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Archive for Februar 2012

Acer Aspire One D270 mit MeeGo


MeeGo ist ein von Intel gefördertes Betriebssystem. Meines Wissens ist es bisher auf dem WeTab und in Smartphones von Nokia zum Einsatz gekommen. Da Nokia sich jetzt aber wohl Windows Phone zugewendet hat, wird es wohl wieder etwas an Bedeutung verlieren.

MeeGo ist insofern für den D270 von Bedeutung, da MeeGo auf Linux basiert und die Cedar Trail Plattform unterstützt. Das würde beweisen, dass auch unter Linux eine Verwendung der Cedar Trail Plattform möglich ist und damit die Hardware-Beschleunigung von Grafik. Möglicherweise ist es damit nur noch eine Frage der Zeit, bis Cedar Trail auch unter Ubuntu zur Verfügung steht.

Auch MeeGo läuft auf dem D270. Das Image ermöglicht das Ausprobieren per Live-Stick oder die Installation auf dem Netbook. MeeGo ist aber möglicherweise die erste Linux-Version, die die komplette Cedar Trail Plattform unterstützt. MeeGo bootet in der Live-Stick Version auf dem D270, findet aber kein Netzwerk, so dass das Ausprobieren zwar möglich ist, aber nicht viel Spaß macht.

MeeGo gibt es hier. Zur Installation habe ich UNetbootin verwendet.

Allgemeine Hinweise zur Installation von alternativen Betriebssystemen

Wenn man weiß wie, ist die Installation alternativer Betriebssysteme auf Netbooks sehr einfach. Es gibt im Internet zahllose Anleitungen dazu. Darum sollte man, wenn man mit dieser Kurzanleitung nicht weiterkommt, Google bemühen.

Nahezu immer wird dazu folgender Weg gegangen. Man muss ein sogenanntes Image (Oft Dateien mit der Endung IMG oder ISO) downloaden und anschließend mit einem speziellen Tool auf einen USB-Stick kopieren. Anschließend muss der Netbook im BIOS so umgestellt werden, dass er von einem USB-Stick booten kann. Dann den Stick in einen USB-Anschluss des Netbooks stecken und neu booten. Was jetzt passiert, hängt von der Art und Weise ab, wie der Stick mit dem Tool präpariert worden bzw. was in der Image-Datei enthalten ist:

  • Der Netbook bootet direkt vom Stick.
  • Das Image ist ein Installationsimage und ermöglicht jetzt die Installation des Betriebssystems auf dem Netbook.
  • Das Image enthält eine Live-Version des Betriebssystems, das heißt, das Betriebssystem kann ohne Installation auf dem Netbook ausprobiert werden.
  • Der Netbook präsentiert ein Auswahlmenü mit verschiedenen Möglichkeiten.

Die wichtigsten Tools zum Thema:

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Kategorien:Netbook

Acer Aspire One D270 mit ChromiumOS


Möchtet Ihr einmal ein Chromebook testen? Samsung hatte die ‚Ehre‘, das erste Chromebook herstellen und anbieten zu dürfen. Sicher wollt Ihr Euch aber kein Chromebook kaufen, nur um es einmal auszuprobieren. Aber es geht auch einfacher.

Ein Chromebook ist im wesentlichen ein Netbook mit dem Betriebssystem Chrome OS und dem Webbrowser Chrome. Man kann damit im Internet surfen. Aber wozu benötigt man dass? Geht doch auch mit anderen Betriebssystemen, wie zum Beispiel Windows oder Linux bzw. Ubuntu?

Ich denke, es gibt 3 Gründe für ein Chromebook:

  • Der Browser Google Chrome ist ziemlich gut.
  • Die Computerwelt orientiert sich immer mehr in Richtung Cloud Computing, kurz Cloud.
  • Unabhängigkeit von Microsoft und Apple.

