Feiyu Wearable Gimbal


Seit Herbst letzten Jahres experimentiere ich mit dem Feiyu Wearable Gimbal. Dies ist ein faszinierendes Gerät, mit dem es möglich ist, extreme Verwackelungen während der Aufnahme mit einer Action-Kamera auszugleichen. Meines Wissens stammen diese Geräte von den Gimbals ab, die bei Quadkoptern und Hubschraubern zum Tragen von Kameras zum Einsatz kommen. Sie bestehen aus mindestens einem Motor (heutzutage meistens 3) , sowie einem Lagesensor und einem kleinen Computer. Der Computer misst mit Hilfe des Lagesensors ständig die aktuelle Position des Gimbals in den 3 Raumachsen X, Y und Z. Je nachdem wie diese ist, stellt er mit Hilfe der Motoren die Achsen gerade. Dies macht er so schnell, dass die Kamera von der Bewegung des Gimbals nahezu nichts mitbekommt!

Aber Achtung: Das Gimbal ist nur für kleine Action-Kameras gedacht, man kann damit keine Spiegelreflex verwenden! Ich setze es zusammen mit verschiedenen GoPros ein.

Dies führt bei Quadkoptern dazu, dass man manchmal denkt, das Kamerabild sei am Himmel eingefroren, obwohl der Kopter selbst heftige Bewegungen ausführt, wenn es zum Beispiel sehr windig ist.

Das Feiyu Gimbal erlaubt es nun, ein solches Gimbal, statt an einem Quadkopter oder Hubschrauber, an einem Fahrrad oder am eigenen Körper einzusetzen oder es einfach in der Hand zu halten. Möchte man letzteres machen, empfiehlt es sich, das Gimbal an einen Stab zu schrauben, so dass man es leichter halten kann. Im Falle des oberen Films ist das auch ideal, um – sozusagen – aus der Katzenperspektive zu filmen.

Eine sehr nützliche und sehr preisgünstige Ergänzung zum Feiyu Wearable Gimbal ist ein Set mit verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten. Das unten verlinkte enthält unter anderem einen Brustgurt zur Befestigung am eigenen Körper, sowie einen sehr guten Teleskopstab mit gutem Griff, mit dem man das Gimbal sehr gut in der Hand halten kann.

Feiyu FY WG 3 Achsen Wearable Gimbal

Leknes Outdoor-Sport Essentials Kit

Die Firma DJI hat mittlerweile auch eine Kamera mit integriertem Gimbal im Angebot:

DJI OSMO Kamera mit Handheld-Gimbal

Oder ein – zugegebenermaßen recht teures – Gimbal für Spiegelreflexkameras:

DJI RONIN

Kategorien:Nerd Alltag

Wie mich Avira Free Antivirus mehrere Abende meines Lebens kostete


Wie schon einmal erwähnt, habe ich seit November letzten Jahres einen neuen Rechner. Nach dem ich mich bei meinem letzten Computerkauf offensichtlich vergriffen habe und das tolle Sony Vaio FullHD Bluray Notebook (Sony Vaio VPC-EB4X1E/BQ) mir abends immer mehr um die Ohren dröhnte, wollte ich diesmal einen wirklich leisen Computer. Und tatsächlich habe ich einen völlig Geräuschlosen bekommen. Es ist für mich unglaublich, aber ich höre wieder Dinge im Raum, die ich jahrelang nicht mehr wahrgenommen habe. Zum Beispiel den sehr leisen Lüfter meines in der Ecke stehenden Server-Netbooks für GeoRBL/MoveTracker.

Bis ich alles wieder installiert hatte, was ich so üblicherweise einsetze, hat es natürlich eine Zeitlang gedauert. Und die eingebaute Grafikkarte (ASUS Strix GeForce GTX 970) musste ich umtauschen, da sie auf dem Desktop an einer bestimmten Stelle vereinzelte flimmernde Pixel zeigte. Aber so allmählich fühlte ich mich wieder auf meinem neuen Rechner zu Hause.

Eine der ersten Sachen, die ich installierte, war das Garmin Training-Center in einer sehr alten Version, da es für mich die Basis zur Aufzeichnung meiner Biketouren ist. Natürlich hatte ich auch gleich getestet, ob es funktioniert, also ob ich Touren von meinem Garmin Edge 705 in das Training-Center bekomme. Das klappte einwandfrei.

Also ich am letzten Sonntag von einer Biketour nach Hause kam und später den Edge über USB an den Computer anschloss, dachte ich mir erst nichts Schlimmes, als ich das USB Connect-‚Kling‘ Geräusch und kurz danach das zugehörige Disconnect-‚Klong‘ hörte. Ich unterhielt mich gerade angeregt und achtete darum nicht weiter darauf. Nach einigen Sekunden ertönte das Geräusch wieder und dann immer wieder und wieder. Da war mir klar, dass irgendetwas nicht stimmte. Da ich mich aber in einem anregenden Gespräch befand, wäre es meinem Gesprächspartner gegenüber unhöflich gewesen, jetzt den Computer zu inspizieren. Ich rechnete sowieso mit nichts Ernstem und ging davon aus, später das Problem in ein paar Minuten lösen zu können…

1. Abend

Später löste ich die USB Verbindung zum Edge und steckte es neu an. Kann ja sein, dass es wirklich einmal Kontaktprobleme gibt.

Problem blieb.

Hhhmm, sollte es am verwendeten USB Anschluss liegen? Also einen anderen ausprobiert.

Problem blieb.

Für den Edge hatte ich keine besonderen Treiber installiert und trotzdem hatte es bisher funktioniert. Aber vielleicht lag es ja doch am fehlenden Treiber? Zuerst probierte ich einen älteren, aber bisher auf anderen Computern funktionierenden, Garmin Treiber aus meinem Archiv aus.

