karte. Die dargestellte Karte basiert auf den Daten von OpenStreetMaps.

Wer auf meiner Seite GeoRBL Biketracking Freunde definiert hat und wenn diese es erlaubt haben, werden auf der Karte auch die Positionen der Freunde angezeigt! Es ist auch möglich, diese durch einfaches Antippen zum Kartenmittelpunkt zu machen, so dass die Karte nach jeder Änderung der Position dieses Freundes die Karte auf diesen zentriert.

Einstellungen

Sendeschlüssel

Der Sendeschlüssel ist wichtig, wenn man Livetracking verwenden will. Man bekommt ihn durch eine Anmeldung auf GeoRBL-Biketracking. Nachdem man sich dort angemeldet hat wird er auf einer Info-Seite angezeigt. Er muss nur einmal in GPSSend eingetragen werden und kann dann wieder vergessen werden. Achtung: Bitte bei der Eingabe sehr gewissenhaft vorgehen und exakt auf Groß- und Kleinschreibung achtem!

Intervall

Hier kann die Zeit in Sekunden angegeben werden, die GPSSend zwischen dem einzelnen Versenden einer Position verstreichen lässt. Theoretisch kann man hier bis auf eine Sekunde hinunter gehen. Dies ist aber nicht empfehlenswert, da das Versenden einer Position etwas Zeit benötigt und es darum zu einem ‚Sendestau’ kommen kann. Dies ist dann an der hinteren Zahl unter ‚Positionen’ zu erkennen. Diese Zahl sollte normalerweise bei 0 sein und wird in einem solchen Fall aber ständig größer werden. Ein Wert von 3 Sekunden sollte leidlich funktionieren, aber mit dem voreingestellten Wert von 15 Sekunden ist man auf der sicheren Seite.

Livetracking

Ist hier ein Haken gesetzt, so wird mit einem Betätigen der ‚Start’-Schaltfläche das Livetracking gestartet. Ab jetzt kann ein Partner zu Hause die eigene Position live über die Webseite GeoRBL-Movetracker verfolgen.

Smarttracking

Bei manchen Anwendungen von GPSSend in Verbindung mit GeoRBL-Movetracker ist es wichtig, dass ein möglichst exakter Track erzeugt wird, da nur so automatisch festgestellt werden kann, ob man an bestimmten Punkten vorbei gekommen ist. Dies würde normalerweise ein kleineres Intervall als 15 Sekunden erfordern und damit sehr viele Positionsmeldungen erzeugen. Dies bedeutet sowohl eine höhere Belastung des Smartphones als auch eine höhere Datenmenge, die sich möglicherweise bei dem einen oder anderen mit einem ungünstigen mobilen Internettarif auf die Kosten auswirken könnte (Allerdings sind die Positionsmeldungen klein und üblicherweise kommt bei einem durchschnittlichen sportlichen Einsatz nur eine geringe Datenmenge zusammen) .

SMS Fernabfrage

Ist GPSSend aufgerufen, so kann die aktuelle Position per SMS abgefragt werden. Dazu muss das Tracking noch nicht einmal gestartet sein. Sobald eine SMS mit dem hier zu definierenden Schlüsselwort eingeht, startet GPSSend das Tracking, wartet bis eine gültige GPS Position vorliegt und sendet diese an das Handy oder Smartphone, von dem die SMS gesendet wurde, zurück. Die Funktion ist nur möglich, wenn hier bei ‚SMS Fernabfrage’ ein Haken gesetzt wurde.

Bei ‚Codewort’ kann ein beliebiges Schlüsselwort angegeben werden. Nur wenn die eingehende SMS dieses Schlüsselwort enthält, wird eine Position zurück gesendet!

Sensibilität

Die vom Beschleunigungssensor bei Bewegung zurück gelieferten Werte sind offenbar von Gerät zu Gerät verschieden. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, habe ich zwei verschiedene Einstellungen vorgesehen, die sich an den Geräten orientieren, auf die ich bisher Zugriff hatte. Die beiden Einstellungen können auch auf anderen Geräten ausprobiert werden.

Motorola Defy

Einstellung für Motorola Defy.

Samsung Galaxy Tab

Einstellung für Samsung Galaxy Tab.

Unfallmeldung

Hier finden sich alle Einstellungen, die mit dem automatischen Versenden einer Unfallmeldung zu tun haben.

SMS Benachrichtigung

Ist hier ein Haken gesetzt, so wird das Gerät bei aktiviertem Tracking und einer Bewegungslosigkeit von mehr als 60 Sekunden automatisch eine SMS versenden.

SMS Telefonummer

An diese Telefonnummer wird die SMS versendet.

SMS Text

Vor der Position wird der hier angegebene Text in die SMS eingefügt. Es bietet sich an, hier zusätzlich eine Telefonnummer anzugeben, an der der Empfänger der EMail sich über die Richtigkeit der eingegangenen SMS informieren kann.

EMail Benachrichtigung

Ist hier ein Haken gesetzt, so wird das Gerät bei aktiviertem Tracking und einer Bewegungslosigkeit von mehr als 60 Sekunden automatisch eine EMail versenden.

EMail Absender

Diese EMail-Adresse wird in die EMail als Absender eingetragen.

EMail Empfänger

An diese EMail-Adresse wird die EMail versendet.

Email Text

Dieser Text wird zusätzlich in die EMail eingefügt. Es bietet sich an, hier zusätzlich eine Telefonnummer anzugeben, an der der Empfänger der EMail sich über die Richtigkeit der eingegangenen EMail informieren kann.

SMTP Server

Der SMTP Server, über den die EMail versendet werden soll. Dies ist normalerweise der gleiche, den man auch bei seinem  PC EMail-Account eingetragen hat. Zum Beispiel ‚smtp.1und1.de’ – natürlich nur, wenn man bei denen Kunde ist!

