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Neues zum Acer Aspire One D270


Einer meiner beliebtesten Artikel des Jahres 2012 war Acer Aspire One D270 mit Ubuntu und Windows XP. Der Artikel handelte vom gleichnamigen Netbook und der Installation von alternativen Betriebssystemen darauf.

Den D270 gab es letztes Jahr entweder mit Windows 7 oder aber mit Linpus Linux. Die Linpus Linux Version war wesentlich günstiger und hatte doppelt so viel eingebauten Arbeitsspeicher wie die Windows 7 Version. Leider gibt es diese Version seit einiger Zeit nicht mehr bei Amazon.

Doch wer sich ein wenig Schrauben zutraut, findet sogar eine günstigere Möglichkeit, an das damals von mir favourisierte Netbook heran zu kommen. Amazon verkauft noch immer die Linpus Linux Version – sogar um einiges günstiger, aber leider nur mit 1GByte RAM:

Um es auf 2 GByte aufzurüsten, bestellt man sich am besten gleich noch einen von diesen beiden Speicherriegeln dazu:

Und hier ist der Verweis auf eine Video-Anleitung, in der gezeigt wird, wie man den Speicher von 1 GByte auf 2 GByte aufrüsten kann.

Jetzt noch nach meinem Artikel ein anderes Betriebssystem installiert und man hat für weniger als 225,- Euro ein feines Netbook, welches sehr sparsam und leise, vielfältige Aufgaben verrichten kann. Übrigens funktioniert die aktuelle Ubuntu-Version noch einmal ein ganzes Stück besser auf dem D270 als es letztes Jahr der Fall war!

Viel Erfolg und ein frohes neues Jahr!

wünscht Euch Tinkerpete

Kategorien:Nerd Alltag, Netbook

Neues zum Thema Acer Aspire One D270 mit Ubuntu

September 25, 2012 6 Kommentare

Das Acer Aspire One D270 ist aktuell eines der interessantesten Netbooks auf dem Markt. Es kostet bei Amazon in der Linpus Linux Version ca. 255,- Euro. Dieses Netbook ist aufgrund des verwendeten Atom N2600 sehr sparsam. Hier habe ich beschrieben, wie man auf diesem Netbook Windows XP installieren kann.

Doch die Installation von Windows XP ist nicht jedermanns Sache, da doch mit etwas Aufwand verbunden. Die vermutlich einfachste Möglichkeit das Maximale aus dem D270 heraus zu holen ist die Installation von Ubuntu 12.04.1 LTS. Es ist ganz einfach:

  • Ubuntu 12.04.01 downloaden (die Datei ‘ubuntu-12-04.1-desktop-i386.iso’)
  • UNetbootin downloaden und installieren bzw. auspacken
  • Mit UNetbootin die Datei ‘ubuntu-12-04.1-desktop-i386.iso’ auf einen USB Stick installieren
  • Den Netbook im BIOS auf das Booten von einem USB Stick umstellen
  • Den USB Stick in den D270 stecken und neu booten
  • Den Anweisungen Folge leisten

Nachdem die Installation abgeschlossen, man mit dem Internet über WLAN verbunden ist und das erste Mal – nach Abziehen des USB Sticks – vom D270 Ubuntu gebootet wurde, erscheint oben in der Titelzeile ein Hinweis auf die Möglichkeit proprietäre Treiber zu installieren. Dies sollte man unbedingt machen, da nur mit den dort angeboten Cedar Trail Treibern die volle Videotauglichkeit des D270 freigesetzt werden kann. Auch die Helligkeitsteuerung über die dafür auf dem D270 vorgesehenen Tasten ist nur so aktivierbar! Die dort ebenfalls angebotenen Broadcom WLAN Treiber muss man dagegen wohl nicht installieren. Jedenfalls hat sich mir der Vorteil dieser Treiber noch nicht erschlossen.

Nachdem ich die Installation bzw. den Download der Cedar Trail Treiber angestoßen hatte, wurde der Bildschirm auf einmal schwarz. Nach einiger Zeit schaltete ich den D270 aus und wieder ein. Daraufhin erschien ein neues Login und nach dem Anmelden funktionierten die Tasten für die Helligkeit. Auch Videos ließen sich, nach der Installtion weiterer Treiber/Dateien ansehen. So zum Beispiel der in Full HD vorliegende Avatar-Trailer – aber mit etwas Ruckeln. Ein angeschlossener HDMI Monitor funktionierte in der falschen Auflösung. In den Einstellungen von Ubuntu wurde er auch nicht erkannt.

Was man mit Ubuntu alles kann:

  • Mit LibreOffice Texte schreiben
  • Mit LibreOffice in Arbeitsblättern rechnen
  • Mit Firefox im Internet surfen
  • Mit Firefox und Flashplayer in Youtube Filme ansehen
  • Mit Eclipse, Java, Python und Lazarus Software entwicklen
  • Mit Eclipse und Java für Android entwicklen
  • Mit Anki Karteikarten lernen
  • Musik hören
  • Filme ansehen
  • und vieles mehr
Kategorien:Netbook

Acer Aspire One D270 mit Ubuntu

August 31, 2012 9 Kommentare

Es gibt sehr interessante Neuigkeiten, was den Einsatz von Ubuntu auf dem Acer Aspire One D270 betrifft. Wie schon länger bekannt, ist es relativ problemlos möglich auf dem D270 Ubuntu 12.04 LTS zu installieren. Ziemlich viel der Hardware des D270 wird automatisch erkannt und man kann sofort produktiv damit arbeiten.

Es gibt aber auch ein paar Einschränkungen. So wurde der Grafikprozessor GMA 3600 nicht unterstützt und darum gibt es keine hardwaremäßige Video- und 3D-Grafikunterstützung. Auch der HDMI-Anschluß funktioniert nicht und die Helligkeit des Displays ließ sich nicht mit den dafür vorgesehenen Hardwaretasten einstellen.

Doch damit ist es jetzt weitgehend vorbei! Bis auf die 3D-Grafik sind alle genannten Nachteile aufgehoben, wenn man der nachfolgend beschriebenen Anleitung folgt. Ich bin allerdings alles andere als ein Linux Profi, dass heißt, ich habe diese Anweisungen aus dem Internet zusammen gesucht (Basis ist dieser Artikel) und auf meinem D270 ausprobiert.

Bei der fast (ich vergaß den nach der ersten Zeile notwendigen Reboot) exakten Befolgung der Anweisungen aus diesem Artikel stieß ich  allerdings auf Probleme. Zum einen erfordern diese eine ganze Menge Arbeit – man muss alle mit ‘grep’ gefundenen ‘pae’-Einträge von Hand entfernen – und zum anderen scheiterte ich damit bei der eigentlichen Installation der ‘cedarview’-Treiber, da sie nicht gefunden wurden. Einige Recherchen später kam ich auf die Idee ein zusätzliches Repository anzugeben. Dies führte dann auch zum Erfolg.

Mittlerweile fand ich noch zwei andere Beschreibungen:

Markus Sommerbauer

Online @ Hamburg

Aus letzterer habe ich die hier aufgeführten Anweisungen kopiert, aber in dieser Form noch nicht selbst ausprobiert! Wer es gemacht hat und Erfolg hatte, bitte hier in den Kommentaren angeben! So weit ich diese Anleitung aber verstehe, ist es damit nicht notwendig, die ganzen ‘pae’-Einträge von Hand zu entfernen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich von Lesern Informationen darüber bekomme, ob es mit den hier aufgeführten Anweisungen auch geklappt hat und ob man vielleicht etwas besser oder einfacher machen kann.