Problem blieb.

Dann suchte ich im Internet nach einem Original Treiber für den Garmin Edge 705. Sowas gibt es auch auf Garmins Seite. Ich lud in herunter und installierte ihn. Klappte problemlos. Dann stecke ich den Edge wieder ein und das Kling/Klang begann von neuem! Zum Haare raufen!!!

Funktionieren die USB Schnittstellen überhaupt noch? Ich steckte verschiede USB Festplatten an und alle liefen einwandfrei.

Sollten die elektrischen Spezifikationen der USB Schnittstellen des Mainboards einfach nicht zum Edge passen? Zum Glück habe ich in den Computer noch einen ‚Card Reader intern mit eSATA/USB3.0‘ einbauen lassen. Der sollte ja, elektronisch gesehen, seine eigenen Spezifikationen haben. Also den Edge in alle USB Anschlüsse des Card Readers gesteckt.

Problem blieb.

Vielleicht taugt das Kabel nichts. Hat aber eigentlich bisher immer funktioniert. Also ein paar andere Kabel ausprobiert.

Problem blieb.

Ich muss gestehen, mittlerweile war ich schon leicht genervt und dachte ernsthaft an einen Defekt, entweder am Garmin Edge oder an meinem neuen Computer. Musste ich jetzt schon wieder den Hersteller kontaktieren und eventuell ein neues Mainboard einbauen lassen?

Da viel mir ein, dass ich ja den Garmin Edge einfach an meinem alten Notebook ausprobieren könnte. Also den flugs aus dem Schrank geholt, den Akku eingesetzt, gebootet, Edge angesteckt – schon mal kein Problem – Training-Center gestartet und es ließ sich völlig ohne Probleme der heutige gefahrene Track downloaden!!!

Also der Edge 705 scheint ganz in Ordnung zu sein! Das heißt, der neue Rechner hat eine Macke! Fürs Erste gab ich aber auf. Es war Sonntagabend und ich wollte mich nicht den ganzen Abend mit dem Edge herum ärgern. Obwohl, es wurmte mich und es war ein Problem mehr auf der Liste.

2. Abend

Am nächsten Tag recherchierte ich viel zu dem Problem und fand im Internet auch viele verschiedene Lösungsvorschläge wie zum Beispiel USB Treiber deinstallieren, im Bios den USB Legacy Mode ändern oder den Edge mit Stick nach oben in die USB Schnittstelle stecken, dann formatieren oder gleich komplett ‚ressetten‘.

Das mit dem Legacy Mode im Bios probierte ich aus und da ich schon einmal da war, suchte ich noch nach weiteren Optionen, die in irgendeiner Weise mit den USB Schnittstellen zu tun haben. Nach ein paar Mal neu booten war aber klar, das nichts davon das Connect/Disconnect Problem löste.

Problem blieb.

Der vielversprechendste Vorschlag aus dem Internet empfahl das Abschalten einer Option in den Energieoptionen von Windows 7. Man kann dort angeben, ob eine USB Schnittstelle abgeschaltet werden soll, wenn nichts eingesteckt ist. Passte zwar nicht hundertprozentig, aber vielleicht gab es irgendwelche Interferenzen, die dann zu dem komischen Fehlverhalten führten.

Nach einem erneuten Booten:

Problem blieb.

Wieder war ich ziemlich genervt und konnte nicht mehr glauben, dass der Edge 705 wirklich noch in Ordnung war. Darum bootete ich ein Netbook unter Windows XP und steckte dort den Edge an. Das ging absolut problemlos! Eingesteckt und ein paar Sekunden später wurde er einwandfrei im Explorer als Wechseldatenträger aufgeführt!

Der Edge ist in einwandfreiem Zustand, abgesehen von einem Sprung im Gehäuse, den er sich wohl bei einem der manchmal vorkommenden Stürze eingehandelt hat, elektrisch einwandfrei!

Dann viel mir ein, dass meine Frau meinen alten Edge 305 in ihrer Schreibtisch-Schublade liegen hat. Also den einmal ausprobiert. Der Edge 305 funktionierte auch einwandfrei an meinem Computer!

Problem blieb.

Es war zum Verrückt werden. Wieder gab ich auf, um wenigstens noch ein bisschen Zeit mit etwas Schönem zu verbringen.

3. Abend

Am Dienstag begann ich wieder zu recherchieren. Aber die Ausbeute war gering. Einzig die Idee, den Computer einmal im abgesicherten Modus zu starten, schien mir noch sinnvoll. Und tatsächlich, im abgesicherten Modus lief der Edge 705 einwandfrei. Das bedeutet nun endgültig, dass keine Hardware kaputt war und das Problem mit 99prozentiger Wahrscheinlichkeit ein Softwareproblem sein musste! In gewisser Weise war ich erst einmal beruhigt. Es deutete alles darauf hin, dass ich nichts zur Reparatur austauschen oder einsenden musste und ich das Problem selbst lösen kann.

Aber was konnte es sein? Ich hatte ja schon alles ausprobiert!

Am Sonntag davor lief der Edge noch. Was hatte ich denn in der Zwischenzeit gemacht? Aber bevor ich in dieser Hinsicht weiter analysierte, entschied ich mich dafür, direkt die Wiederherstellung auszuprobieren. Ich suchte nach einem Wiederherstellungspunkt nach dem letzten Sonntag und lies die Wiederherstellung durchführen.

Und, oh Wunder, der Garmin Edge 705 wurde wieder einwandfrei erkannt!