Google Chrome

Zwei wesentliche Vorteile von Google Chrome sind die schnelle JavaScript-Maschine und die Ausführung eines Browser-Tab in einem eigenen Prozess. Beides ist insbesondere dann von Vorteil, wenn man nicht einfach nur Webseiten betrachtet, sondern über das Internet Spiele spielt oder mit Dokumenten arbeitet, wie das zum Beispiel über Google Docs möglich ist. Denn in diesem Fall muss der Browser ein aufwendiges Spiel oder eine richtige Anwendung wie eine Textverarbeitung oder eine Tabellenkalkulation ausführen und dabei ist größtmögliche Geschwindigkeit gefragt. Die kann Chrome möglicherweise besser, als Internet Explorer oder Firefox, bereitstellen.

Das Chrome jedes Tab in einem eigenen Prozess ausführt, hat den Vorteil, dass, wenn eine Webseite in einem Tab abstürzt oder hängen bleibt, dies keine weiteren Auswirkungen auf die anderen Tabs hat. In denen kann man einfach weiter arbeiten.

Cloud Computing

Beim Cloud Computing geht es darum, dass Anwendungen wie eine Textverarbeitung oder eine Tabellenkalkulation nicht mehr auf dem eigenen Computer installiert werden. Wenn man sie benötigt, startet man einfach einen Browser und dann über einen Link die benötigte Anwendung. Die Anwendung wird daraufhin aus dem Internet geladen. Auch die mit der Anwendung erstellten Dokumente wie Texte oder Arbeitsblätter, werden nicht lokal auf dem eigenen Computer gespeichert, sondern in einer sogenannten Cloud. Dass hinter der Cloud eine umfangreiche Serverfarm steht, muss der Anwender gar nicht wissen. Die Cloud hat den Vorteil, dass man nahezu von überall, wo einem ein internetfähger Computer zur Verfügung steht, auf seine Daten zugreifen und arbeiten oder spielen kann.

Unabhängigkeit von Microsoft und Apple

Die meisten heute von normalen Anwendern verwendeten Computer setzen als Betriebssystem Windows von Microsoft, oder iOS und OS X von Apple ein. Das heißt, damit Google mit seiner Suchseite Geld über Werbeeinnahmen oder seine zahllosen anderen Dienste verdienen kann, müssen die Anwender einen Computer von einem Hersteller kaufen, der nahezu immer ein Betriebssystem eines Konkurrenten einsetzt. Das bedeutet, dass die Möglichkeiten Googles, interessante Dienste anzubieten, von der Software anderer Hersteller abhängig ist. Auch müssen die Hersteller für die Verwendung des Betriebssystemes noch Lizenzgebühren entrichten, was den Kauf eines Computers für den Normalanwender teurer macht.

Fazit

Mit einem auf Chrome basierenden Computer wie dem Chromebook, stehen preisgünstige Computer zur Verfügung, die alle wesentlichen Bedürfnisse normaler Anwender abdecken. Man kann:

  • Im Internet surfen
  • Bei Amazon einkaufen
  • Webradio hören
  • Musik hören
  • Videos ansehen
  • Texte verarbeiten
  • Bücher schreiben
  • Komplexe Kalkulationen durchführen
  • Browserspiele spielen

Alles das funktioniert mit einem Chromebook! Und dies macht Googles Chrome  OS und den Browser Chrome zu einer mächtigen Konkurrenz für Microsoft oder Apple.

Es ist ein Betriebssystem, welches vor allem dazu entwickelt wurde, den Web-Browser Chrome auf Netbooks oder Notebooks der verschiedensten Hersteller laufen zu lassen. Wie jedes Betriebssystem stellt es eine Bindeschicht zwischen Hardware und Anwendung, in diesem Fall Chrome, zur Verfügung. Es unterstützt vor allem die Idee, die hinter dem  momentan allgegenwärtigen Begriff Cloud steht. Darin ist der Computer nur noch ein Mittel, um auf die in der Cloud liegenden Daten zuzugreifen.

Mir ist das ein wenig suspekt. Dass meine Daten, also meine Bilder und Texte irgendwo in der Cloud gespeichert sind und nicht mehr bei mir zu Hause, gibt mir kein gutes Gefühl. Andererseits nutzen wir in der Familie den Google Kalendar auf unseren Smartphones. So sieht jeder sofort die Termine aller anderen Familienmitglieder – keine schlechte Sache.