Alle Anweisungsfolgen, die ich bisher im Internet gefunden habe, sind nicht mit dem D270 ausprobiert worden. Zumindest steht das nirgends explizit. Darum kann es durchaus sein, dass es nicht notwendig ist, den ‘pae’-Kernel zu entfernen! Oder auch dass man es etwas anders machen kann oder sollte! :-)

So, hier jetzt die Anweisungen:

# Just add the repository http://ppa.launchpad.net/sarvatt/cedarview/ubuntu/ to your APT:
sudo add-apt-repository ppa:sarvatt/cedarview

# Install the add-apt-key utility
sudo apt-get install add-apt-key

# Install the Repository KE
sudo add-apt-key 0x4c96de60854c4636

# Make apt-get update
sudo apt-get update

# Make apt-get upgrade to verify that your system is up2date
sudo apt-get update

# You can try to Add “video=LVDS-1:d” to GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT variable, if your don’t see anything remove it… on one of my Systems it’s working, on a second device it doesn’t.
sudo vi /etc/default/grub

# if you’re using PAE kernel, remove it and install generic kernel
sudo apt-get install linux-headers-generic linux-image-generic
sudo apt-get remove linux-headers-generic-pae linux-image-generic-pae

# Install the cedarview drivers
sudo apt-get install cedarview-drm libva-cedarview-vaapi-driver cedarview-graphics-drivers

# Change Option “AIGLX” to “Off” because 3D isn’t working (default settion)
sudo vi /usr/share/intel-cdv/X11/xorg.conf.d/61-cdv-pvr.conf

# Update the Grub Bootloader
sudo update-grub2

# Reboot the System
# sudo reboot

Anschließend hatte ich viele neue Möglichkeiten mit meinem D270! Es war möglich im laufenden Betrieb einen HDMI-Monitor anzuschließen und darauf sowohl Filme anzusehen, als auch zum Beispiel mit Eclipse zu arbeiten. Ein Full HD Trailer von Avatar lies sich abspielen! Allerdings bin ich der Meinung das es ruckelte und der D270 zu weit über 50% ausgelastet war. Auch andere Filme waren jetzt abspielbar. Aber auch da hatte ich das Gefühl, dass es noch etwas ruckelte.

Die Helligkeit lässt sich mit den Hardwaretasten in 4 Stufen einstellen.

Kurz angetestet: http://ef.gy/ubuntu-cedarview-drivers

Aus diesem Artikel folgende interessante Zeilen:

# apt-get update
# apt-get install cedarview-drm libva-cedarview-vaapi-driver cedarview-graphics-drivers
What the documentation DOESN'T mention - presumably because it doesn't exist -
is that you MUST make sure that you're not using Ubuntu's generic PAE kernel.
An easy way to make certain of that would be to install the regular, generic
kernel and to then remove the PAE kernel like so:
# apt-get install linux-headers-generic linux-image-generic
  apt-get remove linux-headers-.*generic-pae linux-image-.*generic-pae

Es scheint zu funktionieren. Was ich definitiv getestet habe, ist der Anschluß eines Full HD Monitors mit 1920 x 1080 Pixeln und dem Abspielen eines 1080 er-Trailers von Avatar. Beides hat funktioniert! Bin aber immer noch der Meinung, dass er dabei etwas ruckelt. Aber diesmal war es in einem tolerierbaren Bereich.

Noch nicht evaluiert: http://forum.ubuntuusers.de/topic/xubuntu-mit-cedarview-auf-einem-atom-n2600-ein/

Spiele Erinnerungen mit dem Acer Aspire One D270


Vor langer Zeit war ich ein regelmäßiger Besucher der Discothek Hazienda im Vogelsberg. Das war just zu der Zeit, als neben den in Kneipen damals allgegenwärtigen Flippern auch die ersten Computerspiel-Automaten Einzug hielten. Spiele wie Frogger, Amidar, Xevious und viele andere mehr, erlangten so meine Aufmerksamkeit und fesselten meinen Verstand. Denn ein Freund und ich konnten damals schon etwas programmieren und wir überlegten bei jedem Spiel, ob es möglich wäre, es auf dem C64 nach zu programmieren und wie man das lösen konnte.

Ich denke, das war so der Anfang meiner Beschäftigung mit Computerspielen. Weitere Anknüpfungspunkte waren die ersten Schachcomputer und Halma, welches mein Freund und ich allerdings als Basis für eigene Spielideen verwendeten. Speziell die Beschäftigung mit Letzterem war vermutlich eine zarte Grundlage für mein späteres Interesse an Echtzeit-Strategiespielen.

Ich vermute, dass diese ersten Erfahrungen mit Computerspielen der Grund dafür sind, dass ich im Laufe meines Lebens von Zeit zu Zeit immer wieder einen Ausflug in die Welt der Computerspiele unternahm und dabei manches – für mich – bemerkenswerte Spiel entdeckte.

Da ich neben meinem Hang zu High-Tech auch Spaß daran habe, mit minimalistischen Mitteln das Maximum zu erreichen, werde ich in diesem Artikel aufzeigen, welche – speziell älteren – Spiele auf einem Netbook und insbesondere auf dem Acer Aspire One D270, laufen.

Unreal Tournament

Das gute alte Unreal Tournament (UT), das allererste – es läuft wunderbar auf dem D270! Ich habe es von der Original-CD mit Hilfe eines externen USB DVD Laufwerks auf dem D270 installiert. Anschließend sollte man das Laufwerk noch einen Moment mit drin liegender UT-CD angeschlossen lassen, da man es noch für den UT Patch v436 benötigt. Erst wenn man diesen ausgeführt hat, kann man das Laufwerk entfernen. Ab jetzt kann man problemlos UT auch ohne CD starten. Es lässt sich sogar die Netbook-Auflösung von 1024×600 einstellen! Und es läuft wunderbar ‘smooth’!

Half Life 2

Nach dem gigantischen Erfolg von Half-Life (‘Halbwertszeit’) aus dem Jahr 1998 wartete die Spielewelt jahrelang auf einen Nachfolger, der endlich 2004 als Half-Life 2 (HL2) erschien. Auch HL2 wurde ein riesiger Erfolg und ich denke, es ist bis heute eines der Spiele, welches auf der ewigen Bestenliste ganz weit oben platziert ist.

Auch dieses Spiel lässt sich auf dem D270 spielen. Es lässt sich an die Auflösung von 1024×600 anpassen und läuft streckenweise geschmeidig, ist aber immer wieder unterbrochen von Rucklern und Soundaussetzern. Die kann man aber reduzieren, in dem man ein wenig an den Video-Einstellungen herum ‘schraubt’.

Wer beim Start von HL2 ein Problem hat, der legt sich am besten eine ‘Batch’-Datei mit folgendem Inhalt an:

hl2.exe -steam -console

Man kann sich dann eine Verknüpfung auf diese Batch-Datei auf den Desktop legen und das passende Icon aus ‘hl2.exe’ klauen. Nach dem ersten Start und der Auflösungsumstellung, hatte der Mauszeiger einen Versatz, der aber nach Beenden und Neustart von HL2 dauerhaft verschwunden war.

Was mir hier allerdings gar nicht gefiel, war ein gelegentlich auftretendes Flackern in Form von transparenten hellen Polygonen. Ein ganz ähnliches Problem war auch unter Harry Potter 2 zu sehen. Ich vermute hier einen Fehler im Grafiktreiber. Über Tipps, wie man das Problem los werden kann, würde ich mich sehr freuen.

Ich habe übrigens Half-Life (die erste Version) nie richtig gespielt. Erst viele Jahre später kaufte ich mir einmal eine Billigausgabe und probierte sie aus. Die ist aber grafisch wesentlich schlechter als Half-Life 2. Wer aber auf gute Stories steht, sollte sie einmal ausprobieren.

Mit diesen beiden Spielen, sowie Age of Empires II, hat man auf dem D270 eigentlich alles, was man an Spielen so ‘benötigt':

  • Einen Multiplayer-Shooter (Unreal Tournament)
  • Ein Adventure-Shooter mit spannender Science-Fiction Story (Half-Life 2)
  • Ein Echtzeit-Strategiespiel (Age of Empires II)

Eventuell fehlt noch ein gutes Autorennspiel. Aber sonst kann man sich mit diesen 3 Spielen jahrelang beschäftigen! Mehr Spiele braucht es nicht! :-)

Ich finde es interessant, dass das ‘Kinderspiel’ Harry Potter 2 so starke Probleme auf dem D270 macht und die ‘gestandenen’ Shooter mehr als brauchbar laufen. Scheinbar ist deren Grafik-Engine erheblich besser.

Noch mehr Spiele:

Homeworld

Nach intensivem Spielen von Age of Empires und der damit verbundenen Entdeckung des Echtzeit-Strategiespiel Genres, war damals mein Interesse an alternativen Spielen aus dem Genre geweckt. Homeworld war ein besonders bemerkenswertes Exemplar, da es erstens im Weltraum und zweitens in drei Dimensionen spielte. Homeworld läuft auf dem D270 nur mit dem Software-Renderer und nur mit 640×480 Pixeln. Aber es läuft!