Ok, dafür fehlte mir jetzt alle seit letztem Sonntag installierte Software. Das waren:

  • Minecraft Client (für eine meiner Töchter)
  • Fallout 3
  • Avira

Bei eingestecktem Edge installierte ich Avira und kurz darauf Fallout 3. Während Fallout von der CD auf die Festplatte installiert wurde und dabei unter anderem versuchte DirectX zu installieren, begann der Edge wieder mit seinem Kling/Klang! Grrmmbblllrr!!!

Duch die schnell hintereinander durchgeführte Installation von Avira und Fallout 3 geriet ich jetzt aber auf eine falsche Fährte. Denn ich übersah dadurch, dass der eingesteckte Edge immer einen Moment benötigte, bis er auf Veränderungen im System reagierte! Für mich war in diesem Moment klar, das Fallout der Übeltäter war! Hätte ich eine Minute mit dem Beginn der Installation von Fallout gewartet, wäre mir schon jetzt aufgefallen, dass Avira der Übeltäter ist!

Darum dauerte es noch etwas, bis ich dem tatsächlichen Übeltäter auf die Spur kam. Durch die falsche Annahme wollte ich in der Zwischenzeit Fallout wieder deinstallieren. Dabei entdeckte ich in der Softwareliste ein zweites Programm, welches scheinbar mit Fallout 3 installiert wurde. Den genauen Namen weiß ich nicht mehr. Irgendetwas mit ‚Microsoft Live Essentials‘. Kurze Recherche im Internet ergab, dass dies vermutlich zum Kopierschutz von Fallout 3 verwendet wurde. Aargghh! Da sehe ich sowieso gleich wieder rot! Sofort war mir klar, dass dies der Übeltäter für alles sein musste. Sinnlose Software, die alles verkrüppelt.

Doch nach der Deinstallation funktionierte der Edge immer noch nicht.

Darum dachte ich, noch einmal den alten Wiederherstellungspunkt zu bemühen, doch den gab es nicht mehr! Also war ich wieder genau so weit wie vorher. Der Garmin Edge 705 ließ sich nicht mehr an diesem Computer verwenden! Ich hätte heulen können. Schon wieder waren etliche Stunden für nichts drauf gegangen.

Es war schon wieder spät am Abend. Seit 3 Tagen machte ich mit diesem Problem herum. Es war wirklich zum Verzweifeln!

Ich versuchte einen anderen Wiederherstellungspunkt. Führte aber zu nichts. Dann den noch einmal rückgängig gemacht. Und das Ganze noch zwei Mal, weil ich irgendwann nicht mehr wusste welche ich nun gemacht hatte und welche nicht.

So war ich nun am Ende mit meinem Latein. Völlig verzweifelt fing ich noch einmal an nachzudenken und im Internet zu recherchieren. Ich suchte nach Informationen zu Problemen von Fallout 3 mit der USB Schnittstelle, aber da gab es absolut nichts. Das machte mich dann stutzig. Sollte es vielleicht Avira sein? Also schnell deinstalliert und unglaublich: Der Garmin funktionierte wieder!!!

Nun noch einmal im Internet nach Informationen zu Edge 705 und Avira gesucht. Da gab es einige Einträge. Also Avira ist der Übeltäter! Die von einigen vorgeschlagenen Lösungen helfen aber nicht. Einzig die Deinstallation von Avira lässt den Edge wieder einwandfrei arbeiten.

Was für eine Odyssee! Und wie soll man da drauf kommen? Das ich so lange benötigte, lag daran, dass ich lange Zeit auf der falschen Spur war. Eine Zeit lange dachte ich an defekte Hardware und dann an irgendeine USB Problematik, die ich schnell würde lösen können. Das eines der installierten Programme in irgendeiner Weise auf den USB Anschluss Einfluss nehmen würde, wie es bei Avira der Fall ist, daran hatte ich einfach nicht gedacht. Es ist auch mehr als interessant, dass nur der Garmin Edge 705 ein Problem hatte. Alle anderen USB Geräte, die ich ausprobierte, haben einwandfrei funktioniert. Selbst der Garmin Edge 305!

Was macht Avira da?

Und noch eine Anmerkung für schlaue Kommentierer: Auf dem Edge 705 ist keine ‚autorun.inf‘!

Kategorien:Nerd Alltag

Skyrim – ENB – GeForce Experience: The procedure entry point Direct3DCreate9Ex could not be located in the dynamic link library d3d9.dll‘


Seit Ende letztens Jahres habe ich Skyrim auf einem PC installiert. Obwohl ich schon Ende 2011 Skyrim für eine PS3 gekauft und mich während der damaligen Weihnachtszeit auch einige Tage damit beschäftigt hatte, war es in der Zwischenzeit wieder völlig aus meinen Interessen verschwunden, bis ich im Internet darauf aufmerksam geworden bin, das man es – im Gegensatz zur Installation auf einer PS3 – auf einem PC modden und damit grafisch deutlich aufwerten kann. Wenn ich mit Skyrim spiele, so verfolge ich meist weder die Haupt- noch die Nebenquests, sondern laufe meistens in Himmelsrand herum und erfreue mich an der Landschaft.

Und gerade in diesem Bereich kann man das Spiel deutlich aufwerten, indem man einige der unzähligen, für Skyrim existierenden, Grafik-Mods installiert. Eine besonders interessante Erweiterung ist das ENB Plugin, welches im Gegensatz zu den oft nur aus Texturen bestehenden Mods, tiefer in die Generierung der 3D-Bilder eingreift und dafür auch mit einer außergewöhnlich gut aufgehübschten Grafik aufwarten kann. Dafür ist auch die Installation etwas aufwendiger. Wenn man im Internet ein wenig stöbert, findet man aber einige Anleitungen. Zum Beispiel diese, schon etwas ältere, auf Steam.