Mit Chrome OS sorgt Google aber auch dafür, dass ein einfaches, schnell zu startendes Betriebssystem für alle Hersteller von Netbooks oder Notebooks zur Verfügung steht, ohne dass diese eine Gebühr an Microsoft – für die Verwendung von Windows – zahlen müssen.

Ausprobieren

Dass dem Chromebook zugrunde liegende Betriebssystem Chrome OS stellt Google als Sourcecode zur Verfügung. Auf dessen Basis hat ein, sich hinter dem Pseudonym ‚Hexxen‘ versteckender, Entwickler eine Variante namens ChromiumOS kompiliert, die er auf seiner Webseite zum Download anbietet. Mit Hilfe des Tools Image Writer for Windows kann man es auf einen USB-Stick kopieren. Dieser dient dann als Live-Stick und ermöglicht das Ausprobieren von ChromiumOS, ohne dass es auf dem D270 installiert werden muss!

Erste Testergebnisse

ChromiumOS läßt sich auf dem D270 direkt vom USB-Stick aus booten und man landet dann direkt im Chrome Browser. Bei meinem ersten Versuch ein Youtube-Video abzuspielen, kam es allerdings zu einer Fehlermeldung. Nach einem Neustart von Chrome, klappte es dann aber. Allerdings ruckeln die Videos stark und auch sonst kam mir das ChromiumOS auf dem D270 nicht sonderlich flott vor. Der Gebrauch war träge und um den ‚Mauszeiger‘ von einem Bildschirmrand zum anderen zu bewegen, musste man mehrmals mit dem Finger über das Touchpad. Das lässt sich aber möglicherweise in den Einstellungen ändern.

ChromiumOS gibt es hier. Zur Installation habe ich Image Writer for Windows verwendet.

Allgemeine Hinweise zur Installation von alternativen Betriebssystemen

Wenn man weiß wie, ist die Installation alternativer Betriebssysteme auf Netbooks sehr einfach. Es gibt im Internet zahllose Anleitungen dazu. Darum sollte man, wenn man mit dieser Kurzanleitung nicht weiterkommt, Google bemühen.

Nahezu immer wird dazu folgender Weg gegangen. Man muss ein sogenanntes Image (Oft Dateien mit der Endung IMG oder ISO) downloaden und anschließend mit einem speziellen Tool auf einen USB-Stick kopieren. Anschließend muss der Netbook im BIOS so umgestellt werden, dass er von einem USB-Stick booten kann. Dann den Stick in einen USB-Anschluss des Netbooks stecken und neu booten. Was jetzt passiert, hängt von der Art und Weise ab, wie der Stick mit dem Tool präpariert worden bzw. was in der Image-Datei enthalten ist:

  • Der Netbook bootet direkt vom Stick.
  • Das Image ist ein Installationsimage und ermöglicht jetzt die Installation des Betriebssystems auf dem Netbook.
  • Das Image enthält eine Live-Version des Betriebssystems, das heißt, das Betriebssystem kann ohne Installation auf dem Netbook ausprobiert werden.
  • Der Netbook präsentiert ein Auswahlmenü mit verschiedenen Möglichkeiten.

Die wichtigsten Tools zum Thema:

Kategorien:Netbook

Acer Aspire One D270 mit Ubuntu und Windows XP

Februar 20, 2012 165 Kommentare

Dieser Artikel soll Interessenten des Acer Aspire One D270 helfen, alternative Wege des Einsatzes, dieses energiesparenden aber dennoch recht leistungsfähigen, Netbooks zu entdecken.

Aufgrund der vielen Kommentare zu diesem Artikel, führe ich hier vorab die wichtigsten Informationen auf:

1. Die besonderen Grafikfähigkeiten, des im Atom N2600 integrierten GMA 3600, werden momentan nur unter Windows 7 freigesetzt! Dies betrifft die Grafikbeschleunigung, die hardwarebasierte Video-Dekodierung, den HDMI- und den VGA-Ausgang.

2. Es ist nicht auszuschließen, dass sie demnächst auch unter Ubuntu zur Verfügung stehen (Keine Annahme mehr).

3. Auch die Helligkeitssteuerung des Displays über Sondertasten funktioniert momentan nur mit Windows 7.

4. Die günstigere 2 GByte-Version des D270 (ohne Windows 7) hat kein Bluetooth!

5. Die Installation von Windows XP auf dem D270 kann mit oder ohne AHCI-Unterstützung geschehen! Laut Wikipedia erhöht AHCI den Durchsatz der Festplatte nur um einige wenige Prozent.