Obwohl ich außer dem Tutorial niemals richtig damit spielte, gibt es in Homeworld etwas, was es für mich unvergesslich macht. Und dies ist die im Single Player Modus am Anfang abspielende Einleitungsgeschichte, die mit einer Sequenz von Schwarz-Weiß-Bildern beginnt und später in eine Art Videosequenz übergeht, die innerhalb der Spiel-Engine  abläuft. Während des Ablaufs erzählt ein Sprecher im Hintergrund die Homeworld zugrunde liegende Story. Diese Einleitung findet Ihren Höhepunkt im ‘Start des Mutterschiffs’, welches von einem wunderschönen klassischen Musikstück (Adagio for Strings) untermalt wird. Der Aufbau dieser Einleitung, die Wahl der Schwarz-Weiß-Bilder, die Schnitte des Videos, der Sound des Triebwerks (muss wohl im Raumschiff aufgenommen sein, denn das All leitet ja keinen Schall!) vermischt mit dem Adagio, ist für mich eine Form von feiner Kunst!

Wer etwas für Gaming übrig hat, wer Science-Fiction mag und wer sich in die Geschichte hinein versetzen kann, dem läuft bei dieser Einleitungssequenz ein ehrfürchtiger Schauer durch den Körper!

Und allein wegen dieser Sequenz muss man sich dieses Spiel einmal auf dem Netbook – oder irgend einem anderen Computer – installieren. Wer aber den Aufwand scheut, die Bits und Bytes der Original CD durch den Computer rauschen zu lassen, damit er noch einmal dieses unvergessliche Gefühl genießen kann, der kann auch einfach auf diesen Verweis klicken. ;-)

Drakan

Nach dem riesigen Erfolg von Tomb Raider im Jahr 1996 und seiner weiblichem Hauptdarstellerin Lara Croft suchten andere Hersteller nach einer vergleichbaren Heldin. Psygnosis hat sie in Rynn, der Heldin von ‘Drakan: Order of the Flame‘ gefunden. Rynn ist optisch die drahtigere der beiden Protagonistinnen und angeblich liegt ihr das Model Myrna Blankenstein zugrunde.

Drakan spielt in einer Welt, die entfernt dem heutigen Skyrim ähnelt. Rynn kann mit einem Drachen Freundschaft schließen und mit ihm über das Land fliegen. Auch wenn die Welt von Rynn mit wesentlich weniger Polygonen auskommen muss, als dass heutzutage üblich ist,  sieht sowohl Rynn als auch die Spielwelt sehr nett aus und kann mit etwas Phantasie auch heute noch Spaß machen.

Drakan läuft mit 1024×600 Pixeln einigermaßen flüssig auf dem D270. Manchmal sind in den Spiel-Menüs Klötzchen zu erkennen und man kann manchen Text nicht richtig lesen, trotzdem kann man das Spiel gut spielen.

Auf dieser Fan site gibt es eine Fülle von Informationen und downloadbarem Material zu Drakan.

Kategorien:Nerd Alltag, Netbook

Triple Boot mit dem Acer Aspire One D270

Juni 5, 2012 4 Kommentare

Im Rahmen meiner Experimente mit verschiedenen Betriebssystemen auf dem Acer Aspire One D270 (in der 2GByte Version und ohne Bluetooth), kam dann doch noch der Wunsch auf, 3 verschiedene Betriebssysteme gleichzeitig auf dem D270 zu installieren, so dass ich jederzeit und problemlos die verschiedensten Programme auf verschiedenen Betriebssystemen ausprobieren kann.

  • Windows XP Pro
  • Windows 7 Home Premium
  • Ubuntu 12.04

Ausgelöst wurde dieser Wunsch durch einen Kollegen, der erwog ein Netbook für seinen Sohn zu kaufen und wissen wollte, ob Harry Potter 2, die Jahre 5 -7, darauf läuft? Ich probierte das Spiel für ihn auf meinem D270 unter Windows XP Pro aus. Beim Start moniert das Spiel die fehlende ‘Shader Model 3′-Eigenschaft der Grafikfähigkeiten des D270 und beendet sich danach wieder. Geht also nicht.

Erst danach recherchierte ich ein wenig und fand heraus, dass der im Cedar Trail Chipsatz verbaute Grafikprozessor GMA 3600 nur DirectX 9, anstatt DirectX 10, wie ursprünglich einmal angekündigt, unterstützt. Allerdings unterstützt DirectX 9 das Shader Model 3 und somit könnte, zumindestens theoretisch, der D270 Harry Potter 2 laufen lassen. Es liegt also ganz klar an dem unter Windows XP fehlenden Grafiktreiber für den Chipsatz, dass Harry Potter unter XP nicht startete!

Das heisst, unter Windows 7 könnte das Spiel auf dem D270 schon funktionieren…

Leider verlor ich bei meinem ersten Versuch, Windows 7 auf das Netbook zu bringen, meine Ubuntu-Installation. Nach der Installation der für die zusätzlichen Funktionen des Chipsatzes notwendigen Treiber für Windows 7 konnte ich aber immerhin schon einmal Harry Potter 2 ausprobieren. Fazit: Läuft zwar, aber ist zu langsam, als dass man damit ernsthaft spielen könnte!

So, nun aber wieder zurück zum Thema: Da ich mir nun meine Ubuntu-Installation ‘verhunzt’ hatte, sann ich darüber nach, wie ich nun wieder ohne all zu viel Aufwand Ubuntu zum laufen bekomme. Meine ersten Versuche scheiterten allerdings und ich musste etwas Lehrgeld bezahlen:

  • 1 Betriebssystem auf ein Netbook zu installieren ist kinderleicht!
  • 2 Betriebssysteme auf ein Netbook zu installieren ist nicht schwer!
  • 3 Betriebssysteme auf ein Netbook zu installieren zeigt schnell Grenzen auf!
  • 4 primäre Partitionen erlauben keine weitere mehr!

Aber es ist auch nicht sehr schwer, die 3 Betriebssysteme gemeinsam auf den Netbook zu bringen, wenn man erst einmal weiss wie.

Als Basis sind 3 USB Sticks geeignet, auf die man jeweils eines der 3 Betriebssysteme in der Installationsversion kopiert hat. Am besten kopiert man in einen extra Ordner ‘D270′ auf dem XP- und dem Windows 7-Stick auch gleich alle notwendigen Treiber dazu.

Als erstes bootet man mit dem Ubuntu Stick, ich verwende mittlerweile die Version 12.04 LTS und wählt aus dem Boot-Menü die Ausprobier-Version. Nachdem die fertig gebootet hat, startet man GParted und legt sich in aller Ruhe einige Partitionen an:

Natürlich könnt ihr die Werte für Euren Gebrauch individuell anpassen.

Nun fängt man am besten mit Windows XP an, da Windows 7 bei der Installation XP automatisch erkennt und entsprechend im Bootmenü einträgt. Dann installiert man Windows 7 und zum Schluss Ubuntu!

Wenn man dann nach der Installation aller drei Betriebssysteme zum ersten Mal wieder bootet, erscheint das Ubuntu Boot-Menü und bietet einem im untersten Eintrag Windows 7 zum booten an. Wählt man diesen Punkt, erscheint kurz danach das Windows 7 Bootmenü und erlaubt es, auch das ältere XP zu booten.

Ich weiss, das hört sich alles einfacher an als es ist und es steht eine Menge Arbeit dahinter. Aber für die ‘Nerds’ unter Euch sollte das an Informationen reichen. Wer sich da durchgearbeitet hat und es funktioniert dann irgendwann, hat bestimmt ein schönes Gefühl der Befriedigung, ähnlich den in der Werbung dargestellten Handwerkern eines bestimmten Baumarktes – nur dass es bei denen Jeder versteht und bei uns die Stirn gerunzelt wird. ;-)

Jeder ‘normale’ Mensch kauft sich natürlich den D270 (mit nur einem GByte und Bluetooth) direkt bei Amazon, fertig installiert mit Windows 7 und hütet sich vor solchen Installationsorgien! :-)

 

Kategorien:Nerd Alltag, Netbook

Mit dem Netbook unter Ubuntu in Delphi programmieren?

Mai 11, 2012 1 Kommentar

Ganz so ist es nicht. Aber es gibt ja doch einige Entwickler, die ihr Handwerk in grauer Vorzeit mit Turbo-Pascal gelernt haben. Wer dann später den Aufstieg in die Windows Welt geschafft hat, hat möglicherweise seine Turbo-Pascal Kenntnisse unter Delphi weiter gepflegt. Delphi war – und ist möglicherweise immer noch – eines der besten Entwicklungssysteme für Windows.