Als ich dann Skyrim das erste Mal starten wollte, erschien die Fehlermeldung: ‚The procedure entry point Direct3DCreate9Ex could not be located in the dynamic link library d3d9.dll‚. In der Erwartung, dass sich Skyrim beendet, klickte ich sie weg. Doch sie kam gleich wieder und zwar mehrmals, ich glaube insgesamt so ungefähr 9 Mal! Aber dann startete Skyrim, samt ENB, doch noch und ich konnte die neue Grafikpracht bewundern. Trotzdem wurmte es mich, jedes Mal beim Start die nervenden Fehlermeldungen weg zu klicken und ich fing an, im Internet nach Lösungen zu recherchieren.

Es gab auch einige. Die meisten empfehlen das zur Grafikkarte gehörenden ‚GeForce Experience‘ zu deinstallieren und auf eine ältere Version davon zurück zu weichen. Aber das fand ich nicht so gut, immerhin kann man mit dem Tool ab und zu einmal nach neuen Grafik Treibern suchen.

Die Lösungen aus dem Internet deuteten aber darauf hin, dass es irgendetwas mit dem ‚Experience‘-Tool zu tun haben musste und darum beschäftigte ich mich damit ein wenig näher. Dabei sties ich auf den ‚Reiter‘ ‚Spiele‘, unter dem es eine Option ‚Optimale Einstellungen empfehlen‘ gibt. Die kam mir etwas merkwürdig vor und ich deaktivierte sie.

Das zeigte sofortigen Erfolg! Daraufhin lies sich Skyrim mit ENB ohne Fehlermeldungen starten!

2015-01-22 20_10_28-NVIDIA GeForce Experience

Für diesen Artikel versuchte ich die Einstellung noch einmal zu setzen, um so den Fehler wieder hervorzurufen. Dies klappte merkwürdigerweise nicht.

Darum bitte ich, falls es jemandem gelingt, die Fehlermeldung auf die gleiche Weise zu deaktivieren, wie hier im Artikel beschrieben, es mir doch bitte in den Kommentaren mitzuteilen!

Ihr Gerät wurde verändert. Es sind keine Software-Updates verfügbar. (Samsung Galaxy Note 10.1 2014)

Januar 1, 2014 1 Kommentar

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Die im Titel stehende Meldung bekommt man unter bestimmten Umständen bei einem Galaxy Note 10.1 2014, wenn man in den Einstellungen unter ‚Info zu Gerät‘ den Punkt ‚Software-Update->Aktualisieren->Auf Aktualisierungen überprüfen‘ (OTA Update – Of-the-Air Firmware Update) ausführt.

Ich war mir relativ sicher, dass das von mir verwendete Note kurz nach Erhalt eine andere Meldung zeigte. Irgendetwas mit ‚Keine Aktualisierungen verfügbar‘ oder so.

Eine erste kurze Recherche im Netz deutete daraufhin, dass ich das Note gerootet oder eine alternative Firmware aufgespielt habe, was beides nicht der Fall war!

Da ich nicht der erste war, der dieses Note einsetzte, dachte ich daran, dass es vielleicht von jemand anderes gerootet war und begann eine aufwendige Recherche im Internet zu dem Thema, dessen Ergebnisse ich weiter unten aufführe. Vieles deutet daraufhin, dass ich oder der Vorbesitzer die sogenannte eFUSE aktiviert hatte und mir damit dauerhaft Garantieleistungen und das OTA Update genommen hatte.

In der Fachwelt bedeutete dass das Setzen des sogenannten eFUSE oder Knox Bits von 0x0 auf 0x1.

Aber wie bekommt man nun heraus, was das eigene Gerät tatsächlich für einen Status hat? Man lässt sich den ODIN Status (siehe unten) anzeigen! Nachdem ich die ganze Zeit angenommen hatte, dass das von mir eingesetzte Gerät gerootet und damit ein Knox Bit von 0x1 hat, beruhigte es mich wieder zu sehen, dass dies nicht der Fall war. Lediglich der ‚SYSTEM STATUS‘ hatte sich auf ‚Custom‘ geändert. Damit schöpfte ich wieder Hoffnung, das Problem doch noch lösen zu können. Weitere Recherchen mit den Suchbegriffen ’system‘ ’status‘ ‚custom‘ brachten mich dann auf die Lösung.

Schlussendlich war die Lösung des Problems ganz anders, als ich vermutete, aber nicht minder merkwürdig! Das Problem war eine eingesteckte 64 GByte micro SD Karte! Sobald diese eingesteckt war und ich das Note einmal neu startete, funktionierte die Software-Aktualisierung nicht mehr!

Damit ist die Lösung des Problems ganz einfach: Die Karte entfernen, einmal neu starten und schon klappt die Aktualisierung wieder!

Trotzdem sollte sich Samsung da einmal etwas einfallen lassen. Es kann ja nicht sein, dass eine eingesteckte Speicherkarte kein OTA Update mehr erlaubt!

ODIN Status

Mit ‚Volume Down‘ und ‚Power‘ kommt man in den ODIN Modus:

ODIN MODE
PRODUCT NAME: SM-P605
CURRENT BINARY: Samsung Official
SYSTEM STATUS: Custom
KNOX KERNEL LOCK: 0x0
KNOX WARRANTY VOID: 0x0
QUALCOMM SECUREBOOT: NONE
RP SWREV: S2, T2, R2, A2, P0
WRITE PROTECTION: Enable

Die Zeile ‚SYSTEM STATUS: Custom‘ ist der Grund für die Titelzeile! Man sieht dort aber auch, dass mein Knox Counter/Flag noch immer auf 0x0 steht!

