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Ausgewählte Software für den HTC HD2


Resco Photo Manager

Schon mein erster PocketPC besaß ein wundervolles Display mit 640*480 Pixeln – damals noch eher eine Seltenheit. Ein solch kleines Display (10 cm Diagonale) mit so vielen Pixeln ist geradezu prädestiniert zum Betrachten von Bildern. Ich besitze mittlerweile über 50000 Digitalbilder und mich reizte die Vorstellung, alle (!) Bilder auf meinem PocketPC bei mir zu tragen, jederzeit darauf Zugriff zu haben und sie ansehen zu können. Allerdings bekommt man diese Bilder in ihrer Originalgröße nicht auf den PocketPC – das sind einfach zu viele GByte!  Außerdem benötigt man die Bilder ja gar nicht in der Originalgröße auf dem PocketPC, was will man mit mehrtausend * mehrtausend Pixeln großen Bildern auf einem PocketPC Display?

Zum Glück gibt es Tools wie XnView. Mit diesem Programm kann man in einer mehrtägigen Aktion alle Bilder in ihrer Auflösung genau auf die 640*480 Pixel verkleinern, die notwendig sind um sie in wundervoller Qualität auf einem hx4700 oder ähnlichen Geräten anzusehen. Zum Betrachten eignet sich die PocketPC Version von XnView: XnView v1.51 for PocketPC

Der Speicherbedarf der damals 40000 und jetzt ca. 50000 Bilder schrumpft von ca. 70 – 80 GByte auf  4 – 6 GByte, das geht dann schon locker auf die heute üblichen Speicherkarten. Für den hx4700 verwendete ich eine 4 GByte Karte und jetzt für den HD2 besitze ich eine 16 GByte Karte – also überhaupt kein Problem!

Auf meinem xda Orbit 2 habe ich XnView in der PocketPC Version zum Betrachten der Bilder verwendet. Auf dem HD2 macht das aber überhaupt keine Freude mehr, da XnView auf Stiftgebrauch und nicht auf ‚Touch’-Gebrauch ausgelegt ist. Dies führte dazu, dass ich mich nach anderen Betrachtungsprogrammen umsah. So stieß ich auf den Resco Photo Manager, der sich wunderbar durch ‚Herumschmieren’ auf dem Display des HD2 gebrauchen lässt. Zusätzlich zu der elementaren Funktion des komfortablen Stöberns in Verzeichnissen, in denen sofort jeder Listeneintrag rechts mit einem Vorschaubild versehen wird, gibt es auch Funktionen wie einen Diaschau-Modus oder eine durchaus brauchbare, einfache integrierte Bildverarbeitung. Aber dass bei der Entwicklung des Programms mit Liebe zum Detail gearbeitet wurde, sieht man am besten an einer anderen wunderbaren Funktion: Sobald man beim Stöbern ein Verzeichnis ‚betritt’ das selbst weitere Unterverzeichnisse beinhaltet, werden jeweils 3 Bilder aus jedem Unterverzeichnis in Form von drei sich winzig überlappenden Bildern neben jedem Verzeichniseintrag in der Liste dargestellt.

Leider ‚verhebt’ sich das Programm aber manchmal an meinen 50000 Bildern und es kommt zu einer Fehlermeldung bzw. zum Absturz des Programms. Ich habe aber den Eindruck, dass dies vor allem während des gerade beschriebenen Scan-Vorgangs auftritt, den das Programm vermutlich in einem separaten Thread erledigt, während man weiter in den Verzeichnissen herum stöbert. Da die Scan-Ergebnisse, bei denen die 3 kleinen Bilder erstellt werden, in Form von Dateien zusätzlich im Dateisystem des Bildverzeichnisses abgelegt werden, kommt dies zum Glück im Laufe der Zeit immer seltener vor.

Schön wäre noch eine Option, die es erlaubt das Startverzeichnis fest auf ein bestimmtes individuelles Verzeichnis festzulegen.

Resco Audio Recorder

Nachdem ich die hohe Qualität des Photo Managers erkannt hatte, begann ich mich für die anderen Programme von Resco zu interessieren. Der ‚Audio Recorder‘ weckte mein Interesse am stärksten, da ich mich schon lange für Tools interessiere, die es erlauben Sprachnotizen aufzuzeichnen. Der in Windows Mobile integrierte ‚Sprachrekorder‘ hatte in der Vergangenheit meine Bedürfnisse nicht befriedigt, da er nur eine begrenzte Aufzeichnungsdauer besitzt und die Aufnahmen als WAV-Dateien speichert, welche äußerst speicherintensiv sind und auch nicht überall abgespielt werden können.