In der Vergangenheit habe ich temporär mit Delphi 1.0, 2.0 und 3.0 gearbeitet. Spätere Versionen habe ich aber nur noch flüchtig ausprobiert. Zu Zeiten von Delphi 1.0 war es unglaublich aufwendig, für Windows eine fensterbasierende Anwendung zu entwickeln. Delphi brachte aus diesem Grund einen integrierten GUI-Builder mit, mit dem man in wenigen Minuten eine komplette native Anwendung für Windows entwickeln konnte. Diese Eigenschaft machte Delphi sehr populär. Übrigens ist der integrierte GUI-Builder auch heute noch eines der wesentlichen Argumente für die Netbeans IDE, die andere große Entwicklungsumgebung neben der Eclipse IDE.

Doch was soll dieser kurze Ausflug in die Vergangenheit der Software-Entwicklung?

Es gibt seit langer Zeit eine Art Nachbau von Delphi, der sogar unter Ubuntu läuft! Im Rahmen meiner Experimente mit Ubuntu habe ich diesen kurz ausprobiert. Er lässt sich über ‘Ubuntu Software-Center -> Entwicklungswerkzeuge -> Entwicklungsumgebungen’ schnell finden und installieren. Ich hab’s gemacht und innerhalb weniger Minuten ein kleines Fenster mit einer Schaltfläche und einem Eingabefeld designt/programmiert!

Wer sich dafür interessiert, der sei hiermit auf Lazarus verwiesen. :-)

Achtung: Bei einem neuerlichen Versuch hat es nicht gleich geklappt. Daraufhin habe ich mit folgenden beiden Kommandos im Terminal-Fenster den Quellcode und die Units neu installiert:

sudo apt-get install fpc-source
sudo apt-get install fp-units-i386

Ich kann mich nicht daran erinnern, ob ich jetzt anschließend über ‘Einstellungen -> IDE Einstellungen’ die Pfade neu angepasst habe oder nicht. Jedenfalls habe ich es damit zum Laufen gebracht.

Mit dem Netbook unter Ubuntu für Android entwickeln

Mai 11, 2012 3 Kommentare

Ob es wirklich Sinn macht, ist fraglich, da so ein Netbook-Display ja doch nur eine vergleichsweise geringe Auflösung hat und dadurch die vielen Fenster von Eclipse nicht viel Platz für ihren Inhalt haben. Aber ich wollte einmal grundsätzlich wissen, ob es funktionieren könnte und eventuell kann man ja auch einen Monitor anschließen.

Vielleicht hilft es auch dem einen oder anderen Netbook-Besitzer den Einstieg in die Java Programmierung zu finden.

Andererseits wäre es eine Möglichkeit, abseits von zu Hause, mal eben schnell einen Fehler in GPSSend zu korrigieren!

Um es für mich noch interessanter zu gestalten, habe ich es unter Ubuntu ausprobiert. Ich wollte einfach einmal sehen, wie schwierig es ist, einen Netbook unter Ubuntu zum Software entwickeln einzusetzen. Um es vorweg zu nehmen, es ist nicht schwierig, sondern sogar relativ leicht!

Mit Hilfe von UNetbootin habe ich das neueste Ubuntu (12.04 LTS) auf einen USB Stick kopiert und es anschließend auf einem Acer D270 installiert. Die restliche Installation bzw. Einrichtung kann man anschließend über WLAN machen.

Eclipse installieren

Man kann wohl auch mit einem simplen Editor für Android entwickeln, das habe ich aber nie ausprobiert. Die meisten Empfehlungen im Netz schlagen Eclipse als Entwicklungsumgebung für Android vor. Auch ich habe bisher für die Entwicklung von GPSSend Eclipse – allerdings unter Windows XP und Windows 7 – eingesetzt.

Die Installation von Eclipse unter Ubuntu ist sehr einfach. Am linken Rand befindet sich ein Icon mit der Bezeichnung ‘Ubuntu Software-Center’. Über den Weg ‘Ubuntu Software-Center -> Entwicklungswerkzeuge -> Entwicklungsumgebungen -> Eclipse -> installieren’ startet man die Installation.

Aktuell hat man anschließend ‘Eclipse Indigo’ auf seinem Netbook installiert.

ADT Plugin und SDK installieren

Nur mit Eclipse kann man nicht für Android entwickeln, es werden noch einige Zusätze benötigt.

Man kann den Anweisungen der ‘android developers‘ folgen. Die führen auch zum Ziel. Aber es gibt einen einfacheren Weg, der im Nachfolgenden beschrieben wird. Dazu muss in Eclipse eine Software-Quelle eingerichtet werden, von der aus dann die Installation der zusätzlichen Komponenten erfolgen kann.

Zuerst ruft man über ‘Help -> Install New Software…’ das in Eclipse gebräuchliche Fenster für die Installation von Plugins aus. Dort wählt man ‘Add’, es erscheint ein weiteres Fenster, in dem man einen Namen für eine Software-Quelle, zum Beispiel ‘ADT Plugin’, und die URL der Quelle angeben muss. Die Quelle ist:

https://dl-ssl.google.com/android/eclipse/

Nachdem man die neu eingerichtete Quelle ausgewählt hat, um darüber nach passender Software zu suchen, kommt das erste echte Netbook-spezifische Problem: Das Fenster ist zu klein, die Liste, die eigentlich die zur Auswahl stehenden Einträge anzeigen sollte, ist so zusammengepresst, dass man keinen einzigen Eintrag sehen kann!

Darum klickt man einfach auf ‘Select All’, wartet einen Moment und sollte dann rechts neben der Liste ‘4 Items selected’ sehen. Mit einem Klick auf ‘Next’ geht es zum Akzeptieren der Lizenzen. Hier kann man einfach ‘I accept the terms of the license agreements’ anklicken und dann noch einmal auf ‘Finish’. Anschließend wird das Plugin downgeloadet und man wird zu einem Restart von Eclipse aufgefordert.

Den sollte man auch durchführen, da man dann automatisch dazu aufgefordert wird, die restlichen Pakete, wie das SDK und die Android Version 2.1, zu installieren. Die Auswahl von Android 2.1 muss man durch Anklicken bestätigen. Dann geht es noch einmal zum Lizenzen akzeptieren.

Man wird zu einem Restart aufgefordert. Nach dem Restart hat man die Möglichkeit ein SDK downzuloaden und zu installieren, sowie Android 2.1. Das sollte man auch tun.

Daraufhin erscheint ein Fenster, in dem man die Möglichkeit hat, einzelne Pakete auszuwählen. Hier klickt man am besten ‘Accept All’ an und wählt anschließend ‘Install’.

Jetzt dauert es einige Zeit.

Anschließend ist Eclipse fertig präpariert für erste Versuche in der Android-Entwicklung. Ich habe für einen ersten Test mein GPSSend-Projekt von Windows 7 mit Hilfe eines USB Sticks in den Workspace von Eclipse in mein Home-Verzeichnis kopiert. Nachdem ich noch die Bibliotheken neu angegeben hatte, konnte ich GPSSend über ‘Clean’ komplett neu erzeugen.

Der hier beschriebene Weg erfordert außer WLAN, dem Wissen um die Android Software-Quelle und etwas Zeit, keinerlei weitere Zutaten, um unter Ubuntu eine Entwicklungsumgebung für Android aufzusetzen! Sicherlich ist ein Desktop mit 1024 mal 600 Pixeln etwas wenig für Eclipse, aber grundsätzlich funktioniert es. Man beachte dabei, dass jedes Fenster in Eclipse durch einen Doppelklick auf die Titelzeile maximiert werden kann!

Heutzutage scheint es erstaunlich, dass man auf so einem kleinen Gerät richtig entwickeln kann, aber wer vor ca. 10 Jahren schon mit Eclipse entwickelt hat, der weiß, dass ein Dual-Core Mikroprozessor und 2 GByte RAM schon eine ganze Menge ‘Power’ sind! :-)

USB für das eigene Smartphone aktivieren

Was jetzt noch fehlt, ist das Testen der Anwendung direkt auf dem Smartphone. Dazu muss man in Eclipse leider erst ein paar Kommandzeilenaufrufe durchführen. Welche das sind, wird bei ‘android developers’ genau beschrieben:

USB für Smartphones aktivieren

Das wichtigste daraus:

Ein Terminal-Fenster öffnen und darin:

sudo gedit /etc/udev/rules.d/51-android.rules

angeben. Folgende Zeile eintippen:

SUBSYSTEM=="usb", ATTR{idVendor}=="22b8", MODE="0666", GROUP="plugdev"

und speichern (Die Vendor-ID ist passend für mein Motorola – für andere Hersteller muß eine andere Vendor-ID angegeben werden – siehe hier). Zum Abschluß im Terminal-Fenster noch:

sudo chmod a+r /etc/udev/rules.d/51-android.rules

eintippen.

