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Archive for Januar 2010

Die Wikipedia auf dem HTC HD2


Eine Wikipedia, offline auf meinem Handy – alias PocketPC – ist für mich ein Muss. Nachdem ich auf dem xda Orbit 2 lange den Mobipocket Reader verwendet habe und zwar diese Version, bin ich beim HD2 auf den Tomeraider umgestiegen. Am besten lädt man sich diese Version herunter. Passende Wikipedias findet man bei www.salat.cc oder bei Axel Schäfer von der SPD.

Arrrggghhh…

Januar 28, 2010 1 Kommentar

Heute morgen schon wieder!

Friedlich sitze ich im Wagen auf dem Weg nach Darmstadt und habe den HD2 neben mir auf dem Beifahrersitz liegen. Zeitweise sehe ich mToolbox dabei zu, wie es mit der ‚Shock Sensor‘-Funktion nette Graphen auf’s Display malt und einmal erfasse ich mit dem Resco Audio Recorder eine Sprachnotiz. Als ich wenig später eine weitere Sprachnotiz erfassen will und auf den Einschaltbutton drücke, passiert – nichts! Es passiert gar nichts! Das Gerät läßt sich wieder einmal nicht einschalten. So, und nun resettet den HD2 einmal mitten morgens im Berufsverkehr in Darmstadt, nachdem es in der Nacht geschneit hat und die Straßen entsprechend Aufmerkamkeit erfordern.

Erst einmal muss man ja den Deckel aufbekommen und das funktioniert beim HD2 nur mit zwei Händen. Das wäre aber noch nicht das Hauptproblem! Man benötigt ja auch noch etwas kleines, schmales, Spitzes, um auf den roten Softreset-Button zu drücken. Sowas habe ich zwar in meinem Rucksack dabei, aber ich müsste es erst mühselig beim Fahren aus dem Rucksack heraus fischen. Also bleibt das Gerät aus, bis ich endlich in der Firma bin.

Ich hasse es!!!

Kategorien:HTC HD2, Windows Mobile

Von GnuCash nach Cash Organizer


Wer mit GnuCash schon länger seine Buchungen erfasst hat und sich mit dem Kauf des HTC HD2 entschieden hat, in Zukunft seine Finanzüberwachung mit dem Cash Organizer von Inesoft zu erledigen, ist vielleicht daran interessiert einen einfachen Weg zu finden, seine Buchungen von GnuCash zum Cash Organizer zu konvertieren. Und das geht tatsächlich relativ einfach. Eine Anleitung gibt es hier. Das meiste erschließt sich aber einem auch von selbst, sobald man das dazu notwendige Java Programm downgeloadet hat. Es gibt aber zwei Fakten, die nicht direkt aus der Doku hervor gehen:

1. Wo befindet sich eigentlich die Datei mit den Buchungen?

Ich habe GnuCash auf einem USB Stick unterhalb des Apps-Verzeichnisses der LupoPenSuite installiert. Dort findet sich die notwendige Datei im Verzeichnis ‚\Apps\GnuCashPortable\Data\Profile‘. Den Namen der notwendigen Datei hat man beim ersten Start von GnuCash selbst vergeben – er müsste sich dort finden lassen.

2. Dort gibt es aber keine XML-Datei!

Genau! Das hat mich am längsten Zeit gekostet, bis ich nach einigem Stöbern und Probieren herausgefunden habe, das GnuCash tatsächlich seine Daten als XML Dateien speichert, sie zusätzlich aber noch einmal komprimiert! Das heißt, man muss sie vor der Konvertierung einfach entpacken! Dazu kann man mein momentanes Lieblings-Komprimierungstool 7Zip verwenden.

Anschließend liegt die Datei als XML-Datei vor und kann problemlos mit GnuCashToQIF zu einer QIF-Datei konvertiert werden. Diese läßt sich dann mit der entsprechenden Import-Option vom Cash Organizer problemlos einlesen.

Das neue ‚GPSSend‘!

Januar 27, 2010 1 Kommentar

[Achtung: Neue Version von GPSSend für Android direkt im Market!]