SMTP Benutzername

Der Benutzername für den eigenen EMail-Account.

SMTP Passwort

Das Passwort für den eigenen EMail-Account.

Sprachausgabe

Einige von GPSSend im Betrieb ermittelten Werte können von Zeit zu Zeit akustisch ausgegeben werden. Hier kann man angeben, welche das sein sollen. Positionen werden immer ausgegeben, wenn eine neue Position versendet wird. Geschwindigkeit und Herzfrequenz werden ausgegeben, wenn sich der Wert um mindestens 3 Zähler verändert hat.

 

Log-Format

 

Track-Logging (Tracking)

Sobald GPSSend aktiv ist, versucht es erkannte Positionen in eine Datei zu schreiben (loggen). In Versionen vor 0.8 hat es dazu bei jedem Start und Stop eine Datei erzeugt. Ab Version 0.8 funktioniert das Logging komplett anders. Nun wird solange in eine Datei geschrieben, bis der Anwender explizit die ‚RESET’-Funktion aus dem Menü aufruft. In diesem Fall wird die aktuelle Datei geschlossen und eine neue Datei angelegt.

Dies hat folgende Konsequenz: Sieht man mit einem Dateimanager in das Verzeichnis von GPSSend (‚/sdcard/Android/data/com.tinkerpete.gps/files’), so ist die aktuellste dort sichtbare Datei grundsätzlich noch nicht geschlossen und kann darum nicht verwendet werden, um einen Track mit Google Earth oder einem ähnlichen Programm anzuzeigen bzw. es gibt immer eine noch nicht geschlossene Datei! Die aktuellste Datei darf nicht verwendet und nie gelöscht werden!

Möchte man die zuletzt geloggten Positionen in einem passenden Programm anzeigen, so muss die aktuelle Datei zuerst mit ‚RESET’ geschlossen werden.

In der Praxis bedeutet dies folgendes: Vor einer Tour ruft man einmal die ‚RESET’-Funktion auf. Dies sorgt dafür, dass eine neue Datei angelegt und ab jetzt in diese geloggt wird. Anschließend betätigt man die Start-Schaltfläche. Nach Beendigung der Tour betätigt man die ‚Stop’-Schaltfläche. Möchte man nun den Track nach Anstecken des Smartphones auf den Desktop kopieren oder in einem passenden Programm ansehen, so muss man noch einmal ‚RESET’-Funktion aufrufen.

Wenn man jetzt GPSSend bis zur nächsten Tour nicht mehr verwendet, ist es beim Start der nächsten Tour nicht erforderlich die ‚RESET’-Funktion aufzurufen.

Das neue Verfahren hat folgende Vorteile: Man kann das Tracking jederzeit stoppen und wieder neu starten ohne dass jedes Mal eine neue Datei erzeugt wird. Will man zum Beispiel eine Pause machen, oder stürzt GPSSend aus irgendeinem Grunde ab und man muss es neu starten, so wird beim neuen Verfahren nach erneutem Betätigen der ‚Start’-Schaltfläche in die schon beim letzten Start verwendete Datei geschrieben.

Das Format, indem die Positionen aufgezeichnet werden, kann hier gewählt werden. Momentan kann zwischen GPX und KML gewählt werden. Wird das Smartphone nach dem Logging mit einem Desktop-Rechner verbunden und die Speicherkarte bei einer USB-Verbindung als USB-Massenspeicher freigegeben, so kann diese in einem Dateimanager durch Doppelklick direkt in Google Earth geöffnet und angezeigt werden. Allerdings enthält das Format momentan nur die Position und die Höhe.

Ich persönlich verwende darum immer das GPX-Format, welches erst durch ‚Öffnen’ in Google Earth importiert werden muss. Dafür enthält dieses Format noch einige zusätzliche Angaben wie Geschwindigkeit und Herzfrequenz.

Mapsource

Die GPX-Datei von GPSSend enthält einige zusätzliche Werte, die leider nicht mit dem -bekannten Programm ‚Mapsource’ von der Firma Garmin kompatibel sind. Setzt man bei ‚Mapsource’ einen Haken, so werden diese zusätzlichen Werte weg gelassen und die GPX-Datei kann auch mit Mapsource eingelesen werden. Ein gutes Programm für den PC unter Windows XP, welches problemlos auch die zusätzlichen Werte verarbeiten kann, findet man hier: Knackes News

Koordinaten-Format

GPSSend kann jetzt die Koordinaten von Freunden im UTM-Format auf der Karte darstellen! Falls Eure ‘Freunde’ Einsatzfahrzeuge von Bundeswehr, Katastrophenschutz, Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei oder einer sonstigen Hilfsorganisation sind, könnte dies für Euch von Bedeutung sein.

Die eingebaute Kartenfunktion

Zur Darstellung von Karten verwendet GPSSend die Java-Bibliothek ‚mapsforge’ von der ‚Freien Universität Berlin’:

mapsforge

Entwickler, die diese Bibliothek verwenden, müssen die von den Entwicklern der Bibliothek verwendete Lizenz beachten. Ursprünglich war dies die GPL3. Sie forderte vom Entwickler die Veröffentlichung seines Quellcodes, zu dem viele Entwickler nicht bereit sind. So auch ich. Darum löste ich die Kartenfunktion aus GPSSend heraus und veröffentlichte eine eigene App mit der Bezeichnung GPSSendMap! Seit kurzem (11.05.2011) haben sich die Entwickler von mapsforge dazu entschlossen eine weniger restriktive Lizenz zu verwenden: LGPL

Dies ermöglichte es mir, die Kartenfunktion wieder in GPSSend zu integrieren.