Anschließend kann man über Eclipse die Anwendung direkt auf dem Smartphone ausführen und testen. Und so, nur mit dem Netbook und dem Smartphone ausgerüstet, auch unterwegs mal eben schnell ein paar Änderungen an der eigenen App vornehmen! Und das sogar unter Linux!

Acer Aspire One D270 mit MeeGo


MeeGo ist ein von Intel gefördertes Betriebssystem. Meines Wissens ist es bisher auf dem WeTab und in Smartphones von Nokia zum Einsatz gekommen. Da Nokia sich jetzt aber wohl Windows Phone zugewendet hat, wird es wohl wieder etwas an Bedeutung verlieren.

MeeGo ist insofern für den D270 von Bedeutung, da MeeGo auf Linux basiert und die Cedar Trail Plattform unterstützt. Das würde beweisen, dass auch unter Linux eine Verwendung der Cedar Trail Plattform möglich ist und damit die Hardware-Beschleunigung von Grafik. Möglicherweise ist es damit nur noch eine Frage der Zeit, bis Cedar Trail auch unter Ubuntu zur Verfügung steht.

Auch MeeGo läuft auf dem D270. Das Image ermöglicht das Ausprobieren per Live-Stick oder die Installation auf dem Netbook. MeeGo ist aber möglicherweise die erste Linux-Version, die die komplette Cedar Trail Plattform unterstützt. MeeGo bootet in der Live-Stick Version auf dem D270, findet aber kein Netzwerk, so dass das Ausprobieren zwar möglich ist, aber nicht viel Spaß macht.

MeeGo gibt es hier. Zur Installation habe ich UNetbootin verwendet.

Allgemeine Hinweise zur Installation von alternativen Betriebssystemen

Wenn man weiß wie, ist die Installation alternativer Betriebssysteme auf Netbooks sehr einfach. Es gibt im Internet zahllose Anleitungen dazu. Darum sollte man, wenn man mit dieser Kurzanleitung nicht weiterkommt, Google bemühen.

Nahezu immer wird dazu folgender Weg gegangen. Man muss ein sogenanntes Image (Oft Dateien mit der Endung IMG oder ISO) downloaden und anschließend mit einem speziellen Tool auf einen USB-Stick kopieren. Anschließend muss der Netbook im BIOS so umgestellt werden, dass er von einem USB-Stick booten kann. Dann den Stick in einen USB-Anschluss des Netbooks stecken und neu booten. Was jetzt passiert, hängt von der Art und Weise ab, wie der Stick mit dem Tool präpariert worden bzw. was in der Image-Datei enthalten ist:

  • Der Netbook bootet direkt vom Stick.
  • Das Image ist ein Installationsimage und ermöglicht jetzt die Installation des Betriebssystems auf dem Netbook.
  • Das Image enthält eine Live-Version des Betriebssystems, das heißt, das Betriebssystem kann ohne Installation auf dem Netbook ausprobiert werden.
  • Der Netbook präsentiert ein Auswahlmenü mit verschiedenen Möglichkeiten.

Die wichtigsten Tools zum Thema:

Kategorien:Netbook

Acer Aspire One D270 mit ChromiumOS


Möchtet Ihr einmal ein Chromebook testen? Samsung hatte die ‘Ehre’, das erste Chromebook herstellen und anbieten zu dürfen. Sicher wollt Ihr Euch aber kein Chromebook kaufen, nur um es einmal auszuprobieren. Aber es geht auch einfacher.

Ein Chromebook ist im wesentlichen ein Netbook mit dem Betriebssystem Chrome OS und dem Webbrowser Chrome. Man kann damit im Internet surfen. Aber wozu benötigt man dass? Geht doch auch mit anderen Betriebssystemen, wie zum Beispiel Windows oder Linux bzw. Ubuntu?

Ich denke, es gibt 3 Gründe für ein Chromebook:

  • Der Browser Google Chrome ist ziemlich gut.
  • Die Computerwelt orientiert sich immer mehr in Richtung Cloud Computing, kurz Cloud.
  • Unabhängigkeit von Microsoft und Apple.

Google Chrome

Zwei wesentliche Vorteile von Google Chrome sind die schnelle JavaScript-Maschine und die Ausführung eines Browser-Tab in einem eigenen Prozess. Beides ist insbesondere dann von Vorteil, wenn man nicht einfach nur Webseiten betrachtet, sondern über das Internet Spiele spielt oder mit Dokumenten arbeitet, wie das zum Beispiel über Google Docs möglich ist. Denn in diesem Fall muss der Browser ein aufwendiges Spiel oder eine richtige Anwendung wie eine Textverarbeitung oder eine Tabellenkalkulation ausführen und dabei ist größtmögliche Geschwindigkeit gefragt. Die kann Chrome möglicherweise besser, als Internet Explorer oder Firefox, bereitstellen.

Das Chrome jedes Tab in einem eigenen Prozess ausführt, hat den Vorteil, dass, wenn eine Webseite in einem Tab abstürzt oder hängen bleibt, dies keine weiteren Auswirkungen auf die anderen Tabs hat. In denen kann man einfach weiter arbeiten.

Cloud Computing

Beim Cloud Computing geht es darum, dass Anwendungen wie eine Textverarbeitung oder eine Tabellenkalkulation nicht mehr auf dem eigenen Computer installiert werden. Wenn man sie benötigt, startet man einfach einen Browser und dann über einen Link die benötigte Anwendung. Die Anwendung wird daraufhin aus dem Internet geladen. Auch die mit der Anwendung erstellten Dokumente wie Texte oder Arbeitsblätter, werden nicht lokal auf dem eigenen Computer gespeichert, sondern in einer sogenannten Cloud. Dass hinter der Cloud eine umfangreiche Serverfarm steht, muss der Anwender gar nicht wissen. Die Cloud hat den Vorteil, dass man nahezu von überall, wo einem ein internetfähger Computer zur Verfügung steht, auf seine Daten zugreifen und arbeiten oder spielen kann.

Unabhängigkeit von Microsoft und Apple

Die meisten heute von normalen Anwendern verwendeten Computer setzen als Betriebssystem Windows von Microsoft, oder iOS und OS X von Apple ein. Das heißt, damit Google mit seiner Suchseite Geld über Werbeeinnahmen oder seine zahllosen anderen Dienste verdienen kann, müssen die Anwender einen Computer von einem Hersteller kaufen, der nahezu immer ein Betriebssystem eines Konkurrenten einsetzt. Das bedeutet, dass die Möglichkeiten Googles, interessante Dienste anzubieten, von der Software anderer Hersteller abhängig ist. Auch müssen die Hersteller für die Verwendung des Betriebssystemes noch Lizenzgebühren entrichten, was den Kauf eines Computers für den Normalanwender teurer macht.

Fazit

Mit einem auf Chrome basierenden Computer wie dem Chromebook, stehen preisgünstige Computer zur Verfügung, die alle wesentlichen Bedürfnisse normaler Anwender abdecken. Man kann:

  • Im Internet surfen
  • Bei Amazon einkaufen
  • Webradio hören
  • Musik hören
  • Videos ansehen
  • Texte verarbeiten
  • Bücher schreiben
  • Komplexe Kalkulationen durchführen
  • Browserspiele spielen

Alles das funktioniert mit einem Chromebook! Und dies macht Googles Chrome  OS und den Browser Chrome zu einer mächtigen Konkurrenz für Microsoft oder Apple.

Es ist ein Betriebssystem, welches vor allem dazu entwickelt wurde, den Web-Browser Chrome auf Netbooks oder Notebooks der verschiedensten Hersteller laufen zu lassen. Wie jedes Betriebssystem stellt es eine Bindeschicht zwischen Hardware und Anwendung, in diesem Fall Chrome, zur Verfügung. Es unterstützt vor allem die Idee, die hinter dem  momentan allgegenwärtigen Begriff Cloud steht. Darin ist der Computer nur noch ein Mittel, um auf die in der Cloud liegenden Daten zuzugreifen.

Mir ist das ein wenig suspekt. Dass meine Daten, also meine Bilder und Texte irgendwo in der Cloud gespeichert sind und nicht mehr bei mir zu Hause, gibt mir kein gutes Gefühl. Andererseits nutzen wir in der Familie den Google Kalendar auf unseren Smartphones. So sieht jeder sofort die Termine aller anderen Familienmitglieder – keine schlechte Sache.