Ganz im Gegensatz zum Audio Recorder. Der erlaubt es, als Aufzeichnungsformat MP3 auszuwählen, wodurch die Aufnahmen sehr kompakt werden und von jedem MP3-Player abgespielt werden können. Dazu verfügt er über ein weiteres, sehr effizientes Merkmal: Es lässt sich eine ‚Voice Activation‘ einstellen. Derart präpariert wartet der Audio Recorder nach dem Drücken des Aufnahme-Buttons auf eine – einstellbare – Lautstärke-Höhe, bis er mit der Aufnahme beginnt. Dadurch werden lautlose Zwischenräume nicht aufgezeichnet und die eigentliche Aufnahme enthält nur die wirklich gesprochenen Passagen. Das spart noch einmal zusätzlich Platz und macht das spätere Abhören komfortabler, da man bei Zwischenräumen weder warten noch vor spulen muss.

Resco File Explorer

Mag die Konzeption eines  mobilen Computers mit Telefonfunktionen eigentlich einen extrem einfachen, ‚touchable‘ Gebrauch vorsehen, kommt man als Software-Entwickler nicht um eine gelegentliche Arbeit direkt im Dateisystem herum. Mit dem eingebauten ‚Explorer‘ ist dies nicht sonderlich komfortabel zu machen. Vor allem auch deswegen , weil der HD2 ja nicht einmal mehr einen Stift besitzt, mit dem man etwas gezielter als nur mit den Fingern, auf einzelne Listeneinträge tippen könnte. Da kommt einem der File Explorer mit seinen wesentlich höheren Listeneinträgen und seinem von vornherein auf ‚touchable‘ Gebrauch ausgelegten Konzept zu Hilfe. Zusätzlich ist im Paket auch noch die Option für einen Registry- und FTP-Zugriff vorhanden, so dass der File Explorer für alle, die mehr als nur die Standardfunktionen des HD2 benötigen, ein sinnvolles Zubehör darstellt.

TCMCP

Das – zumindest für Smartphones – riesige, scharfe Display des HD2 ermöglicht nicht nur Bildern ein exzellentes Erscheinen, auch für Filme ist es mehr als nur geeignet. Leider kann der eingebaute Player nicht alle Formate abspielen. Als Alternative bietet sich der Coreplayer an. Genau wie die Resco-Software auch, kostet der aber Geld. Wenn ich mich recht erinnere, ist der Coreplayer aber ein Nachfolger des Betaplayers und von diesem gibt es auch eine kostenlose Version. Ich bin mir aber nicht sicher. Infos zum TCMCP gibt es hier. Allerdings sollte man ihn sich dort nicht downloaden, da dort noch zusätzlich eine ‚Softonic Toolbar‘ installiert wird und die Version vermutlich auch nicht auf dem HD2 funktionieren wird, da sie vermutlich nicht für Windows Mobile ab Version 6.1 kompiliert ist. Es gibt aber eine rekompilierte Version, die durchaus sowohl auf dem xda Orbit 2 als auch auf dem HD2 funktioniert.

Eine weitere interessante Information ist der Hinweis, dass sich der TCMCP-Player um Codecs erweitern läßt, mit dessen Hilfe er noch mehr Filmformate (angeblich sogar FLV) verstehen und abspielen kann. Das heisst, eine ideale TCMCP-Installation enthält auch alle zusätzlichen Codecs. Eine Seite, die das besser erklärt, findet sich hier. Lange Rede, kurzer Sinn, einen brauchbaren Download-Link habe ich hier gefunden. Diese CAB-Datei enthält einen für Windows Mobile kompilierten TCMCP incl. vieler verschiedener Codecs. Einfach die CAB-Datei installieren und alles notwendige ist vorhanden. Die ursprüngliche Seite zum TCMCP.

Zum Abschluß noch der wichtigste Hinweis: Auf keinen Fall sofort einen Film abspielen! Ich habe mir damit den HD2 schon so ‚zerschossen‘, dass ich um einen Hardreset nicht herum gekommen bin. Das erste, was man nach dem Aufruf des TCMCP auf dem HD2 machen sollte, ist die Option ‚Video‘ auf  ‚GDI‘ umstellen!!! Danach ist der TCMCP einer der besten Player für den HD2.

Kategorien:HTC HD2, Windows Mobile
  1. Juli 30, 2010 um 11:12 pm

    ..ich bin Anfänger,deine worte sind sehr klar,thanks,und ich weiss’ez,dass ich denn Core-Player kaufen muss.
    ..weil Angst vor jeder Überraschung…lg_vetter

  2. Juli 31, 2010 um 7:13 am

    Danke schön. Dieser Artikel enthält noch mehr ausgewählte Software: https://tinkerpete.wordpress.com/2010/02/26/pimp-your-htc-hd2/

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