Besonderheiten

GPSend besitzt, im Gegensatz zu vielen anderen Kartenviewern auf Android-Geräten, zwei Vorteile: Es verwendet Kartenmaterial von OpenStreetMap (veröffentlicht unter CC-BY-SA 2.0) und es kann auch ohne ständige Online-Verbindung Karten darstellen! Viele andere Android Apps arbeiten auch offline mit OpenStreetMap, erfordern dafür aber die vorherige Übertragung von so genannten Kacheln (Tiles) auf das Smartphone. Für GPSSend wird lediglich eine einzelne, ‚map’-Datei benötigt. Diese kann man hier downloaden:

ftp://ftp.mapsforge.org/

Für dort noch nicht existierende Gebiete habe ich eine Anleitung geschrieben, mit der es möglich ist, eine solche ‚map’-Datei selbst zu erzeugen, bzw. zu konvertieren. Die Anleitung findet man hier:

http://tinkerpete.wordpress.com

Die bei anderen Kartenviewern verwendete Kacheltechnik benötigt bei gleichem Kartenausschnitt auch wesentlich mehr Speicherplatz.

 

 

 

Einstellungen

Hier kann angegeben werden, ob die Karte offline gerendert werden soll oder ob die Karte von online zur Verfügung stehenden Servern geholt werden soll. Im Falle des ‚Offline Renderings’ kann die zu verwendende Kartendatei angegeben werden.

Pfad zur ‚map’-Datei

Wird die Möglichkeit des Offline Renderings verwendet, so muss eine gültige ‚map’-Datei auf dem Smartphone vorhanden sein. Hier muss der Ort der ‚map’-Datei angegeben werden. Pfade können zum Beispiel ‚/sdcard/hessen.map’ oder ‚/sdcard/external_sd/hessen.map’ (auf dem Samsung Galaxy Tab) sein.

Karten-Modus

Hier kann eines von vier verschiedenen Render-Verfahren gewählt werden. Wählt man ‚Canvas Renderer’, so wird auf die im Smartphone vorliegende ‚map’-Datei zugegriffen. Die anderen Einträge greifen auf Online-Server zurück, so dass man notfalls auch ohne ‚map’-Datei eine Karte zu Gesicht bekommt. Zusätzlich ermöglichen die drei anderen Einträge auch unterschiedliche Darstellungsvarianten der Karte. Einfach einmal ausprobieren!

Die Kacheln können nur geladen werden, wenn man in einem WLAN ist oder die mobile Datenverbindung verwendet. Grundsätzlich funktioniert das auch prima, dürfte aber trotzdembei echter Outdoor-Verwendung von GPSSendMap, schnell nerven, da bei schlechter Verbindung oder einem Funkloch, die Kacheln nicht ausreichend schnell geladen werden.

Auf Objekt zentrieren

Wenn man einen bestimmten Freund oder eine bestimmte Freundin nicht aus dem Auge verlieren will, kann man ihn oder sie einfach antippen. Anschließend wird die Karte nach jeder Positionsaktualisierung auf das einmalig angetippte Objekt zentriert!

Notfälle im Fahrradsport

Auch wenn ich GPSSend ursprünglich zum Eigenbedarf entwickelt habe, habe ich jetzt letztens im Android Market gesehen, dass doch schon über 1000 Leute GPSSend downgeloadet haben. Was mich dazu gebracht hat, einmal ein wenig im Internet zu recherchieren, um zu sehen ob es im Web schon Reaktionen auf GPSSend gibt.

‘grummbeere’ hat sich mit dem Thema ausführlicher beschäftigt, als ich es bis jetzt getan habe. Sein sehr interessanter und gewissenhafter Bericht findet sich hier. Auf HNA.de findet sich ein kurzer Bericht zu dem von grummbeere beschriebenen Vorfall.

grummbeere hat ein paar Tage später noch eine Ergänzung geschrieben – die findet sich hier.

Das nicht nur Mountainbikefahrer in Situationen kommen können, in denen es besser ist schnell gefunden zu werden, zeigt dieser Fall eines Rennradfahrers.

Das Thema ist aktueller als ich gedacht hätte.

Kategorien:Android, GPSSend

GPSSend – Motorola Defy – Bikertech – Halterung

März 7, 2011 29 Kommentare

[Ergänzungen - siehe unten] Heute will ich Euch einmal ein wenig zum Hintergrund meiner Android App ‘GPSSend’ erzählen.

Ich denke es war 2007, als ich darüber nachdachte, wie ich auch im Winter meinem Lieblingssport Mountainbike-Fahren nachgehen könnte. Es war ein gutes Fahrradjahr für mich gewesen und entsprechend war ich gut in Form. Ich fuhr damals ungefähr drei Mal die Woche. Da ich tagsüber meinem Job als Software-Entwickler nachgehe, kam ich immer erst abends zum Fahren und mit der beginnenden ‘dunklen’ Jahreszeit wurde dass immer schwieriger. Ein Bekannter hatte mir erzählt, dass er auch abends bzw. nachts bikte und ich dachte mir, dass musst Du auch einmal ausprobieren.

Zuerst fing ich an nach passenden Lampen zu suchen und stieß auf die LED-Taschenlampe Fenix L2D, die ich auch heute noch gelegentlich einsetze. Da es mir fern liegt, den Wald flutlichtartig auszuleuchten und der Tierwelt glauben zu machen, hier kommt ein Fussballplatz vorbei gefahren, schieden Lampen vom Schlag einer Lupine Betty – oder wie sie alle heißen – von vornherein aus. Das verhindert zwar auch, dass ich mich im Winter irgendwelche Trails hinab stürzen kann, aber mir ging es im Wesentlichen um die Aufrechterhaltung meiner Kondition und das klappt auch mit einer Taschenlampe. Heute verwende ich übrigens oft eine kleine, feine Liteflux LF5XT, die es allerdings nicht mehr zu kaufen gibt. Obwohl sie weniger Lumen als die L2D hat, bringt sie die wenigen Lumen besser auf den Weg, da sie besser fokussiert. Als Service-Lampe ist übrigens eine Kopflampe, wie die Zebralight H50-Q5 super geeignet. Von der gibt es aber – glaube ich – nur noch Nachfolgemodelle. Viele Infos findet ihr auf meiner alten LED Taschenlampenseite. Obwohl nicht mehr groß gepflegt, finden sich da noch einige interessante Informationen für Taschenlampen-Fans.