Mit Chrome OS sorgt Google aber auch dafür, dass ein einfaches, schnell zu startendes Betriebssystem für alle Hersteller von Netbooks oder Notebooks zur Verfügung steht, ohne dass diese eine Gebühr an Microsoft – für die Verwendung von Windows – zahlen müssen.

Ausprobieren

Dass dem Chromebook zugrunde liegende Betriebssystem Chrome OS stellt Google als Sourcecode zur Verfügung. Auf dessen Basis hat ein, sich hinter dem Pseudonym ‘Hexxen’ versteckender, Entwickler eine Variante namens ChromiumOS kompiliert, die er auf seiner Webseite zum Download anbietet. Mit Hilfe des Tools Image Writer for Windows kann man es auf einen USB-Stick kopieren. Dieser dient dann als Live-Stick und ermöglicht das Ausprobieren von ChromiumOS, ohne dass es auf dem D270 installiert werden muss!

Erste Testergebnisse

ChromiumOS läßt sich auf dem D270 direkt vom USB-Stick aus booten und man landet dann direkt im Chrome Browser. Bei meinem ersten Versuch ein Youtube-Video abzuspielen, kam es allerdings zu einer Fehlermeldung. Nach einem Neustart von Chrome, klappte es dann aber. Allerdings ruckeln die Videos stark und auch sonst kam mir das ChromiumOS auf dem D270 nicht sonderlich flott vor. Der Gebrauch war träge und um den ‘Mauszeiger’ von einem Bildschirmrand zum anderen zu bewegen, musste man mehrmals mit dem Finger über das Touchpad. Das lässt sich aber möglicherweise in den Einstellungen ändern.

ChromiumOS gibt es hier. Zur Installation habe ich Image Writer for Windows verwendet.

Allgemeine Hinweise zur Installation von alternativen Betriebssystemen

Wenn man weiß wie, ist die Installation alternativer Betriebssysteme auf Netbooks sehr einfach. Es gibt im Internet zahllose Anleitungen dazu. Darum sollte man, wenn man mit dieser Kurzanleitung nicht weiterkommt, Google bemühen.

Nahezu immer wird dazu folgender Weg gegangen. Man muss ein sogenanntes Image (Oft Dateien mit der Endung IMG oder ISO) downloaden und anschließend mit einem speziellen Tool auf einen USB-Stick kopieren. Anschließend muss der Netbook im BIOS so umgestellt werden, dass er von einem USB-Stick booten kann. Dann den Stick in einen USB-Anschluss des Netbooks stecken und neu booten. Was jetzt passiert, hängt von der Art und Weise ab, wie der Stick mit dem Tool präpariert worden bzw. was in der Image-Datei enthalten ist:

  • Der Netbook bootet direkt vom Stick.
  • Das Image ist ein Installationsimage und ermöglicht jetzt die Installation des Betriebssystems auf dem Netbook.
  • Das Image enthält eine Live-Version des Betriebssystems, das heißt, das Betriebssystem kann ohne Installation auf dem Netbook ausprobiert werden.
  • Der Netbook präsentiert ein Auswahlmenü mit verschiedenen Möglichkeiten.

Die wichtigsten Tools zum Thema:

Kategorien:Netbook

Acer Aspire One D270 mit Ubuntu und Windows XP

Februar 20, 2012 160 Kommentare

Dieser Artikel soll Interessenten des Acer Aspire One D270 helfen, alternative Wege des Einsatzes, dieses energiesparenden aber dennoch recht leistungsfähigen, Netbooks zu entdecken.

Aufgrund der vielen Kommentare zu diesem Artikel, führe ich hier vorab die wichtigsten Informationen auf:

1. Die besonderen Grafikfähigkeiten, des im Atom N2600 integrierten GMA 3600, werden momentan nur unter Windows 7 freigesetzt! Dies betrifft die Grafikbeschleunigung, die hardwarebasierte Video-Dekodierung, den HDMI- und den VGA-Ausgang.

2. Es ist nicht auszuschließen, dass sie demnächst auch unter Ubuntu zur Verfügung stehen (Keine Annahme mehr).

3. Auch die Helligkeitssteuerung des Displays über Sondertasten funktioniert momentan nur mit Windows 7.

4. Die günstigere 2 GByte-Version des D270 (ohne Windows 7) hat kein Bluetooth!

5. Die Installation von Windows XP auf dem D270 kann mit oder ohne AHCI-Unterstützung geschehen! Laut Wikipedia erhöht AHCI den Durchsatz der Festplatte nur um einige wenige Prozent.

6. Ohne AHCI ist die Erstellung des USB-Sticks (siehe Artikel) erheblich einfacher, erfordert aber eine Umstellung im BIOS. Der ‘SATA Mode’ muss von ‘AHCI’ auf ‘IDE’ umgestellt werden!

7. Wer den D270 mit 1GByte RAM hat und auf 2 GByte aufrüsten möchte, kann es mit diesem Riegel probieren (Natürlich ohne Gewähr).

8. Hier gibt es eine Video-Anleitung zum Öffnen des Gerätes.

9. Wer 64 Bit Betriebssysteme installieren will, muss vorher darauf achten ein Bios größer/gleich 1.06 zu haben.

10. 1280×1024 (unter Umständen sogar 1600×1200) Pixel sind unter XP auf dem HDMI-Ausgang möglich!

Weiter im Artikel:

Seit es die ersten Netbooks gibt, setze ich sie auch ein. Mein erster war der Medion 1210 von ALDI (kostete damals noch 399,- Euro). Kurz darauf kaufte ich noch zwei ASUS 901 für ungefähr 250,- Euro. Der alte 901 (Hier gibt es einen Test zum 901) ist für mich der Netbook schlechthin und bis heute mein absoluter Lieblings-Netbook! Das hat vor allem mit Eigenschaften zu tun, die die meisten Netbook-Anwender gar nicht schätzen, nämlich das kleine Display und die SSD-Festplatte. Dadurch ist der 901 einer der kleinsten Netbooks und noch dazu ziemlich stoßunempfindlich. Übrigens habe ich alle drei mit vorinstalliertem Windows XP gekauft.

Alle drei Netbooks haben bei uns im Haus ihre feste Aufgabe zugewiesen bekommen: Der Medion 1210 ist momentan der Computer meiner älteren Tochter, die damit in Youtube Musik hört und Filme ansieht oder mit einem Vokabelprogramm Vokabeln paukt. Der eine 901 dient zur Zeit als luxuriöser MP3-Player und ist im Wohnzimmer an die Stereoanlage angeschlossen. Der andere 901 verrichtet seit über einem Jahr – rund um die Uhr – seinen Job als JSP-fähiger Webserver unter Tomcat. Übrigens hatte diese Aufgabe vorher der Medion für ca. 2 Jahre inne.

Allerdings mache ich mir Gedanken darüber, ob die SSD-Festplatte diesem Dauereinsatz tatsächlich gewachsen ist und erwäge darum, den 901 durch ein anderes Netbook auszutauschen. Denn leider gibt es Netbooks wie den 901 nicht mehr und darum möchte ich ihn gern noch einige Jahre am Leben erhalten. Mich faszinieren Netbooks! ASUS hat mit der Idee des Netbooks etwas Tolles geschaffen. Das fängt damit an, dass es erstmals nicht mehr entscheidend war, wie schnell der persönliche Computer sein muss, sondern dass er einfach nur kompakt, leicht, ausdauernd und nur noch so schnell sein musste, wie es wirklich nötig ist. Ich habe noch – ehemals – hochleistungsfähige HP Minitower zu Hause, die mit 256 MByte RAM und einer 40 GByte Festplatte auskommen müssen. Die sind mittlerweile einem üblichen Netbook hoffnungslos unterlegen und gehörten dennoch vor einigen Jahren zum Besten, was es so gab. Das Stück hat damals knapp 1000,- Euro gekostet!

Jetzt bekomme ich mehr Leistung in einem Gerät für ca. 200,- Euro, sogar ein Monitor ist noch eingebaut! :-)

Klar, man kann damit nicht die neuesten Spiele spielen und für Videoschnitt (geht aber zum Beispiel mit dem Movie Maker für Windows XP) sind sie auch nicht unbedingt geeignet. Aber sonst kann man unglaublich viel damit machen, wie ich ja oben schon angedeutet habe.

Wie auch immer, aufgrund meiner Begeisterung für die kleinen Dinger behalte ich den Markt kontinuierlich im Auge und habe nun schon zum zweiten Mal kleinere Hardware-Änderungen in den Netbooks entdeckt, die meine Aufmerksamkeit erregen. Da wären zum einen die AMD Plattformen AMD E-350, E-450 und C-60, die speziell was die Grafikleistung betrifft, recht leistungsfähig sind und soviel ich weiß, aber nicht selbst getestet habe, im Bereich Grafikleistung die Intel Atom Serie locker übertreffen.