Mittlerweile gibt es nicht nur Handys mit eingebautem GPS-Sensor, sondern auch Handys mit Beschleunigungssensor! Für mein ursprüngliches Vorhaben, ein mobiles System zu schaffen, das es erlaubt einen einsamen Biker beim Nightbiken zu überwachen, ist dies ein idealer Umstand! Nun brauche ich nicht mehr die GPS-Position zu überwachen, um festzustellen ob der Biker gestürzt ist und möglicherweise ohnmächtig oder bewegungsunfähig auf dem Boden liegt. Denn dies kann jetzt der Bewegungssensor übernehmen! Gedacht – getan, hier ist das neue GPSSend mit einem auf dem Beschleunigungssensor basierenden Überwachungskonzept. Das ursprüngliche Programm gibt es aber auch noch.

Wie funktioniert’s?

Moderne Handys wie z. B. das iPhone oder der HTC HD2 besitzen neben vielen anderen Sensoren oft auch einen Beschleunigungssensor. Üblicherweise wird der dazu verwendet, festzustellen ob das Handy hochkant oder horizontal gehalten wird und davon abhängig wird der Bildschirminhalt gedreht. Manche Programmierer haben diese Funktion auch zweckentfremdet, um beim iPhone einen ‚Biertrink-Simulator‘ zu programmieren. Aber man kann auch sinnvolle Sachen damit machen.

Der typische Anwendungsfall sieht so aus: Bevor Ihr mit Eurem Bike los fahrt, startet Ihr das installierte GPSSend auf Eurem Windows-Mobile 6.5 Handy und drückt auf den ‚Start‘-Button. Ab jetzt müsst Ihr in Bewegung bleiben, sobald Ihr länger als eine Minute völlig bewegungslos verharrt – was bei der Ausübung eines Sports kaum der Fall sein dürfte – ermittelt das Handy Eure aktuelle Position über das eingebaute GPS und sendet diese Information per SMS an eine vorher eingestellte Telefonnummer oder per EMail an eine vorher eingestellte EMail-Adresse.

Falls Ihr es noch nicht wisst, GPSSend kann etwas mehr, als das Versenden der aktuellen Position (was übrigens in der neuen Version abschaltbar ist!) – es zeichnet auch Eure Strecke in einer Datei auf, die Ihr anschließend beliebig verwenden könnt. Da die Datei im Programm-Verzeichnis im GPX-Format vorliegt, könnt Ihr sie nach dem Sport in viele verschiedene Programme einlesen und dort Euren Streckenverlauf ansehen.

Wer sich für die neue Funktion interessiert, aber überhaupt nichts mit dem ‚Livetracking‘ am Hut hat, für den es gibt eine neue Option im Einstellungsdialog, die es erlaubt, das Livetracking abzuschalten. So kann der Unfallüberwachungsmechanismus ausprobiert werden, ohne dass man Livetracking einsetzt.

Seid beim Wählen der SMS-Nummer bzw. der EMail-Adresse für die Benachrichtigung bei einem Unfall vorsichtig! Denkt wirklich darüber nach, wen Ihr benachrichtigen wollt und was dann passieren soll, wenn der Benachrichtigte die GPS-Position bekommt. Soll ein Rettungsdienst benachrichtigt werden? Soll derjenige erst einmal zurück rufen? Was ist wenn GPSSend die EMail versehentlich sendet – zum Beispiel, weil es aus dem Rucksack gefallen ist und bewegungslos im Gras liegt – und danach Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei nach Euch sucht?

Es ist auch nicht völlig auszuschließen, dass das System überhaupt keine Benachrichtigung versendet, da es direkt an Eurem Körper liegt und Eure Atmung registriert! Probiert es einfach einmal aus und schreibt mir, was Ihr davon haltet.

Kurzanleitung:

  • Programm downloaden und auf einem Windows-Mobile Handy mit GPS und Beschleunigungssensor installieren.
  • Programm aufrufen.
  • Einmalig Einstellungsdialog mit ‚Menü/Konfigurieren‘ aufrufen.
  • Entscheiden welche Benachrichtigungsmethode (SMS oder EMail) verwendet werden soll.
  • Telefonnummer oder EMail-Adresse angeben.
  • Wenn EMail genommen werden soll, dann das Konto auswählen über das die Benachrichtigung gesendet werden soll.
  • Den Haken vor der gewählten Methode setzen.
  • Wenn kein Account für Livetracking vorhanden ist, dann darauf achten, dass der Haken bei Livetracking nicht gesetzt ist!
  • Den ‚Sichern‘-Button drücken.
  • Wenn losgefahren wird auf den ‚Start‘-Button drücken.