6. Ohne AHCI ist die Erstellung des USB-Sticks (siehe Artikel) erheblich einfacher, erfordert aber eine Umstellung im BIOS. Der ‚SATA Mode‘ muss von ‚AHCI‘ auf ‚IDE‘ umgestellt werden!

7. Wer den D270 mit 1GByte RAM hat und auf 2 GByte aufrüsten möchte, kann es mit diesem Riegel probieren (Natürlich ohne Gewähr).

8. Hier gibt es eine Video-Anleitung zum Öffnen des Gerätes.

9. Wer 64 Bit Betriebssysteme installieren will, muss vorher darauf achten ein Bios größer/gleich 1.06 zu haben.

10. 1280×1024 (unter Umständen sogar 1600×1200) Pixel sind unter XP auf dem HDMI-Ausgang möglich!

Weiter im Artikel:

Seit es die ersten Netbooks gibt, setze ich sie auch ein. Mein erster war der Medion 1210 von ALDI (kostete damals noch 399,- Euro). Kurz darauf kaufte ich noch zwei ASUS 901 für ungefähr 250,- Euro. Der alte 901 (Hier gibt es einen Test zum 901) ist für mich der Netbook schlechthin und bis heute mein absoluter Lieblings-Netbook! Das hat vor allem mit Eigenschaften zu tun, die die meisten Netbook-Anwender gar nicht schätzen, nämlich das kleine Display und die SSD-Festplatte. Dadurch ist der 901 einer der kleinsten Netbooks und noch dazu ziemlich stoßunempfindlich. Übrigens habe ich alle drei mit vorinstalliertem Windows XP gekauft.

Alle drei Netbooks haben bei uns im Haus ihre feste Aufgabe zugewiesen bekommen: Der Medion 1210 ist momentan der Computer meiner älteren Tochter, die damit in Youtube Musik hört und Filme ansieht oder mit einem Vokabelprogramm Vokabeln paukt. Der eine 901 dient zur Zeit als luxuriöser MP3-Player und ist im Wohnzimmer an die Stereoanlage angeschlossen. Der andere 901 verrichtet seit über einem Jahr – rund um die Uhr – seinen Job als JSP-fähiger Webserver unter Tomcat. Übrigens hatte diese Aufgabe vorher der Medion für ca. 2 Jahre inne.

Allerdings mache ich mir Gedanken darüber, ob die SSD-Festplatte diesem Dauereinsatz tatsächlich gewachsen ist und erwäge darum, den 901 durch ein anderes Netbook auszutauschen. Denn leider gibt es Netbooks wie den 901 nicht mehr und darum möchte ich ihn gern noch einige Jahre am Leben erhalten. Mich faszinieren Netbooks! ASUS hat mit der Idee des Netbooks etwas Tolles geschaffen. Das fängt damit an, dass es erstmals nicht mehr entscheidend war, wie schnell der persönliche Computer sein muss, sondern dass er einfach nur kompakt, leicht, ausdauernd und nur noch so schnell sein musste, wie es wirklich nötig ist. Ich habe noch – ehemals – hochleistungsfähige HP Minitower zu Hause, die mit 256 MByte RAM und einer 40 GByte Festplatte auskommen müssen. Die sind mittlerweile einem üblichen Netbook hoffnungslos unterlegen und gehörten dennoch vor einigen Jahren zum Besten, was es so gab. Das Stück hat damals knapp 1000,- Euro gekostet!

Jetzt bekomme ich mehr Leistung in einem Gerät für ca. 200,- Euro, sogar ein Monitor ist noch eingebaut! 🙂

Klar, man kann damit nicht die neuesten Spiele spielen und für Videoschnitt (geht aber zum Beispiel mit dem Movie Maker für Windows XP) sind sie auch nicht unbedingt geeignet. Aber sonst kann man unglaublich viel damit machen, wie ich ja oben schon angedeutet habe.