Um aus dem ODIN Staus wieder hinaus zu kommen, muss man so lange ‚Power‘ drücken, bis der Bildschirm wieder schwarz wird und dann noch einmal so lange, bis das Note wieder startet.

Knox ist nicht gleich Knox

Knox ist ein Sicherheitssystem, mit dem es bestimmter, auf dem Smartphone oder Tablet laufender Software, möglich sein soll, eine technische Kompromittierung des Geräts zu entdecken.

Dabei wird ein Flag verwendet, welches bei einer vermutlichen Kompromittierung gesetzt wird.

Dieses Flag ist offensichtlich auf den verschiedenen Geräten von Samsung unterschiedlich implementiert. Dabei gibt es eine Variante, die scheinbar mit einem Verfahren arbeitet, dass es nicht erlaubt, ein einmal gesetztes Flag wieder zurück zu setzen, eFUSE genannt.

eFUSE

Man kann sich das vermutlich wirklich wie eine durchbrennbare Sicherung vorstellen. Man hat einen Speicherplatz für ein Bit und dieser ist als mikroskopisch kleines Drähtchen realisiert. Gibt man auf dieses Drähtchen eine bestimmte Zeit lang eine Spannung mit einer genügend hohen Volt-Zahl, fließt ein so hoher Strom hindurch, dass das Drähtchen durchbrennt.

Keine Macht der Welt kann es jetzt wieder herstellen. Man könnte denken, dass man dann einfach mit einem Lötkolben ein neues Drähtchen darüber lötet, aber was, wenn das Drähtchen in einem Mikrochip verborgen ist? Dann könnte man ohne Zerstörung des Chips nicht an das Drähtchen heran.

Trotzdem gibt es vielleicht eine denkbare Lösung für das Problem: Irgendeine Software muss ja prüfen, ob das Bit gesetzt ist oder nicht. Diese könnte man so manipulieren, dass sie bewusst ein falsches Ergebnis zurück liefert.

Odin

Tool, um alternative Firmwares auf Android Smartphones oder Tablets zu flashen.

Heimdall

Tool, um alternative Firmwares auf Android Smartphones oder Tablets zu flashen. Heimdall gibt es auch für MAC und Linux.

URDLV

UNIVERSAL ROOT de la VEGA Tool

Verfahren um ohne Beeinflussung des Knox Zählers zu rooten:

Funktioniert nur mit Qualcomm Chipsets, sprich LTE Modell.

Anleitungen:

http://www.theandroidsoul.com/universal-root-de-la-vega-script/

http://forum.xda-developers.com/showthread.php?t=2522858

MJ3

Stability-Update für Samsung Galaxy Note 3.

Möglicherweise geht ab diesem Bootloader, der bei einem bestimmten OTA automatisch installiert wird, das Flashing von Firmware nicht mehr.

Quelle:

http://forum.xda-developers.com/showthread.php?p=46485788

MJ9

Android 4.3 für Samsung Galaxy S3.

Triangle Away

Diese App dient dazu, bei bestimmten Samsung Geräten einen Zähler zurück zu setzen, mit dem Samsung erkennen kann, ob auf dem Gerät eine alternative Firmware installiert /geflasht wurde.

Allerdings muss dazu das Gerät gerootet sein. Weitere Probleme:

Speziell im Fall des Note 10.1 2014 gibt es außerdem Hinweise darauf, dass Triangle Away nur bei der Wifi-Version funktioniert und nicht bei der LTE-Version. Es deutet auch einiges darauf hin, dass auch beim 10.1 2014 in der Wifi-Version das Knox-Bit nicht als eFuse realisiert wurde! Klar, dass man es dann eventuell zurück setzen kann!

Möglicherweise funktioniert die App auch nur bis zu einer bestimmten Android-Version. Es gibt Hinweise darauf, dass es ab Android 4.3 nicht mehr funktioniert:

http://www.pocketpc.ch/samsung-galaxy-note-10-1-2014-edition/199429-cf-auto-root-fuer-galaxy-note-10-1-2014-edition-verfuegbar-2.html

Installation direkt von Google Play aus:

https://play.google.com/store/apps/details?id=eu.chainfire.triangleaway&hl=de

Wanam Xposed

Diese App dient dazu, bei Samsung Geräten umfangreiche Einstellungen vorzunehmen und Zusätze zur Verfügung zu stellen. Dabei kann bei bestimmten Geräten auch der Knox Zähler zurück gestellt werden. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der Zähler tatsächlich zurück gestellt wird, oder aber dem Betriebssystem nur ein zurückgestellter Zähler vorgegaukelt wird.

Installation direkt von Google Play aus:

https://play.google.com/store/apps/details?id=ma.wanam.xposed&hl=en

Allerdings benötigt man dazu wohl weitere Software wie:

Xposed Framework 2.2+ (Bridge API 30+)

http://forum.xda-developers.com/showthread.php?t=1574401

und außerdem muss das Tablet gerootet sein.

Knox freie Firmware

Eine Firmware, die ohne Knox auskommt, gibt es hier:

KNOX Free P605ZSUBMJ6 Firmware For Galaxy Note 10.1 2014 LTE SM-P605

http://true-android.blogspot.de/2013/11/knox-free-p605zsubmj6-firmware-for.html

TWRP

http://true-android.blogspot.de/2013/11/install-twrp-2630-on-galaxy-note-101.html

Root für Wifi Version

http://www.pocketpc.ch/samsung-galaxy-note-10-1-2014-edition/200278-anleitung-root-fuer-note-10-1-2014-a.html

Root für LTE Version

http://www.pocketpc.ch/samsung-galaxy-note-10-1-2014-edition/200075-root-root-de-la-vega-knox-0x0.html

Abkürzungen

WARRANTY BIT = WIFI Version

KNOX 0x1 = LTE Version

Kategorien:Android, Nerd Alltag

HTC One Erfahrungsbericht

November 24, 2013 2 Kommentare

Das HTC One sticht aus der Masse aufgrund seines teilweise aus Aluminium bestehenden Gehäuses und dem hochauflösenden Display hervor. Allerdings stellt sich die Frage, ob ein Full HD Display mit einer Diagonalen von 4.7 Zoll wirklich Sinn macht? Schon meine älteren Smartphones, das HTC HD2 und das Motorola Defy besitzen mit einer Auflösung von 800* 480 und 854*480 eine Auflösung, bei der man aus einem normalen Betrachtungsabstand kaum einzelne Pixel ausmacht.