Wenn Ihr Euch überhaupt nicht bewegt, fängt das Programm an die Sekunden zu zählen. Ab 30 Sekunden fängt es an zu piepsen, so dass Ihr, falls Ihr aus irgendwelchen Gründen – aber keinem Unfall – in Bewegungslosigkeit verharrt, darauf aufmerksam gemacht werdet und mit einer kurzen Bewegung den Zähler wieder auf Null stellen könnt. Sind 60 Sekunden erreicht, sendet das Handy die Benachrichtigung!

Have a look: http://biketracking.dyndns.org/geo_rbl

Kategorien:Projekte

Ausgewählte Software für den HTC HD2

Januar 25, 2010 2 Kommentare

Resco Photo Manager

Schon mein erster PocketPC besaß ein wundervolles Display mit 640*480 Pixeln – damals noch eher eine Seltenheit. Ein solch kleines Display (10 cm Diagonale) mit so vielen Pixeln ist geradezu prädestiniert zum Betrachten von Bildern. Ich besitze mittlerweile über 50000 Digitalbilder und mich reizte die Vorstellung, alle (!) Bilder auf meinem PocketPC bei mir zu tragen, jederzeit darauf Zugriff zu haben und sie ansehen zu können. Allerdings bekommt man diese Bilder in ihrer Originalgröße nicht auf den PocketPC – das sind einfach zu viele GByte!  Außerdem benötigt man die Bilder ja gar nicht in der Originalgröße auf dem PocketPC, was will man mit mehrtausend * mehrtausend Pixeln großen Bildern auf einem PocketPC Display?

Zum Glück gibt es Tools wie XnView. Mit diesem Programm kann man in einer mehrtägigen Aktion alle Bilder in ihrer Auflösung genau auf die 640*480 Pixel verkleinern, die notwendig sind um sie in wundervoller Qualität auf einem hx4700 oder ähnlichen Geräten anzusehen. Zum Betrachten eignet sich die PocketPC Version von XnView: XnView v1.51 for PocketPC

Der Speicherbedarf der damals 40000 und jetzt ca. 50000 Bilder schrumpft von ca. 70 – 80 GByte auf  4 – 6 GByte, das geht dann schon locker auf die heute üblichen Speicherkarten. Für den hx4700 verwendete ich eine 4 GByte Karte und jetzt für den HD2 besitze ich eine 16 GByte Karte – also überhaupt kein Problem!

Auf meinem xda Orbit 2 habe ich XnView in der PocketPC Version zum Betrachten der Bilder verwendet. Auf dem HD2 macht das aber überhaupt keine Freude mehr, da XnView auf Stiftgebrauch und nicht auf ‚Touch’-Gebrauch ausgelegt ist. Dies führte dazu, dass ich mich nach anderen Betrachtungsprogrammen umsah. So stieß ich auf den Resco Photo Manager, der sich wunderbar durch ‚Herumschmieren’ auf dem Display des HD2 gebrauchen lässt. Zusätzlich zu der elementaren Funktion des komfortablen Stöberns in Verzeichnissen, in denen sofort jeder Listeneintrag rechts mit einem Vorschaubild versehen wird, gibt es auch Funktionen wie einen Diaschau-Modus oder eine durchaus brauchbare, einfache integrierte Bildverarbeitung. Aber dass bei der Entwicklung des Programms mit Liebe zum Detail gearbeitet wurde, sieht man am besten an einer anderen wunderbaren Funktion: Sobald man beim Stöbern ein Verzeichnis ‚betritt’ das selbst weitere Unterverzeichnisse beinhaltet, werden jeweils 3 Bilder aus jedem Unterverzeichnis in Form von drei sich winzig überlappenden Bildern neben jedem Verzeichniseintrag in der Liste dargestellt.

Leider ‚verhebt’ sich das Programm aber manchmal an meinen 50000 Bildern und es kommt zu einer Fehlermeldung bzw. zum Absturz des Programms. Ich habe aber den Eindruck, dass dies vor allem während des gerade beschriebenen Scan-Vorgangs auftritt, den das Programm vermutlich in einem separaten Thread erledigt, während man weiter in den Verzeichnissen herum stöbert. Da die Scan-Ergebnisse, bei denen die 3 kleinen Bilder erstellt werden, in Form von Dateien zusätzlich im Dateisystem des Bildverzeichnisses abgelegt werden, kommt dies zum Glück im Laufe der Zeit immer seltener vor.