Wie auch immer, aufgrund meiner Begeisterung für die kleinen Dinger behalte ich den Markt kontinuierlich im Auge und habe nun schon zum zweiten Mal kleinere Hardware-Änderungen in den Netbooks entdeckt, die meine Aufmerksamkeit erregen. Da wären zum einen die AMD Plattformen AMD E-350, E-450 und C-60, die speziell was die Grafikleistung betrifft, recht leistungsfähig sind und soviel ich weiß, aber nicht selbst getestet habe, im Bereich Grafikleistung die Intel Atom Serie locker übertreffen.

Die Cedar Trail Plattform

Zum anderen ist das die brandneue Intel Cedar Trail Plattform, auf der auch das neue Acer Aspire One D270 basiert, welches wohl das erste Netbook überhaupt mit dieser Plattform ist. Erst einmal das Schlechte: Auch diese neue Cedar Trail Plattform ist wohl nicht in der Lage mit den AMD Plattformen im Bereich Grafikleistung mitzuhalten. Dennoch ist die Grafikleistung zu den Vorgängergenerationen der Atom-Serie verbessert und möglicherweise kann da auch im Laufe der Zeit noch etwas durch modifizierte Treiber verbessert werden.

Und jetzt das Positive: Die Cedar Trail Plattform bietet den ersten echten Atom Dual-Core, der trotz höherer Leistung noch weniger Energie verbraucht als die alten Atom Plattformen. Ich habe gleich einmal mit einem Watt-Messgerät nachgemessen: Der D270 lief mit ungefähr 13 Watt, das ist ein ähnlicher Verbrauch wie beim 901. Andererseits habe ich nur mal kurz gemessen und nicht sonderlich darauf geachtet, dass die Bedingungen bei beiden Netbooks über einen längeren Zeitraum gleich waren. Aber dafür, dass es ein Dual Core ist und der D270 sogar mit 2 GByte Arbeitsspeicher ausgestattet ist, anstatt 1 GByte wie bei meinem alten 901, war dass schon sehr Ok. Apropos Arbeitsspeicher, den D270 gibt es bei Amazon in mindestens zwei verschiedenen Ausstattungen:

Aber um zum Thema zurück zu kommen: Durch den niedrigen Energieverbrauch, die durch Dual Core verbesserte Geschwindigkeit bei nicht grafiklastigen Anwendungen und den, im Vergleich zu meinem alten Netbook, verdoppelten Arbeitsspeicher, ist dieser neue Netbook ideal als Server geeignet. Aus diesem Grund und auch, weil ich einfach neugierig war, habe ich mir den D270 bei Amazon gekauft.

Linpus Linux?

Als er bei mir eingetroffen war, habe ich ihn sofort ausprobiert und war erst einmal enttäuscht. Aufgrund ein wenig Erfahrung mit Ubuntu hatte ich naiverweise erwartet, dass das Linpus irgendwie ähnlich aussehen müsste. Ich habe einfach angenommen, dass moderne Linuxe alle so eine schicke Oberfläche mitbringen. Dem war aber nicht so. Nachdem der D270 das erste Mal gebootet hatte, war auf dem Bildschirm ein Kommandozeilenprompt zu sehen! Noch nicht einmal die Tastatur war richtig eingestellt! Also keine Umlaute und sonstigen Sonderzeichen, da, wo sie auf der Tastatur zu sehen sind.

Eine kurze Recherche im Internet ergab, dass möglicherweise auch im Linpus Linux irgendwo eine grafische Oberfläche versteckt ist, eventuell muss man sie nachinstallieren, aber da ich eigentlich sowieso etwas anderes mit dem Netbook vor hatte, habe ich diesen Weg nicht weiter beschritten.