Die Cedar Trail Plattform

Zum anderen ist das die brandneue Intel Cedar Trail Plattform, auf der auch das neue Acer Aspire One D270 basiert, welches wohl das erste Netbook überhaupt mit dieser Plattform ist. Erst einmal das Schlechte: Auch diese neue Cedar Trail Plattform ist wohl nicht in der Lage mit den AMD Plattformen im Bereich Grafikleistung mitzuhalten. Dennoch ist die Grafikleistung zu den Vorgängergenerationen der Atom-Serie verbessert und möglicherweise kann da auch im Laufe der Zeit noch etwas durch modifizierte Treiber verbessert werden.

Und jetzt das Positive: Die Cedar Trail Plattform bietet den ersten echten Atom Dual-Core, der trotz höherer Leistung noch weniger Energie verbraucht als die alten Atom Plattformen. Ich habe gleich einmal mit einem Watt-Messgerät nachgemessen: Der D270 lief mit ungefähr 13 Watt, das ist ein ähnlicher Verbrauch wie beim 901. Andererseits habe ich nur mal kurz gemessen und nicht sonderlich darauf geachtet, dass die Bedingungen bei beiden Netbooks über einen längeren Zeitraum gleich waren. Aber dafür, dass es ein Dual Core ist und der D270 sogar mit 2 GByte Arbeitsspeicher ausgestattet ist, anstatt 1 GByte wie bei meinem alten 901, war dass schon sehr Ok. Apropos Arbeitsspeicher, den D270 gibt es bei Amazon in mindestens zwei verschiedenen Ausstattungen:

Aber um zum Thema zurück zu kommen: Durch den niedrigen Energieverbrauch, die durch Dual Core verbesserte Geschwindigkeit bei nicht grafiklastigen Anwendungen und den, im Vergleich zu meinem alten Netbook, verdoppelten Arbeitsspeicher, ist dieser neue Netbook ideal als Server geeignet. Aus diesem Grund und auch, weil ich einfach neugierig war, habe ich mir den D270 bei Amazon gekauft.

Linpus Linux?

Als er bei mir eingetroffen war, habe ich ihn sofort ausprobiert und war erst einmal enttäuscht. Aufgrund ein wenig Erfahrung mit Ubuntu hatte ich naiverweise erwartet, dass das Linpus irgendwie ähnlich aussehen müsste. Ich habe einfach angenommen, dass moderne Linuxe alle so eine schicke Oberfläche mitbringen. Dem war aber nicht so. Nachdem der D270 das erste Mal gebootet hatte, war auf dem Bildschirm ein Kommandozeilenprompt zu sehen! Noch nicht einmal die Tastatur war richtig eingestellt! Also keine Umlaute und sonstigen Sonderzeichen, da, wo sie auf der Tastatur zu sehen sind.

Eine kurze Recherche im Internet ergab, dass möglicherweise auch im Linpus Linux irgendwo eine grafische Oberfläche versteckt ist, eventuell muss man sie nachinstallieren, aber da ich eigentlich sowieso etwas anderes mit dem Netbook vor hatte, habe ich diesen Weg nicht weiter beschritten.

Ich habe den Netbook ohne Windows 7 Starter gekauft. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • 40,- Euro billiger!
  • Doppelt so viel Arbeitsspeicher, also 2 GByte!
  • Mir ist bis heute nicht ersichtlich, was an Windows 7 besser sein soll, als an Windows XP
  • Die Windows 7 Starter Edition kann angeblich nur 3 Anwendungen gleichzeitig laufen lassen
  • Man kann angeblich unter der Starter Edition noch nicht einmal den Hintergrund verändern!
  • Das fehlende Betriebssystem motiviert zum Experimentieren :-)

Windows XP

Ich habe gute Erfahrungen mit Windows XP auf Netbooks gemacht und finde es sehr schade, dass es das nicht mehr für Netbooks gibt. Für viele Anwendungen würde mir das nach wie vor prima ausreichen. Ich wollte darum ausprobieren, ob es mir nicht gelingt, ein altes Windows XP Professional auf dem Netbook zum Laufen zu bringen, wohl wissend, dass dies ohne geeignete Treiber möglicherweise nicht funktioniert. Dann, so überlegte ich mir, könnte ich immer noch Ubuntu installieren und entweder unter Ubuntu die Server-Umgebung installieren (was für mich wesentlich schwieriger ist, da ich mich mit Linux nicht gut auskenne) oder ihn so wenigstens als Allround Netbook zum Surfen, Youtuben, Schreiben, MP3- oder Video-Player oder zum Programmieren verwenden – ich habe zwei Töchter! :-)

Mit Hilfe von nLite und WinSetupFromUSB habe ich Windows XP Pro auf einen USB-Stick kopiert und damit dann auf dem D270 installiert. nLite benötigte ich nur, um den AHCI-Treiber in Windows XP zu integrieren. Aber wenn man es schon einmal einsetzt, kann man auch gleich einen Service-Pack (ich habe SP2 verwendet) in die Windows XP CD integrieren. Das sollte man auch tun, da Windows XP mit SP1 so löchrig ist, dass unter Umständen schon kurz nach dem ersten Kontakt mit dem Internet die ersten Schädlinge Einzug halten! Es ist auch möglich, Windows XP ohne den AHCI-Treiber zu installieren, dazu muss man lediglich im Bios eine Umstellung vornehmen.

Warum SP2 und nicht SP3?

Natürlich kann man auch SP3 verwenden. Vielleicht sollte man das sogar, da ja damit angeblich die Sicherheit viel größer ist! Andererseits habe ich jahrelang auf XP mit SP2 gesetzt, automatische Updates und die Windows Firewall abgeschaltet und dafür die Sygate Personal Firewall eingesetzt. Das funktionierte prima. Allerdings habe ich ein Problem damit, dass mittlerweile die Betriebssystem-Lieferanten (Apple, Google und Microsoft) immer mehr die Kontrolle über meinen Computer (Handy, Smartphone) übernehmen! Man weiß ja gar nicht mehr, was beim nächsten Update so alles auf dem eigenen Computer landet. Und in diesem Punkt traue ich dem SP3 nicht…

Erster Test

Nach dem ersten Booten von Windows XP auf dem Acer D270 funktioniert schon einiges, wenn auch nicht alles. Interessanterweise funktioniert die im D270 im Display-Rahmen eingebaute Webcam! Das hatte ich am allerwenigsten erwartet.

Was funktioniert:

  • Windows XP bootet
  • Der Desktop erscheint
  • Native Bildschirm-Auflösung (1024×600)
  • Das Tastaturlayout ist angepasst
  • Das Touchpad
  • USB-Sticks
  • USB-Maus
  • Webcam

Man kann so schon einmal grundsätzlich damit arbeiten! Man könnte also Microsoft Office installieren und einsetzen. Oder irgendein anderes Windows Programm.

Was jetzt noch nicht funktionierte:

  • LAN
  • WLAN
  • Sound
  • Grafikbeschleunigung
  • Unterstützung von Sondertasten zur einfachen Steuerung von Lautstärke und Helligkeit
  • Ruhezustand beim Zuklappen

Das sind, zumindest für mich, die erst einmal wichtigen Dinge. Andere Anwender mögen da noch andere Preferenzen haben, wie zum Beispiel:

  • Ansteuerung des HDMI-Ausgangs
  • Ansteuerung des VGA-Ausgangs

Defizite beseitigen

Heutzutage ist ein Computer ohne Internet-Zugang allerdings ein No-Go. Ich sehe das zwar ein wenig anders, aber auch für den von mir gedachten Einsatz als Server oder Multimedia-Gerät für meine Töchter ist er so noch nicht einsatzfähig. Glücklicherweise findet man im Internet die Zutaten, um einige der fehlenden Eigenschaften nach zurüsten:

Diese downloadet man von einem zweiten Computer aus und kopiert sie mit Hilfe eines USB-Sticks auf den D270. Dort muss man dann nur die jeweilige Setup-Datei ausführen und die von diesen aufgeführten nachfolgenden Schritte befolgen. Meistens nur neu booten. Dabei kommt es bei der Installation des Audio-Treibers bei der Suche nach einem weiteren Treiber zu einem Fehler, den man aber getrost ignorieren kann. Anschließend hat man Ton zur Verfügung und kann sich übers WLAN mit dem nächsten Drahtlos-Netzwerk verbinden! Es ist keine schlechte Idee, vor dem ersten Internet-Zugriff sowohl Sygate Personal Firewall als auch xp-AntiSpy zu installieren und zu konfigurieren. Bei xp-AntiSpy genügen da erst einmal die empfohlenen Einstellungen!