Schön wäre noch eine Option, die es erlaubt das Startverzeichnis fest auf ein bestimmtes individuelles Verzeichnis festzulegen.

Resco Audio Recorder

Nachdem ich die hohe Qualität des Photo Managers erkannt hatte, begann ich mich für die anderen Programme von Resco zu interessieren. Der ‚Audio Recorder‘ weckte mein Interesse am stärksten, da ich mich schon lange für Tools interessiere, die es erlauben Sprachnotizen aufzuzeichnen. Der in Windows Mobile integrierte ‚Sprachrekorder‘ hatte in der Vergangenheit meine Bedürfnisse nicht befriedigt, da er nur eine begrenzte Aufzeichnungsdauer besitzt und die Aufnahmen als WAV-Dateien speichert, welche äußerst speicherintensiv sind und auch nicht überall abgespielt werden können.

Ganz im Gegensatz zum Audio Recorder. Der erlaubt es, als Aufzeichnungsformat MP3 auszuwählen, wodurch die Aufnahmen sehr kompakt werden und von jedem MP3-Player abgespielt werden können. Dazu verfügt er über ein weiteres, sehr effizientes Merkmal: Es lässt sich eine ‚Voice Activation‘ einstellen. Derart präpariert wartet der Audio Recorder nach dem Drücken des Aufnahme-Buttons auf eine – einstellbare – Lautstärke-Höhe, bis er mit der Aufnahme beginnt. Dadurch werden lautlose Zwischenräume nicht aufgezeichnet und die eigentliche Aufnahme enthält nur die wirklich gesprochenen Passagen. Das spart noch einmal zusätzlich Platz und macht das spätere Abhören komfortabler, da man bei Zwischenräumen weder warten noch vor spulen muss.

Resco File Explorer

Mag die Konzeption eines  mobilen Computers mit Telefonfunktionen eigentlich einen extrem einfachen, ‚touchable‘ Gebrauch vorsehen, kommt man als Software-Entwickler nicht um eine gelegentliche Arbeit direkt im Dateisystem herum. Mit dem eingebauten ‚Explorer‘ ist dies nicht sonderlich komfortabel zu machen. Vor allem auch deswegen , weil der HD2 ja nicht einmal mehr einen Stift besitzt, mit dem man etwas gezielter als nur mit den Fingern, auf einzelne Listeneinträge tippen könnte. Da kommt einem der File Explorer mit seinen wesentlich höheren Listeneinträgen und seinem von vornherein auf ‚touchable‘ Gebrauch ausgelegten Konzept zu Hilfe. Zusätzlich ist im Paket auch noch die Option für einen Registry- und FTP-Zugriff vorhanden, so dass der File Explorer für alle, die mehr als nur die Standardfunktionen des HD2 benötigen, ein sinnvolles Zubehör darstellt.

TCMCP

Das – zumindest für Smartphones – riesige, scharfe Display des HD2 ermöglicht nicht nur Bildern ein exzellentes Erscheinen, auch für Filme ist es mehr als nur geeignet. Leider kann der eingebaute Player nicht alle Formate abspielen. Als Alternative bietet sich der Coreplayer an. Genau wie die Resco-Software auch, kostet der aber Geld. Wenn ich mich recht erinnere, ist der Coreplayer aber ein Nachfolger des Betaplayers und von diesem gibt es auch eine kostenlose Version. Ich bin mir aber nicht sicher. Infos zum TCMCP gibt es hier. Allerdings sollte man ihn sich dort nicht downloaden, da dort noch zusätzlich eine ‚Softonic Toolbar‘ installiert wird und die Version vermutlich auch nicht auf dem HD2 funktionieren wird, da sie vermutlich nicht für Windows Mobile ab Version 6.1 kompiliert ist. Es gibt aber eine rekompilierte Version, die durchaus sowohl auf dem xda Orbit 2 als auch auf dem HD2 funktioniert.