Bildschirm

Meine persönliche bisherige Referenz in Schärfefragen ist ein Galaxy Note 1 mit 1280*800 Pixeln, die allerdings auf eine Diagonale von 5.3 Zoll verteilt werden. Trotz der damit geringeren Pixeldichte im Vergleich zum HTC One macht das Betrachten von Fotos auf diesem Gerät mehr Freude. Obwohl beide Geräte hervorragende Displays besitzen, macht es auf dem Galaxy Note etwas mehr Spaß, Bilder anzusehen. Die Gründe dafür sind das größere und etwas leuchtstärkere AMOLED-Display. Generell wirken Bilder auf dem Galaxy Note etwas wärmer und es sind auch feinere Farbabstufungen zu erkennen. Den Vorteil der höheren Auflösung kann, meiner Meinung nach, das HTC One beim Bilder betrachten nicht ausspielen.

Es ist auch sonst schwer, eine sinnvolle Verwendung für das Full HD Display zu finden. Mir ist bis jetzt jedenfalls noch keine eingefallen. Scheinbar eine reine Tech-Demo! Allerdings: Pixel kann man auf diesem Gerät keine mehr identifizieren! Grundsätzlich begrüße ich aber den Trend zu Displays, die eine so hohe Auflösung haben, dass man keine Pixelstrukturen mehr erkennen kann. Dadurch werden eben Anwendungen möglich, bei denen es auf eine perfekte Bildwiedergabe ankommt. Denkbar wäre zum Beispiel das Betrachten von Röntgenbildern.

IPS gegen AMOLED

Es gibt aber unter Umständen noch einen Aspekt, beim Vergleich mit Smartphones mit AMOLED Displays, der langfristig für das HTC One Display spricht. Es gibt im Internet Hinweise darauf, dass ein AMOLED Display im Laufe der Zeit und abhängig von der Helligkeit, altert. Die Leuchtkraft jedes einzelnen Farb-Pixels nimmt dabei je nach Einsatzdauer und Farbe unterschiedlich stark ab. So gibt es für ältere AMOLED Displays von Samsung Bilder im Internet (http://www.android-hilfe.de/samsung-galaxy-s2-i9100-forum/130675-erfahrungen-mit-amoled-bild-eingebrannt-19.html, http://www.android-hilfe.de/samsung-galaxy-s2-i9100-forum/130675-erfahrungen-mit-amoled-bild-eingebrannt-36.html), die zeigen, wie sich bestimmte Muster einer Titelzeile auf dem Display ‚eingebrannt’ haben. Natürlich hat sich da nicht wirklich etwas eingebrannt, sondern bestimmte Icons oder Schriften, die auf der Titelzeile immer wieder dauerhaft angezeigt werden, haben vermutlich die Leuchtkraft so gemindert, dass dies, wenn die Titelzeile einmal nur einfarbig leuchtet, in einem Helligkeitsunterschied bzw. ‚Schatten’ sichtbar wird. Von einem IPS Display sind mir derartige Veränderungen bisher noch nicht bekannt geworden. Wer sich nun ein Full HD Smartphone, wie das Samsung Galaxy S4, das Sony Xperia Z oder eben das HTC One kauft und mit dem Gedanken spielt, die fantastischen eingebauten Displays intensiv (stundenlang in Betrieb) zu nutzen, zum Beispiel in einem Dock auf dem Schreibtisch oder später, wenn man schon wieder ein neues Smartphone gekauft hat, als elektronischen Bilderrahmen (PiFra), der sollte sich dessen bewusst sein.

Geschwindigkeit

Einer meiner Tests mit jedem neuen Smartphone ist das Ansehen eines Full HD Trailers des erfolgreichsten Films aller Zeiten: Avatar. Meistens klappt das nicht. Und auch mit dem HTC One hatte ich anfangs Probleme, denn weder der eingebaute, noch die beiden Versionen des Rockplayers, kamen mit dem Trailer zurecht. Sie konnten ihn zwar ruckelnd anzeigen, aber nach kurzer Zeit gab es Tonausetzer. Da entdeckte ich einen alten Bekannten im Google Store wieder, eine Betaversion des VLC Players. Flugs installiert und ausprobiert: Der VLC Player kann den Trailer problemlos anzeigen! Womit ich auch gleich alle anderen Player deinstallierte und den VLC Player als meinen bevorzugten Player auf dem HTC One installierte.

Sound

Soundmäßig wirbt das HTC One mit zwei verschiedenen Schlagwörtern: ‚Boom Sound’ und ‚Beats Audio’. Bei ersterem handelt es sich um die von HTC verbaute Hardware, die sich angeblich von anderen Smartphones abhebt. Und zwar sind zwei, anstatt einem, Lautsprecher eingebaut und diese besitzen angeblich noch zusätzlich einen extra Verstärker. Ich dachte eigentlich, Lautsprecher müssten immer durch einen Verstärker angesteuert werden. Was macht dann den Verstärker des One aus? Ist er besonders kräftig?

