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Das neue ‚GPSSend‘!


[Achtung: Neue Version von GPSSend für Android direkt im Market!]

Mittlerweile gibt es nicht nur Handys mit eingebautem GPS-Sensor, sondern auch Handys mit Beschleunigungssensor! Für mein ursprüngliches Vorhaben, ein mobiles System zu schaffen, das es erlaubt einen einsamen Biker beim Nightbiken zu überwachen, ist dies ein idealer Umstand! Nun brauche ich nicht mehr die GPS-Position zu überwachen, um festzustellen ob der Biker gestürzt ist und möglicherweise ohnmächtig oder bewegungsunfähig auf dem Boden liegt. Denn dies kann jetzt der Bewegungssensor übernehmen! Gedacht – getan, hier ist das neue GPSSend mit einem auf dem Beschleunigungssensor basierenden Überwachungskonzept. Das ursprüngliche Programm gibt es aber auch noch.

Wie funktioniert’s?

Moderne Handys wie z. B. das iPhone oder der HTC HD2 besitzen neben vielen anderen Sensoren oft auch einen Beschleunigungssensor. Üblicherweise wird der dazu verwendet, festzustellen ob das Handy hochkant oder horizontal gehalten wird und davon abhängig wird der Bildschirminhalt gedreht. Manche Programmierer haben diese Funktion auch zweckentfremdet, um beim iPhone einen ‚Biertrink-Simulator‘ zu programmieren. Aber man kann auch sinnvolle Sachen damit machen.

Der typische Anwendungsfall sieht so aus: Bevor Ihr mit Eurem Bike los fahrt, startet Ihr das installierte GPSSend auf Eurem Windows-Mobile 6.5 Handy und drückt auf den ‚Start‘-Button. Ab jetzt müsst Ihr in Bewegung bleiben, sobald Ihr länger als eine Minute völlig bewegungslos verharrt – was bei der Ausübung eines Sports kaum der Fall sein dürfte – ermittelt das Handy Eure aktuelle Position über das eingebaute GPS und sendet diese Information per SMS an eine vorher eingestellte Telefonnummer oder per EMail an eine vorher eingestellte EMail-Adresse.

Falls Ihr es noch nicht wisst, GPSSend kann etwas mehr, als das Versenden der aktuellen Position (was übrigens in der neuen Version abschaltbar ist!) – es zeichnet auch Eure Strecke in einer Datei auf, die Ihr anschließend beliebig verwenden könnt. Da die Datei im Programm-Verzeichnis im GPX-Format vorliegt, könnt Ihr sie nach dem Sport in viele verschiedene Programme einlesen und dort Euren Streckenverlauf ansehen.

Wer sich für die neue Funktion interessiert, aber überhaupt nichts mit dem ‚Livetracking‘ am Hut hat, für den es gibt eine neue Option im Einstellungsdialog, die es erlaubt, das Livetracking abzuschalten. So kann der Unfallüberwachungsmechanismus ausprobiert werden, ohne dass man Livetracking einsetzt.

Seid beim Wählen der SMS-Nummer bzw. der EMail-Adresse für die Benachrichtigung bei einem Unfall vorsichtig! Denkt wirklich darüber nach, wen Ihr benachrichtigen wollt und was dann passieren soll, wenn der Benachrichtigte die GPS-Position bekommt. Soll ein Rettungsdienst benachrichtigt werden? Soll derjenige erst einmal zurück rufen? Was ist wenn GPSSend die EMail versehentlich sendet – zum Beispiel, weil es aus dem Rucksack gefallen ist und bewegungslos im Gras liegt – und danach Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei nach Euch sucht?

Es ist auch nicht völlig auszuschließen, dass das System überhaupt keine Benachrichtigung versendet, da es direkt an Eurem Körper liegt und Eure Atmung registriert! Probiert es einfach einmal aus und schreibt mir, was Ihr davon haltet.

Kurzanleitung:

  • Programm downloaden und auf einem Windows-Mobile Handy mit GPS und Beschleunigungssensor installieren.
  • Programm aufrufen.
  • Einmalig Einstellungsdialog mit ‚Menü/Konfigurieren‘ aufrufen.
  • Entscheiden welche Benachrichtigungsmethode (SMS oder EMail) verwendet werden soll.
  • Telefonnummer oder EMail-Adresse angeben.
  • Wenn EMail genommen werden soll, dann das Konto auswählen über das die Benachrichtigung gesendet werden soll.
  • Den Haken vor der gewählten Methode setzen.
  • Wenn kein Account für Livetracking vorhanden ist, dann darauf achten, dass der Haken bei Livetracking nicht gesetzt ist!
  • Den ‚Sichern‘-Button drücken.
  • Wenn losgefahren wird auf den ‚Start‘-Button drücken.

Wenn Ihr Euch überhaupt nicht bewegt, fängt das Programm an die Sekunden zu zählen. Ab 30 Sekunden fängt es an zu piepsen, so dass Ihr, falls Ihr aus irgendwelchen Gründen – aber keinem Unfall – in Bewegungslosigkeit verharrt, darauf aufmerksam gemacht werdet und mit einer kurzen Bewegung den Zähler wieder auf Null stellen könnt. Sind 60 Sekunden erreicht, sendet das Handy die Benachrichtigung!

Have a look: http://biketracking.dyndns.org/geo_rbl

Kategorien:Projekte
  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. September 8, 2015 um 12:25 pm

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