Eine weitere interessante Information ist der Hinweis, dass sich der TCMCP-Player um Codecs erweitern läßt, mit dessen Hilfe er noch mehr Filmformate (angeblich sogar FLV) verstehen und abspielen kann. Das heisst, eine ideale TCMCP-Installation enthält auch alle zusätzlichen Codecs. Eine Seite, die das besser erklärt, findet sich hier. Lange Rede, kurzer Sinn, einen brauchbaren Download-Link habe ich hier gefunden. Diese CAB-Datei enthält einen für Windows Mobile kompilierten TCMCP incl. vieler verschiedener Codecs. Einfach die CAB-Datei installieren und alles notwendige ist vorhanden. Die ursprüngliche Seite zum TCMCP.

Zum Abschluß noch der wichtigste Hinweis: Auf keinen Fall sofort einen Film abspielen! Ich habe mir damit den HD2 schon so ‚zerschossen‘, dass ich um einen Hardreset nicht herum gekommen bin. Das erste, was man nach dem Aufruf des TCMCP auf dem HD2 machen sollte, ist die Option ‚Video‘ auf  ‚GDI‘ umstellen!!! Danach ist der TCMCP einer der besten Player für den HD2.

Kategorien:HTC HD2, Windows Mobile

Was mich an Windows Mobile auf dem HTC HD2 zur Weißglut treibt

Januar 24, 2010 9 Kommentare

Das HTC HD2 ist eines der modernsten Smartphones die zurzeit auf dem Markt sind. Es basiert auf dem Betriebssystem Windows Mobile, welches sich in den letzten Jahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Aktuell sind das iPhone oder die auf Google Android basierenden Smartphones in aller Munde. Ohne dass ich eines davon besessen hätte, vermute ich, dass ihr Erfolg auf einer soliden Funktionalität, gepaart mit einem äußerst einfachen Gebrauch, basiert.

Vor knapp 2 Jahren kaufte ich mir, nach einem Siemens Handy und zwei Sony-Erricson Handys, im Rahmen einer Vertragsverlängerung mein erstes Windows Mobile Smartphone, ein xda Orbit 2. Davor hatte ich auch schon Erfahrungen mit einem HP hx4700 gesammelt, der zwar kein Smartphone ist, aber auf einem Vorgänger des Windows Mobile Betriebssystems basiert. Schon damals war mir aufgefallen, dass es beim Arbeiten mit den Geräten auf Basis von Windows Mobile nicht ohne einen gelegentlichen Reset ging. Das war ich – zugegebenermaßen – von Windows 95 gewohnt, ist mir aber beim Arbeiten mit Windows XP allmählich entfallen. Auch die Vorgänger-Handys mussten im Verlauf ihres Einsatzes kein einziges Mal resettet  werden!

Da ich immer mal wieder Programme ausprobierte und als Software-Entwickler durchaus dafür Verständnis habe, dass das eine oder andere Programm fehlerbehaftet ist und darum zu Problemen führen kann, habe ich eine gewisse Toleranz entwickelt. Andererseits sollte ein gutes Betriebssystem die einzelnen Programme so voreinander abschotten, dass, falls eines abstürzt, es die anderen nicht mit in den Abgrund reißt. Besonders ein Smartphone, dessen wesentliche Aufgabe die Aufrechterhaltung von Kommunikation ist, sollte diese Funktion auf jeden Fall bereitstellen, selbst wenn alle anderen Programme wild werden. Es darf also auf keinen Fall in einen Zustand geraten, der es einem unmöglich macht, ein ankommendes Gespräch entgegen zu nehmen oder in einem Notfall selbst schnell einen Anruf durchzuführen.

Beides war mit dem xda Orbit 2 nicht immer möglich. Es kam von Zeit zu Zeit vor (ich würde sagen wöchentlich einmal), dass das Smartphone, obwohl ich tagelang keine neue Software installierte und es auch sonst nicht beanspruchte, sich nicht einschalten lies. Es hatte sogar den Anschein, wie spätere Nachforschungen ergaben, dass das Smartphone just in dem Augenblick seinen Dienst versagte, wenn es gerade einen Anruf bekam. Das heißt, dass es in diesem Moment weder klingelte noch vibrierte und da es im Standby in der Hosentasche war, ich von diesem Anruf nichts mitbekam – also möglicherweise ein wichtiges Gespräch verpasste. Dies ist ein unhaltbarer Zustand für ein Smartphone und deklassiert es derart, dass man vor dem Kauf eines solchen Smartphones eigentlich warnen muss.