Bei ‚Beats Audio’ handelt es sich um ein Produkt der Firma Beats Electronics, einem Hersteller, der hauptsächlich Kopfhörer herstellt.

Das an dem Soundsystem ‚Boom Sound’ in Kombination mit ‚Beats Audio’ des HTC One etwas Besonderes ist, wurde mir aber spätestens dann klar, als jeder in meiner Familie beim erstmaligen Zuhören sofort ein erstauntes Lob bzgl. des Klanges machte.

Im Internet finden sich allerdings kritische Informationen zum Boom Sound und zu Beats Audio. Manche Schreiber sind der Meinung, dass hinter Beats Audio nur eine Art Equalizer mit einer festen, basslastigen, Einstellung steht. Tatsache ist, wenn man Beats Audio in den Einstellungen abschaltet, klingt das HTC One relativ normal, normal im Sinne der akustischen Normalität von Smartphones, also etwas quäkend.

Ich habe weder passendes technisches Gerät noch das absolute Gehör. Auch bin ich eher unmusikalisch. Aber bei einem Vergleich mit einem Galaxy Note klang es auch mit abgeschaltetem Beats Audio noch etwas besser. Aber mit Beats Audio klingt das HTC One für ein Smartphone richtig gut.

Nur wenn ‚Beats Audio’ einfach nur ein Marketing-Trick ist – warum setzen die anderen Hersteller dann in ihren Smartphones nicht auch einfach einen Equalizer mit entsprechenden Einstellungen ein? Dann würden die anderen Smartphones im Vergleich nicht so schlecht abschneiden.

Möglicherweise ist es auch eine Kombination aus spezieller von HTC verbauter Hardware und einer darauf abgestimmten Software von Beats Electronics.

Angeblich lässt sich Beats Audio auch auf anderen Smartphones installieren, zumindest wenn man auf dem Smartphone Root-Rechte besitzt.

Das Gehäuse

Angeblich wird das Gehäuse in 200 Stunden aus einem einzigen Block Aluminium gefräst (Hier findet man ein Video zum Fräsvorgang). Ich denke, wenn eine Maschine solange am Gehäuse herum fräst, müsste das HTC One wesentlich teurer sein. 200 Stunden bedeuten über 8 Tage! Hallo? Wird dann alle 8 Tage eines fertig? Oder hat HTC 1000 Maschinen gleichzeitig am Fräsen? Also das stimmt sicherlich nicht. Auch bei der Aussage, dass es aus einem einzigen massiven Block gefräst wird, wäre ich vorsichtig. Scheinbar ist es nur die Rückseite. Die vorderen Metallteile oben und unten sind vermutlich davon unabhängig gefertigt.

Noch ein schönes Bild zu den Gehäusen. Und noch viele Bilder zum Entwurf.

Doch von solchen Details abgesehen, wirkt dass HTC One wirklich ziemlich massiv und es knirscht auch nichts, wenn man es etwas fester anfasst. Auch das Design gefällt mir ziemlich gut. Weitgehend folgt hier die Form der Funktion und dennoch sieht es sehr gefällig aus. In der Mitte das Display in sattem Schwarz und oben unten die beiden Lautsprecher silbern glänzend mit ihren unzähligen winzigen Löchern. Es ist ein schönes Smartphone und es fasst sich gut an.

Dadurch, dass das Display ziemlich nah an den Gehäuserand geht, kommt man allerdings im Alltag des Öfteren versehentlich auf den Touchscreen und löst versehentlich irgendeine App oder eine sonstige Reaktion aus.

Alltagsgebrauch

Im Alltag macht sich das HTC One ziemlich gut. Vermutlich bedingt durch die schnelle Hardware, lässt es sich zügig gebrauchen und man kommt bei allen Tätigkeiten nahezu ohne Verzögerung zum Ziel. Die Größe ist möglicherweise genau richtig für ein Smartphone: Es passt in die meisten Taschen und das Display ist trotzdem groß genug für eine einigermaßen großzügige Darstellung. Durch seine insgesamt sehr schnelle Datenverarbeitung macht es auch Spaß damit auf Youtube Videos anzusehen. Zumindest solange man eine schnelle WLAN-Anwendung hat. Dabei fällt auf, wenn man das Smartphone hochkant in der Hand hält, wie scharf und detailiert das Video dargestellt wird. Möchte man das Video auch anderen zeigen, empfiehlt es sich natürlich, das Smartphone waagrecht zu halten. Bei der dann erheblich größeren Darstellungsfläche, sieht man dann aber doch, dass das Videomaterial nicht ausreicht, auch diese Fläche mit voller Schärfe auszufüllen.

Handschmeichlerqualitäten

Normalerweise verwende ich das HTC One im Alltag zusammen mit so einer durchsichtigen Silikonhülle, aber manchmal möchte ich es direkter fühlen, nehme es aus der Hülle und lasse es durch meine Hände gleiten. Und wie jeder erwartet: Es fühlt sich gut an, das kühle und massive Smartphone zu spüren. Eine meiner Töchter aber sagt nicht kühl, sonder dass es sich kalt anfühlt und hat lieber ein Plastik-Smartphone in den Händen.😉

Negatives

Am meisten ärgert es mich, dass man den Akku nicht austauschen kann. Der Gedanke, mit dem HTC One in seinem Metallgehäuse etwas zu besitzen, welches – genau wie ein hunderte Jahre altes Schmuckstück aus Silber – von dauerhaftem Wert ist, widerspricht der nicht austauschbare Akku massiv. Sollte er viele Jahre seine Kapazität halten können, wäre es ja in Ordnung. Aber vorstellen kann ich mir das nicht. Dazu kommt noch, dass bei mir das HTC One an einem Tag ca. 50% Energie verliert und ich es darum natürlich jeden Abend ans Netzteil anschließen muss.