Ok, zurück zum Thema. Ich habe dass dann wirklich durchgezogen und bin im Winter 2007/2008 jede Woche mindestens einmal im Dunkeln gefahren. Als es immer dunkler und kälter wurde, kam irgendwann die Frage auf, was passiert, wenn ich mich auf Schnee und Eis (ja wirklich!) so auf die Nase lege, dass ich nicht mehr aufstehen kann? Bei ungefähr Null Grad und in leichten Radklamotten könnte das möglicherweise ein ungünstiges Ende für mich haben. Damit war die Grundidee für GPSSend geboren!

Die Idee war, dass mich jemand zu Hause am Computer direkt auf Google Maps verfolgen kann (Livetracking). Das heißt, ich musste sowohl einen Server- als auch ein Clientprogramm entwickeln. Da ich zu der Zeit beruflich ein ITCS-System entwickelte, dachte ich daran, gleich eine Art Mini-ITCS zu programmieren. Es dauerte dann allerdings bis in den Frühling, bis ich erstmals voller Freude auf meinem Mountainbike durchs Dorf radelte und mit meinem eigenen Programm die ersten Positionen an meinen Server sendete! :-) Ich musste mich dazu extra in C# einarbeiten, da der Client – also die erste GPSSend-Version – auf einem Windows Mobile Smartphone (HTC Orbit2) laufen sollte. Was war ich stolz! ;-)

Schnell war klar, dass das Livetracking zwar für vieles interessant ist, aber man kaum erwarten konnte, dass meine Partnerin nun abends 2 Stunden vor dem Rechner herum hängt, um zu sehen ob ich mich noch bewege. Die hat da auch Besseres zu tun. Andererseits war es schon ein beruhigendes Gefühl für sie, wenn sie gelegentlich einen Blick auf die Karte warf und sah, dass ich mich noch bewegte. Es musste ein Mechanismus her, der sie automatisch benachrichtigte, wenn ich dass nicht mehr tat. Also mich nicht mehr bewegen. Ursprünglich sollte dass der Server machen, er sollte feststellen, wenn zwar noch Positionen herein kamen, aber sie alle vom gleichen Ort waren – ein gutes Indiz für einen verunglückten Nightbiker. ;-)

Erst einmal verlor ich das Thema aber aus den Augen. Ich programmierte zwar noch die Erkennungsfunktionen für den Server (der übrigens auf einem Netbook läuft), aber nicht mehr die automatische EMail-Benachrichtigung, die ich mir vorgestellt hatte. Die hätte aber auch nicht so viel gebracht, da damals Smartphones noch nicht so verbreitet waren wie heute und meine Partnerin dann ja ständig das EMail-Programm auf neu eingegangene EMails hätte prüfen müssen. Also Polling statt Pushing.

Knapp zwei Jahre später bekam ich einen HTC HD2. Der besaß einen Beschleunigungssensor und damit die Lösung meiner Probleme. Ich ergänzte GPSSend um Funktionen, die den Sensor auswerteten und dadurch feststellen konnten, ob sich der Biker noch bewegt oder nicht und falls nicht, versendet es einfach eine SMS. Da heutzutage jeder ein Handy in seiner Nähe hat, ist so eine relativ sichere Benachrichtigung gewährleistet. GPSSend für Windows Mobile gibt es übrigens immer noch hier.

Nun verging wieder einige Zeit, in der ich GPSSend ernsthafte nutzte. Und nicht nur im Winter und in der Nacht. Ich kann mich an eine wunderschöne Tour im letzten Sommer erinnern, während der ich zwar meinen HD2 dabei, aber GPSSend nicht aktiviert hatte. Gegen Ende meiner Tour kam ich an einen der besten Singletrails im Odenwald und überlegte, ob ich da jetzt zum krönenden Abschluss meiner Tour hinunter fahre. Ich hatte aber keinen Helm dabei und war mir darum nicht sicher. Schließlich entschied ich mich GPSSend zu starten, um so im Falle eines Falles wenigstens eine winzige Chance zu haben, dass mich jemand rechtzeitig findet…

2007 hatte Apple das iPhone auf den Markt gebracht und damit den Smartphone Markt revolutioniert. Da Apple ein wenig restriktiv ist, habe ich mich über die Vorstellung von Googles Android gefreut. Irgendwann zeichnete sich ab, dass beide sehr erfolgreich sind und sein werden. Da ich generell an Neuem sehr interessiert bin, wollte ich Android gerne ausprobieren. Im Sommer 2010 hatten einige wirklich gute Programmierer es geschafft, Android auf meinem HD2 zum Laufen zu bringen. Siehe hier. Dies nutzte ich sogleich aus und lernte auf meinem HD2 Android zu programmieren. Im Herbst 2010 hatte ich dann eine allererste Version von GPSSend für Android. Ursprünglich wollte ich es eigentlich dabei belassen. Dann reizte es mich aber doch, die App soweit zu entwickeln, dass man sie als App im Market zur Verfügung stellen konnte.