Da ich zu dieser Zeit eine Software für Windows Mobile entwickelte und es zum Testen benötigte, ich außerdem von einem starken Spieltrieb beseelt bin und davon abgesehen, äußerst selten telefoniere, habe ich es behalten. Es hat aber niemals bei mir die gleiche Reputation erhalten, wie mein über 15 Jahre alter HP 200LX, der noch heute für mich, was Zuverlässigkeit, maximale Freiheit durch minimalen Akku-Verbrauch und beste Tippfähigkeit an geht, mein absoluter Favorit ist. Das heißt, das ich noch heute meine Termine und Adressen in diesem Gerät verwalte, völlig unabhängig von irgendwelcher Outlook-Synchronisation und dass ich in Meetings alles wichtige mit dem HP200LX in nahezu Echtzeit mit tippe. Über eine Compactflash Karte kann man die Daten mit aktuellen Computern austauschen.

Jetzt, gerade so zur Weihnachtszeit, war mir nach einem neuen Smartphone. 1 GHz Mikroprozessortakt, 800 * 480 Pixel, kapazitives, echtes Glas-Display (also kratzfest, hoffe ich doch) , schön flach und elegant, zum Teil mit einem Gehäuse aus Metall, Kamera, einen Haufen Sensoren eingebaut, sogar ein FM-Radio dabei, meine selbst entwickelte Software läuft auch darauf – also eigentlich alles wie bei meinem alten Orbit 2 – nur alles viel schöner! Da wurde ich weich und lies mir ein HTC HD2 schenken.  🙂

Ich bin fest davon ausgegangen, dass solch merkwürdigen Abstürze wie damals nicht mehr vorkommen würden. Die Fazits der ersten Tests verschiedener Online-Seiten deuteten auch auf etwas Außergewöhnliches hin, einmal abgesehen vom Rosa-Farbstich der Kamera. Zwar wurde darauf hingewiesen, dass unter der schicken Oberfläche HTC Sense immer noch potthässliche und fingerunfreundliche Dialoge von Microsoft lauern, aber es hat niemand davon geschrieben, dass das Teil immer noch gelegentlich abschmiert. Sind ja auch zwei Jahre seither vergangen und bestimmt haben die Leute von Microsoft und HTC heftig daran gearbeitet, solche entscheidenden Probleme schnellstens aus der Welt zu schaffen…

Tja, ein großer Fehler meinerseits! Auch das tolle HD2 hat die gleichen Probleme wie mein altes Orbit 2!

Hey, Microsoft und HTC-Leute! Ich habe mir doch kein Windows Mobile Smartphone gekauft um alle paar Tage einen Softreset zu machen, oder von Zeit zu Zeit einen Hardreset durchzuführen um anschließend alles neu einzurichten. Ich will auch von eurem Support nicht die Frage hören, ob das Problem nach einem Hardreset immer noch vorhanden ist? Ich kann doch nicht jedes Mal einen Hardreset machen, wenn mal wieder etwas merkwürdig lief am HD2. Ich möchte auch nicht mit Memmaid und Konsorten alle paar Tage das System aufräumen – einmal davon abgesehen, dass das bis jetzt nichts gebracht hat. Ich habe auch keine Lust stunden- und tagelang in irgendwelchen Foren nach Problemlösungen zu stochern.

Ich weiß, dass Windows Mobile nicht wirklich gut ist, aber das es nach so vielen Jahren immer noch so mies ist, hätte ich nicht gedacht. Ich erwarte wenigstens, dass ein Smartphone, wenn ich es einfach nur zum telefonieren verwende, es dies zuverlässig tut und nicht, genau in dem Moment, in dem ich gerade einen Anruf entgegennehme, es sich in die ewigen Jagdgründe verabschiedet. Oder ich es hoch nehme um dem Kumpel mit dem iPhone etwas zu zeigen, es sich genau in diesem Moment nicht mehr einschalten lässt. Das kann es doch wirklich nicht sein!

Ich bin schwer enttäuscht! Wenn sich da nicht innerhalb der nächsten Zeit etwas Gewaltiges tut – zum Beispiel in Form eines einwandfreien ROM-Updates – dann war das mein letztes Windows Mobile Smartphone, dann sehe ich mich einmal genauer beim iPhone oder den Androids um.

Kategorien:HTC HD2, Windows Mobile