Schade ist, dass das HTC One nicht wie die Sony Xperia Serie oder mein altes Defy, outdoortauglich ist. Vermutlich darf man das Sony auch nicht fallen lassen, aber immerhin ist es wasserdicht. Das Defy hingegen, macht richtig was mit. Ich habe es schon viele Male fallen gelassen, schon Fische unter Wasser damit gefilmt, hab es seit Jahren am Mountainbike und wasche es anschließend nach einer Matschfahrt regelmäßig unter dem Wasserhahn ab. Das macht ihm alles nichts aus. Mit dem HTC One traue ich mich das nicht.

Im Vergleich mit einem Galaxy Note 1 fehlt der Luftdrucksensor, der von verschiedenen Outdoor Apps zum Bestimmen der Höhe verwendet wird.

Was mir sonst noch aufgefallen ist

Ich habe ziemlich viele Filme als DVDs und Blurays, die ich mit der der My Movies App verwalte. Die App besitzt eine Barcode Scanfunktion, mit der Filme sehr schnell erfasst werden können. Da ich die App mit verschiedenen Smartphones und Tablets einsetze, habe ich Erfahrung sammeln können, wie gut  das mit dem jeweiligen Smartphone funktioniert. Ich nehme an, dass dabei die Lichtempfindlichkeit des verwendeten Bildaufnahmesensors (CCD) entscheidende Bedeutung hat. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Erfassung von Barcodes mit dem HTC One, von allen von mir bisher verwendeten Geräten, am besten geklappt hat! Vielleicht macht sich hier die viel beschworene höhere Lichtempfindlichkeit der HTC One Kamera bemerkbar?

Fazit: Das HTC One ist ein ganz feines Smartphone!

Kategorien:Android

Firefox auf einmal extrem langsam


Letztens hatte ich das Problem, das der Mozilla Firefox auf zwei meiner Netbooks (Acer D270) auf einmal merkwürdig langsam war. Natürlich denkt man da erst einmal an irgendwelche aktive Viren, aber ein Blick auf die Auslastung mit dem Process Hacker zeigte keine außergewöhnliche Aktivität an.

Abgesehen vom Firefox verhielten sich die Netbooks aber normal. Um ganz sicher zu gehen, installierte ich zum Testen noch den Google Chrome. Auch dieser verhielt sich normal bzw. man konnte mit Chrome auf dem Netbook ganz normal surfen.

Testweise deaktivierte ich auch einmal alle Plugins, aber dies brachte nichts!

Da viel mir ein, dass ich irgendwann in den Wochen davor mit der Grafik experimentiert hatte und diese auf maximale Hardwarebeschleunigung stand!

Nachdem ich diese wieder deaktiviert hatte, lief Firefox auf beiden Netbooks wieder ganz normal!

Hier findet man die Einstellungen unter XP:

Desktop->Rechtsklick->Eigenschaften->Einstellungen->Erweitert->Problembehandlung

Das würde also bedeuten, dass der Firefox bei aktivierter Hardwarebeschleunigung irgendwelche Funktionen verwendet, die auf Geräten mit schlechter Grafikkartenunterstützung zu Problemen mit der Grafik Hardware führt, die schlussendlich zu extrem verzögertem Verhalten des Firefox führt!

0 A.D. Grundlagen zur Erstellung von Random Map Scripts


Das Open Source Projekt 0 A.D. mausert sich allmählich zu einem richtigen Spiel. Davon abgesehen, ermöglicht es aber schon jetzt wunderschöne Spielkarten in Form von handgebauten Szenarios oder zufällig erzeugten Landkarten. Letztere basieren auf in JavaScript geschriebenen Scripts, im weiteren Text ‚Random scripts‘ genannt.. So etwas gab es schon beim alten Age of Empires und es hat mich immer interessiert, solche Scripts selbst zu erstellen. Als ich die Karten von 0 A.D. sah, war ich so begeistert, dass ich einmal nachgesehen habe, wie man dort solche Scripts erstellen kann.

Nach der Installation von 0 A.D. unter Windows gibt es 3 Basisverzeichnisse, in denen sich jeweils Teile von 0 A.D. befinden. Eines davon ist:

‚C:\Users\Username\AppData\Local A.D. alpha‘

Hier befindet sich unter anderem ein Unterverzeichnis:

‚C:\Users\Username\AppData\Local A.D. alpha\binaries\data\mods\public‘

in dem sich eine gezippte Datei ‚public.zip‘ befindet. Der Schlüssel zum Experimentieren mit Random Scripts liegt darin, diese Datei in diesem Verzeichnis zu entpacken. Anschließend befinden sich in diesem Ordner weitere Verzeichnisse. In dem Verzeichnis:

‚C:\Users\Username\AppData\Local A.D. alpha\binaries\data\mods\public\maps\random‘

liegen die schon mit 0 A.D. mitgelieferten Random scripts. Man kann diese nun einfach editieren bzw. eines davon kopieren und als Vorlage für eigene Experimente verwenden.

Ausprobieren lassen sich die eigenen Versuche im mit 0 A.D. mitgelieferten ‚Map editor.‘ Er hat einen Bereich ‚Random map‘, in dem alle existierenden Random scripts aufgeführt sind.

Jedes Random script besteht aus dem eigentlichen Script mit der Dateiendung ‚.js‘ und einer beschreibenden Datei mit der Endung ‚.json‘. Dort befindet sich ein Element ’settings->Script‘, in dem man am besten als erstes die eigene Scriptdatei einträgt.

Hier finden sich Hinweise zum Random scripting.

Viel Spaß bei Euren ersten Experimenten mit Random scripts für 0 A.D.!

Kategorien:0 A.D., Nerd Alltag