Im Zuge dessen lernte ich Android immer besser kennen und baute immer mehr Features in GPSSend ein:

  • Automatische Unfallmeldung
  • Livetracking
  • Zephyr Pulsgurtunterstützung
  • Offline Karte (Moving Map)
  • Sprachausgabe von Herzfrequenz, Geschwindigkeit und Anzahl versendeter Positionen
  • Anzeige der Freunde auf der Karte!
  • Einblendbarer Track!
  • Automatische GPX-Datei Erzeugung
  • Neues Design

Mit so vielen Funktionen versehen fragte ich mich eines Tages, ob es nicht Zeit wäre, den alten Garmin Edge 705 durch meine eigene App zu ersetzen? Da ich zu Weihnachten 2010 ein Motorola Defy geschenkt bekommen hatte, besaß ich schon das richtige Smartphone für derlei Überlegungen. Denn das Defy ist das erste auf Android basierende Outdoor-Smartphone!

Also habe ich GPSSend noch schnell so umgebaut, dass die mir am wichtigsten erscheinenden Daten auf dem Display ausgegeben werden und dann nach einer passenden Halterung gesucht. Bei Bikertech wurde ich schließlich fündig. Die Halterung besteht aus zwei Teilen aus Kunststoff (sie sind darum nicht so schwer, wie man aufgrund der Bilder glauben kann), die über Gummistücke verbunden werden. Es gibt eine spezielle Grundplatte für das Motorola Defy, welche mit verschiedenen Schellen kombiniert werden kann. Darunter welche für den Vorbau oder den Lenker. Da es möglichst leicht sein sollte und am Vorbau schon der Edge sitzt – den ich zumindest in der Probezeit noch einsetzen werde – habe ich mich für eine Schelle für den Lenker entschieden. Bei der Bestellung kann man den gewünschten Durchmesser der Schelle angeben. Ich habe 32 mm angegeben, da ich an allen 3 Bikes, die ich zurzeit verwende, einen konifizierten Lenker besitze, der an der dicksten Stelle 32 mm dick ist. Das heißt, es könnte sein, dass der Lenker von meinem Rennrad sogar noch ein wenig dicker ist.

Jedenfalls hatte ich die Halterung mittlerweile an allen 3 Bikes dran und bin auch jeweils mindestens eine Tour gefahren. Bis jetzt hat die Halterung gut gehalten und sich auch nicht durch Erschütterungen verdreht oder gar gelöst. Wenn die Schelle so platziert wird, dass die eine Seite auf dem 32 mm Durchmesser sitzt und die andere schon im dünner werdenden Bereich, kann man etwas Gummimaterial zwischen Schelle und Lenker schieben. Bei der Bestellung kann man dies gleich mit angeben.

Das Defy lässt sich superschnell in die Halterung einlegen und auch wieder entnehmen. Trotzdem ist es bis jetzt nicht heraus gefallen. Dabei habe ich mit dem Rennrad schon schlimmste Schlaglochstraßen in Darmstadt gefahren und bin mit dem Mountainbike ein paar Singletrails hinab gesaust.

Tja, was soll ich sagen: Die Tage der Spezialisten wie dem Garmin Edge 705 oder dem neuen 800 sind gezählt. Es gibt natürlich nicht nur GPSSend, sondern eine Fülle anderer Programme, die für Biker geeignet sind. Zum Beispiel Oruxmaps. Und wenn dann noch ein Bluetooth Pulsgurt dazu kommt, wie der Zephyr HxM, ist die Anwendungsvielfalt eines Android Smartphones gigantisch. Mal eben mit ‚btHeart’ den Pulsverlauf genauer beobachten oder gleich eine Grafik mit den verschiedenen Herzfrequenzzonen ansehen? Mal schnell mit Google Maps nachgesehen, wo man gerade ist? Und wir sind erst am Anfang einer Entwicklung, die bestimmt noch einige positive Überraschungen für uns bereithält.

Trotzdem möchte ich Euch noch einmal GPSSend nahe legen. Es besitzt schon jetzt einige bemerkenswerte Funktionen. Neben relativ normalen Dingen wie die Anzeige der wichtigsten, einen Fahrradfahrer interessierenden, Daten wie Herzfrequenz, Geschwindigkeit, gefahrene Zeit, gefahrene Kilometer, gibt es folgende Besonderheiten:

Automatische Unfallmeldung

Dazu habe ich oben ja schon einiges geschrieben. Es ist eines der Hauptfeatures von GPSSend. Es liegt mir viel daran, dass diese Funktion einwandfrei funktioniert. Dazu gibt es auch weitere Ideen, die ich in nächster Zeit noch implementieren werde.

Livetracking

Ein sehr stabiles Livetracking, welches in der Lage ist, bis hinab zu einem Intervall von ca. 2 Sekunden die aktuelle Position an einen Server zu senden. Besser sind allerdings 15 Sekunden und aktiviertes Smartracking. GPSSend lässt sich von Funklöchern nicht aus der Ruhe bringen und versendet die Positionen dann einfach etwas später. Dies ist vor allem dann von Bedeutung, wenn der Anwender eine meinem Server bekannte Vergleichsstrecke entlang fährt und anschließend korrekte Zeiten ermittelt werden sollen.

Vergleichsstrecken

Ich kann meinem Server bestimmte geografische Punkte angeben und definieren, dass diese zu einer bestimmten Vergleichsstrecke gehören. Damit ist eine Strecke gemeint, die von vielen Rennrad- oder Mountainbike-Fahrern als Vergleichsmaßstab genommen wird. Die Motivation dahinter ist die gleiche, die hinter einem Projekt wie der Frankenstein-Trophy steckt. Nur dass das Mitteilen der Zeiten nicht manuell erfolgt. Stattdessen werden die durch das aktivierte Livetracking in Echtzeit gesendeten Positionen direkt zum Server gesendet und automatisch einmal am Tag ausgewertet. Da ist es natürlich sehr wichtig, möglichst genaue Daten zu haben und dies gewährleistet das in GPSSend eingebaute Livetracking.