Jetzt ist der D270 schon ein prima Multimedia-Netbook und erfüllt die Vorstellungen meiner Töchter, was den Einsatz von Computern betrifft. Das man die auch zum Programmieren bzw. zum Software entwickeln verwenden kann, ist denen leider völlig egal. :-)

Soweit konfiguriert, kann man nämlich mit dem D270 unter Windows XP ins Internet, Youtube-Filme betrachten, MP3s abspielen oder Internet-Radio hören (mit foobar2000), mit ‘Kindle for PC’ Bücher lesen und Filme ansehen – natürlich mit VLC.

Was immer noch nicht funktioniert:

  • LAN
  • Grafikbeschleunigung
  • Unterstützung von Sondertasten zur einfachen Steuerung der Helligkeit
  • Ruhezustand beim Zuklappen

Und auch ich könnte ihn jetzt schon als Server in Betrieb nehmen (aber ich warte noch, bis ich das LAN zum Laufen gebracht habe) und auf jeden Fall kann ich so weit mehr mit anfangen, als mit dem mitgelieferten Linpus Linux. Aber beim Servereinsatz wäre mir eine Netzanbindung über LAN lieber, als über WLAN.

Immerhin ein Teilerfolg und ich werde noch weiter experimentieren.

[Nachtrag:] Dank des Hinweises eines Lesers habe ich mittlerweile auch einen passenden LAN-Treiber gefunden:

Auf der Seite findet man unter ‘Windows’ einen Listeneintrag mit folgendem Text:

WinXP, Win2K, Win2003 Auto Installation Program (SID:1489505)

Dahinter finden sich verschiedene Download-Quellen. Einfach eine davon zum Starten des Downloads auswählen. Anschließend sollte man eine Datei ‘PCIE_Install_5794_03162012.zip’ auf dem Rechner haben. Die ZIP-Datei beinhaltet eine Setup-Datei, über die der Treiber problemlos installiert werden kann. Jetzt funktionieren nur noch nachfolgende Dinge nicht:

  • Grafikbeschleunigung
  • Unterstützung von Sondertasten zur einfachen Steuerung der Helligkeit
  • Ruhezustand beim Zuklappen

Mit Hilfe dieses Treibers habe ich jetzt den D270 als Server fertig aufgesetzt und er betreibt jetzt meine GeoRBL – MoveTracker Seite. Er verbraucht bei ausgeschaltetem Display und mit wenig Last nur etwa 7,5 Watt!!! Der alte 901 kann jetzt erst einmal in den wohlverdienten Ruhestand gehen.

[Nachtrag 2:] Dank des Hinweises von Malaka gibt es Neues zu berichten. Für Anwendungen wie anspruchsvolle Textverarbeitung oder das Arbeiten mit einer Entwicklungsumgebung wie Eclipse oder Visual Studio wäre es interessant, einen externen Monitor mit einer höheren Auflösung, als die bescheidenen 1024×600 Pixel des Netbooks, zu verwenden. Da braucht es keine Videobeschleunigung und auch keine 3D Hardwareunterstützung, einzig die höhere Auflösung wäre von immensem Vorteil und würde die aufgeführten Arbeiten auf dem Netbook nicht nur möglich, sondern vermutlich sogar richtig brauchbar machen. Auf den ersten Blick unterstützt der D270 unter XP aber keine höheren Auflösungen, geschweige denn HDMI.

Wenn man den D270 allerdings mit Hilfe folgender Sequenz, bei angestecktem HDMI-Monitor, auf eine Auflösung von 640×480 Pixel einstellt, anschließend neu bootet

Rechtsklick auf Desktop und ‘Eigenschaften->Einstellungen->Erweitert->Grafikkarte->Alle Modi auflisten…

… und dann die Sequenz gerade noch einmal aufruft, werden auf einmal wesentlich mehr Auflösungen angeboten und auch der Monitor wird auf einmal angesprochen! Ich habe 1600×1200 Pixel ausgewählt und tatsächlich wurde diese Auflösung auf dem HDMI-Monitor einwandfrei dargestellt. Allerdings erschien gleichzeitig auf dem Netbook eine etwas seltsame Darstellung, die darauf hindeutet, dass da irgendeine Komponente überfordert war. Daraufhin stellte ich eine Auflösung von 1280×1024 Pixel ein und diese erschien sowohl auf dem HDMI-Monitor als auch auf dem Netbook-Display.

Auf dem Netbook-Display? Das hat doch nur 1024×600 Pixel??? So ist es. Aber in der Tat wurde die hohe Auflösung auf dem Netbook herunter skaliert und zwar unscharf, aber immer noch lesbar, dargestellt.

XP Programme (neudeutsch: Äpps) für den Einsatz auf einem Netbook

Wichtige und nützliche Software für den Einsatz eines Netbooks unter XP und als günstiger Computer für Schüler:

  • Sygate Personal Firewall – Schützt vor Eindringlingen und meldet, wenn jemand unerlaubt ‘nach Hause telefonieren’ will.
  • xp-AntiSpy – Schottet den Rechner sinnvoll ab.
  • Avira Antivirus – Prüft auf Viren.
  • Mozilla Firefox – Ein guter Browser.
  • Mozilla Thunderbird – Ein brauchbarer eMail-Client.
  • Skype – für Internettelefonie und Chatten
  • foobar2000 – Ein MP3-Player ohne unnütze Gimmicks.
  • VLC – Ein sehr guter Video-Player, der bei angestecktem USB-Laufwerk auch DVDs abspielt.
  • Teachmaster – Ein sehr gutes Vokabellernprogramm.
  • Microsoft Mathematics 4.0 – (benötigt SP3) Hilft Schülern und kann sogar symbolische Mathematik bis hin zu schrittweisem Auflösen einer Gleichung.
  • Movie Maker für Windows XP – Im Zeitalter von Youtube mag jeder Videos machen, da gehört ein Schnittprogramm zum Pflichtprogramm.
  • DSD-Jukebox – Wird der Netbook als MP3-Player auf Partys eingesetzt, ermöglicht dieses Programm jedem Gast seine Wunschlieder zu hören.
  • LibreOffice – Die wichtigsten Anwendungen für die tägliche Arbeit oder für die Hausaufgaben.

Gute Spiele, die auf Netbooks laufen:

Verweise auf Seiten, die helfen können, die in diesem Artikel beschriebenen Maßnahmen durchzuführen

BIOS Update

Windows vom USB Stick I

Windows vom USB Stick II

Integration eines SATA AHCI-Treibers in eine Windows XP Setup-CD

Doch Windows 7? Hier sind die Treiber dafür.

Ubuntu

In der Zwischenzeit wollte ich einmal Ubuntu ausprobieren. Also habe ich mir die neueste Version (11.10) downgeloadet und mit Hilfe eines Tools auf einen weiteren USB-Stick kopiert. Von diesem habe ich dann Ubuntu fest auf das Netbook in eine zweite Partition installiert, so dass ich jetzt auf dem Netbook sowohl Ubuntu als auch Windows XP habe. :-)

Das war eigentlich völlig unkompliziert und unter Ubuntu kann man den Netbook auch so konfigurieren, dass er beim Zuklappen in den Ruhezustand geht. Mit Ubuntu kann man den D270 so einsetzen, wie das wohl die meisten Anwender erwarten. Dies sollte man nicht unterschätzen, es bedeutet, dass man mit dem billigeren Netbook, welches noch dazu mehr Arbeitsspeicher hat, mit Hilfe von Ubuntu ein Gerät bekommt, welches meiner Meinung nach Windows 7 Starter überlegen ist!!!

Ach ja, eines geht bis jetzt weder unter Windows XP noch unter Ubuntu: Man kann die Helligkeit des Bildschirms nicht einstellen, weder über die grafische Oberfläche noch über die Tasten. Da fehlt noch irgendein Treiber.

Jetzt erst einmal Schluss für heute. Ich werde Euch über weitere Fortschritte auf dem Laufenden halten. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich noch Tipps oder Treiber-Empfehlungen bekommen könnte, die die noch fehlenden Funktionen unter Windows XP, wie der fehlende Ruhezustand oder die Helligkeitsteuerung, zum Laufen bringen.

Kategorien:Netbook
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