Wer übrigens Vorschläge für solche Strecken hat, sende mir einfach einen Track und ich werde sehen, dass ich diesen möglichst schnell auf meinem Server als Vergleichsstrecke definiere!

Zephyr Pulsgurtunterstützung

Die Pulsgurtabfrage habe ich eigentlich nur eingebaut, weil ich sie demnächst zusätzlich für die automatische Unfallmeldung verwenden will. Andererseits ist die Pulsfrequenz eine der interessantesten Informationen beim Biken und so will ich sie jetzt nicht mehr missen. Die Pulsfrequenz wird mit in die GPX-Datei geschrieben und kann von der Sprachausgabe ausgegeben werden.

Offline Karte (Moving Map)

Viele Apps für Wanderer und Biker haben mittlerweile eine Kartenfunktion integriert. Allerdings basieren diese meist auf Kacheln, die entweder unterwegs über die mobile Datenverbindung geladen werden müssen oder aber vorher (also vor der Tour) mit Hilfe irgendwelcher Tools – zum Beispiel dem Mobile Atlas Creator – downgeloadet und auf der SD-Karte gespeichert werden müssen. GPSSend verwendet eine alternative Methode. Auch hier muss man vorab eine Datei auf das Smartphone kopieren. Es ist aber keine Kachel, sondern eine spezielle MAP-Datei, erzeugt aus OpenStreetMap Daten, aus der dann GPSSend in Echtzeit Kacheln generiert! Das ist recht elegant und funktioniert flott. Diese Funktionalität habe ich nicht selbst programmiert. Sondern über eine ‚mapsforge’ genannte Library in GPSSend integriert. Diese gibt es noch nicht lange und demgemäß gibt es noch nicht viele Karten als MAP-Datei. Wie man sich Karten selbst konvertieren kann, habe ich hier beschrieben.

Der große Vorteil der Offline Karte ist es, dass unterwegs keine mobile Datenverbindung bestehen muss. Und auch wenn man Livetracking aktiviert hat, so ist es nicht notwendig ständig Kacheln zu laden und somit das Livetracking zu stören bzw. große Datenmengen downzuladen.

Anzeige der Freunde auf der Karte

Hierzu muss ich einmal ein paar Extraworte verlieren: Zuerst einmal – woher kennt GPSSend eigentlich meine Freunde? Dazu muss man sich auf meinem Server einmal angemeldet haben und die Freunde – die sich dort ebenfalls angemeldet haben müssen – definieren. Dies ist relativ einfach. Man kann in einer Liste nach dem Loginnamen des Freundes suchen und ihn dann einfach durch Anklicken in die Freundeliste aufnehmen. Dazu muss der Freund natürlich seinen Loginnamen mitgeteilt haben. Das reicht aber noch nicht für die Anzeige aus! Denn der Freund muss umgekehrt Deinen Loginnamen in seine Zuschauerliste aufgenommen haben! Jetzt erst kann GPSSend die Freunde in der eingebauten Karte anzeigen. Ihr werdet jetzt stöhnen und sagen, dass das ja ziemlich aufwendig ist. Stimmt! Der Hintergrund ist maximale Sicherheit. Es ist sicher nicht in Eurem Interesse, dass jedermann Eure aktuelle Position im Internet sehen kann, oder? Außerdem ist der Vorgang der Freundes-Definition nur einmal durchzuführen und die Freunde-Anzeige funktioniert anschließend vollkommen unauffällig.

Die Anzeige der Freunde auf der Karte ermöglicht viele interessante Anwendungen. Wenn man sich an einem gemeinsamen Treffpunkt verabredet, kann man schon auf dem Weg dorthin sehen, wo die Freunde gerade sind, ihnen möglicherweise entgegen fahren oder einfach wissen, sie sind unterwegs und kommen gleich. Fährt man zusammen, ist aber unterschiedlich leistungsfähig, so ist es möglich größere Abstände zuzulassen, da man auf der Karte jederzeit sehen kann, ob der andere noch fährt und wo er ist. Mir schwebt auch so eine Art ‚Räuber und Gendarm’-Spiel vor, bei dem man sich gegenseitig im Wald auf Mountainbikes jagt. Ich denke da macht Training jede Menge Spaß und sorgt nebenbei für hartes Intervalltraining mit hohen Pulsfrequenzen.

Einblendbarer Track

Auf der Karte kann ein Track eingeblendet werden. Das kann eine der automatisch von GPSSend gespeicherten GPX-Dateien sein, oder ein vom PC auf die SD-Karte übertragender Track, der zum Beispiel mit ‚bikemap.net’ erzeugt wurde. Übrigens kann man mit bikemap.net in wenigen Minuten komplexe Tracks erzeugen, wenn die ‚Magnet’-Funktion aktiviert wurde!

Da die Kartenfunktion von GPSSend als ‚Moving Map’ implementiert wurde, ist es bei eingeblendetem Track möglich diesem nachzufahren und GPSSend so als Navigationshilfe zu verwenden.

Wenn man nach der Tour mit Freunden zusammen die gefahrene Strecke betrachten will, wählt man einfach die gerade gefahrene Strecke aus den gespeicherten GPX-Dateien aus.

Ergänzungen:

Nach einigen Wochen weiterer Erfahrung mit GPSSend auf dem Defy:  Ich bin jetzt, unter anderem, ein paar Mal eine größere Runde durch den Odenwald mit dem Mountainbike gefahren. Das Defy hält bei aktiviertem Livetracking (!), Zephyr-HxM Bluetooth-Abfrage (also dem Pulsgurt) und voll aktiviertem Display mindestens 3 Stunden durch. Danach hat das Akku-Symbol in der Status-Zeile seine Farbe von grün auf orangerot gewechselt. In dieser Zeit konnte ich immerhin 47 Geländekilometer und 1100 Höhenmeter fahren.

Wer nur Livetracking einsetzt, kann das Defy bestimmt wesentlich länger einsetzen, da man dafür kein Display benötigt. Es gibt allerdings Android-Smartphones, die, wenn man das Display ausschaltet, auch nicht mehr den Beschleunigungs-Sensor abfragen – bei denen muss man leider das Display an lassen.

Mir reicht eine Zeit von 3 Stunden locker für 90% meiner Touren. Wer länger fährt, muss sich um eine Zusatz-Stromversorgung bemühen. Siehe dazu auch die Kommentare hier.

Der Halter hat auch auf heftigsten Singletrails keine Probleme gemacht und auch das Defy hält locker mit. Schlammspritzer können anschließend einfach abgespült werden. Wie ich schon einmal schrieb, denke ich, dass die Erschütterungen von einem Rennrad auf schlechter Straße sowieso härter für das Defy sind (und die hat es auch ausgehalten).

Wie kann man OpenStreetMap in ‚map’-Dateien für GPSSend konvertieren?

Februar 12, 2011 27 Kommentare

[Update: Mittlerweile gibt es für GPSSend passende Karten direkt zum Download. Die Entwickler von 'mapsforge' bieten einen entsprechenden Service an. Die Karten kann man von hier downloaden: http://download.mapsforge.org/maps/europe/]

Damit GPSSend für Android Karten darstellen kann, verwendet es eine Library namens ‚mapsforge’. Für interessierte Programmierer ist sie hier zu finden. Die Library kann sowohl Online – als auch Offline arbeiten. Verwendet man letzteres, so benötigt sie Kartenmaterial in Form eines besonderen Formats – ich nenne es der Einfachheit halber ‚map’-Datei.

Hier gibt es eine App mit der Bezeichnung ‘AdvancedMapViewer-0.2.1.apk’, die als Demo für die mapsforge-Library und dem Kartenformat dient.

Leider gibt es im Moment noch recht wenige geografische Gebiete in diesem Format. Aktuell gibt es hier folgende drei Gebiete zum Download:

  • Bremen
  • Hamburg
  • Berlin

Lädt man sich eine dieser Dateien herunter, kopiert sie auf sein Android-Smartphone und stellt in GPSSend bei ‚Pfad zur ‚map’-Datei’ den Pfad entsprechend ein, so kann GPSSend mit diesen Dateien arbeiten.

Karten selbst konvertieren

Im nachfolgenden Text zeige ich Euch, wie man sich solche Dateien selbst unter Windows XP konvertieren kann!

Um es klar zu sagen, diese Anleitung ist nichts für ‚Weicheier’! Man muss einiges downloaden, installieren und konfigurieren um zum Ziel zu kommen. Wer sich davor scheut, sollte es besser gleich bleiben lassen.

Dazu gibt es zwei verschiedene Ansätze, denn das ‚Rohmaterial’ für die Konvertierung kann man sich auf verschiedene Weise downloaden oder erzeugen.

Erdteile, Länder

Größere Gebiete lädt man sich am besten bei der Geofabrik im Format ‚osm.pbf’ herunter. Man findet sie hier. Es ist nicht empfehlenswert, wenn man nicht gerade einen absoluten ‚Power’-Rechner besitzt, ein Land größer als ein Bundesland auszuwählen, da dann die Konvertierung sehr, sehr lange dauern kann. Ich habe den Versuch, ‚germany.osm.pbf’ zu konvertieren, abgebrochen, nachdem mein Rechner (Dual-Core mit 2 GByte) damit einen ganzen Samstag beschäftigt war!

Individuelle Gebiete

Kleinere Gebiete kann man direkt von openstreetmap.org downloaden. Dazu selektiert man einfach den in Frage kommenden Bereich, klickt oben im ‚Reiter’-Bereich auf ‚Export’, wählt anschließend ‚OpenStreetMap-XML-Daten’ und klickt dann noch einmal auf die Schaltfläche ‚Export’. Wenn der Bereich nicht zu groß war, kann man kurz darauf eine Datei ‚map.osm’ downloaden.

Es ist eine sehr gute Idee, wenn man sich die – nach dem Anklicken des ‚Reiters’ ‚Export’ erscheinenden Koordinaten des ausgewählten Bereichs – aufschreibt, denn diese braucht man noch!

Der so herunter geladene Bereich ist leider im Format ‚osm’ und muss noch ins Format ‚osm.pbf’ konvertiert werden.

Osmosis

Um die herunter geladenen Dateien zu konvertieren, benötigt man das Tool Osmosis. Osmosis dient dazu OpenStreetMap Daten zu verarbeiten. Uns braucht hier nicht zu interessieren, was man mit Osmosis im Einzelnen machen kann, auch wenn dies sicher für jene, die tiefer in OpenStreetMap und seine Möglichkeiten einsteigen wollen, sehr interessant ist.

Auf der Seite findet sich ein Verweis auf ‚osmosis-latest.zip’, der es einem ermöglicht Osmosis herunterzuladen. Nach dem Auspacken in einem beliebigen Verzeichnis findet man ein Verzeichnis ‚osmosis-0.38’ oder ähnlich, mit einigen Unterverzeichnissen. Dies nenne ich ab jetzt ‚Osmosis-Root’.

Osmosis benötigt Java! Java muss auf dem Rechner installiert sein!

Man benötigt aber noch mehr Tools:

mapsforge-mapfile-writer-0.2.1.jar

Trove

Vorbereitungen

In Osmosis-Root legt man ein Verzeichnis ‚plugins’ an und kopiert dort die Datei ‚mapsforge-mapfile-writer-0.2.1.jar’ hinein.

In das Verzeichnis ‚lib\default’ von Osmosis-Root kopiert man die Datei ‚trove-3.0.0rc1.jar’ aus der ‚Trove’-Zipdatei. Man findet sie in ‚lib’. Ich habe sie anschließend von ‚trove-3.0.0rc1.jar’ in ‚trove-3.x.jar’ umbenannt.

Anschließend habe ich mir noch die 2 Verzeichnisse ‚data’ und ‚tmp’ in Osmosis-Root angelegt. In ‚data’ kopiere ich mir die downgeloadeten Dateien wie ‚map.osm’ oder ‚hessen.osm.pbf’. ‚map.osm’ von openstreetmap.org nenne ich nach dem Download immer in einen Namen um, der das in OpenStreetMap markierte Gebiet beschreibt, also zum Beispiel ‚torbole.osm’ wenn ich einen Bereich um das Fischerdorf am Gardasee downgeloadet habe.

Konvertierung

Wie vermutlich schon aufgefallen ist, haben wir es mit zwei verschiedenen Dateiformaten zu tun: ‚osm’ und ‚osm.pbf’. Die ‚osm’-Dateien, die man bei einem Download direkt über openstreetmap.org bekommt, müssen darum erst in das Format ‚osm.pbf’ konvertiert werden. Auch das geht mit Osmosis. Im nachfolgenden Text gebe ich jetzt einige Kommandos an, die in einem Kommandozeilenfenster von Windows XP angegeben werden müssen. Damit sie funktionieren, muss man im Kommandozeilenfenster mit ‚cd’ das Verzeichnis Osmosis-Root ausgewählt haben!

Die Beispiel-Kommandos zeigen beispielhaft (fett markierte Dateinamen müssen entsprechend ersetzt werden) wie man eine Datei ‚hessen.osm.pbf’ in einen ‚map’-Datei, einen ‚torbole.osm’ in einen ‚osm.pbf’-Datei und diese anschließend in eine ‚map’-Datei konvertiert.

Beim letztem Schritt muss man im Kommando den geografischen Bereich angeben, den man zuvor von openstreetmap.org downgeloadet hat! Man beachte dabei die Reihenfolge der einzelnen Koordinatenwerte, erst kommt die obere linke Ecke, dann die untere rechte Ecke! Die Angabe, die bei ‚openstreetmap.org in Form eines Kreuzes dargestellt ist, zeigt oben den Wert für die rechte untere Ecke!!!

Für die Konvertierung von osm zu pbf:

bin\osmosis --rx data\torbole.osm --write-bin
  tmp\torbole.osm.pbf omitmetadata=true

Für die Konvertierung von pbf zu map mit Dateien von der Geofabrik:

bin\osmosis --rb file=data\hessen.osm.pbf
  --mapfile-writer file=tmp\hessen.map type=hd

Für Konvertierung von pbf zu map mit Dateien von openstreetmap.org:

bin\osmosis --rb file=data\torbole.osm.pbf    --mapfile-writer file=tmp\torbole.map bbox=45.8594,10.8402,45.8995,10.8986

Man beachte vor den Parametern den Bindestrich: Er besteht aus zwei einzelnen Bindestrichen! Es ist möglicherweise besser, diese Kommandos nicht mit Cut-und-copy aus diesem Text zu entnehmen, sondern wirklich selbst einzutippen!

Kategorien:Android, GPSSend

Kann ein Smartphone Leben retten?

Januar 17, 2011 1 Kommentar

Meine App GPSSend gibt es jetzt endlich auch im Android Market. Mittlerweile habe ich alle wesentlichen Funktionen der Windows Mobile Version nachprogrammiert und noch einige neue dazu. Lediglich die Darstellung der OpenStreetMap-Karte fehlt – aber die war auch in der Windows Mobile Version noch im Entwicklungsstadium.

Features:

  • Livetracking – Dein Partner sieht wo Du gerade bist (Siehe dazu auch hier)!
  • Smarttracking – Macht Kurvenverläufe smoother und spart trotzdem Positionen.
  • Automatisches Speichern des Tracks auf einer Speicherkarte.
  • Sprachausgabe – Spricht die Anzahl der Positionen und der aktuell noch nicht versendeten Positionen!
  • Position als SMS versenden.
  • Position als EMail versenden.
  • Unfallüberwachung - Detektiert, ob Du noch läufst, fährst, schwimmst oder fliegst und falls nicht, wird automatisch eine SMS oder EMail mit Deiner Position an eine einstellbare Telefonnummer oder EMail-Adresse versendet!

Und um zur Überschrift zurück zu kommen: Was ist, wenn das Smartphone versehentlich eine SMS oder eine EMail an 112 sendet? Und sollte man überhaupt diese Nummer als SMS Nummer eintragen? Löst man damit nicht vielleicht zahlrreiche Aktionen aus, die unter Umständen nur Geld kosten? Schwierige Frage! Vielleicht ist es besser immer die Nummer eines Partners einzutragen, der weiß was man gerade macht und der im Falle eines Falles schon die richtigen Maßnahmen einleiten wird.

GPSSend wurde von mir ursprünglich entwickelt um mir selbst beim Nightbiking zu helfen. Wenn man im Winter abends im Wald unterwegs ist und stürzt so, daß man sich nicht mehr bewegen kann ist schnelle Hilfe notwendig. Aber auch jetzt ist es so, dass ich, wenn ich allein im Wald einen sehr schwierigen Singletrail fahren will, ich auf jeden Fall vorher die Unfallüberwachung in meinem Smartphone aktiviere. Sollte doch einmal etwas passieren, so ist es besser als nichts!

Probiert es doch einmal aus!

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