Ich habe den Netbook ohne Windows 7 Starter gekauft. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • 40,- Euro billiger!
  • Doppelt so viel Arbeitsspeicher, also 2 GByte!
  • Mir ist bis heute nicht ersichtlich, was an Windows 7 besser sein soll, als an Windows XP
  • Die Windows 7 Starter Edition kann angeblich nur 3 Anwendungen gleichzeitig laufen lassen
  • Man kann angeblich unter der Starter Edition noch nicht einmal den Hintergrund verändern!
  • Das fehlende Betriebssystem motiviert zum Experimentieren 🙂

Windows XP

Ich habe gute Erfahrungen mit Windows XP auf Netbooks gemacht und finde es sehr schade, dass es das nicht mehr für Netbooks gibt. Für viele Anwendungen würde mir das nach wie vor prima ausreichen. Ich wollte darum ausprobieren, ob es mir nicht gelingt, ein altes Windows XP Professional auf dem Netbook zum Laufen zu bringen, wohl wissend, dass dies ohne geeignete Treiber möglicherweise nicht funktioniert. Dann, so überlegte ich mir, könnte ich immer noch Ubuntu installieren und entweder unter Ubuntu die Server-Umgebung installieren (was für mich wesentlich schwieriger ist, da ich mich mit Linux nicht gut auskenne) oder ihn so wenigstens als Allround Netbook zum Surfen, Youtuben, Schreiben, MP3- oder Video-Player oder zum Programmieren verwenden – ich habe zwei Töchter! 🙂

Mit Hilfe von nLite und WinSetupFromUSB habe ich Windows XP Pro auf einen USB-Stick kopiert und damit dann auf dem D270 installiert. nLite benötigte ich nur, um den AHCI-Treiber in Windows XP zu integrieren. Aber wenn man es schon einmal einsetzt, kann man auch gleich einen Service-Pack (ich habe SP2 verwendet) in die Windows XP CD integrieren. Das sollte man auch tun, da Windows XP mit SP1 so löchrig ist, dass unter Umständen schon kurz nach dem ersten Kontakt mit dem Internet die ersten Schädlinge Einzug halten! Es ist auch möglich, Windows XP ohne den AHCI-Treiber zu installieren, dazu muss man lediglich im Bios eine Umstellung vornehmen.

Warum SP2 und nicht SP3?

Natürlich kann man auch SP3 verwenden. Vielleicht sollte man das sogar, da ja damit angeblich die Sicherheit viel größer ist! Andererseits habe ich jahrelang auf XP mit SP2 gesetzt, automatische Updates und die Windows Firewall abgeschaltet und dafür die Sygate Personal Firewall eingesetzt. Das funktionierte prima. Allerdings habe ich ein Problem damit, dass mittlerweile die Betriebssystem-Lieferanten (Apple, Google und Microsoft) immer mehr die Kontrolle über meinen Computer (Handy, Smartphone) übernehmen! Man weiß ja gar nicht mehr, was beim nächsten Update so alles auf dem eigenen Computer landet. Und in diesem Punkt traue ich dem SP3 nicht…

Erster Test

Nach dem ersten Booten von Windows XP auf dem Acer D270 funktioniert schon einiges, wenn auch nicht alles. Interessanterweise funktioniert die im D270 im Display-Rahmen eingebaute Webcam! Das hatte ich am allerwenigsten erwartet.

Was funktioniert:

  • Windows XP bootet
  • Der Desktop erscheint
  • Native Bildschirm-Auflösung (1024×600)
  • Das Tastaturlayout ist angepasst
  • Das Touchpad
  • USB-Sticks
  • USB-Maus
  • Webcam

Man kann so schon einmal grundsätzlich damit arbeiten! Man könnte also Microsoft Office installieren und einsetzen. Oder irgendein anderes Windows Programm.

Was jetzt noch nicht funktionierte:

  • LAN
  • WLAN
  • Sound
  • Grafikbeschleunigung
  • Unterstützung von Sondertasten zur einfachen Steuerung von Lautstärke und Helligkeit
  • Ruhezustand beim Zuklappen

Das sind, zumindest für mich, die erst einmal wichtigen Dinge. Andere Anwender mögen da noch andere Preferenzen haben, wie zum Beispiel:

  • Ansteuerung des HDMI-Ausgangs
  • Ansteuerung des VGA-Ausgangs

Defizite beseitigen

Heutzutage ist ein Computer ohne Internet-Zugang allerdings ein No-Go. Ich sehe das zwar ein wenig anders, aber auch für den von mir gedachten Einsatz als Server oder Multimedia-Gerät für meine Töchter ist er so noch nicht einsatzfähig. Glücklicherweise findet man im Internet die Zutaten, um einige der fehlenden Eigenschaften nach zurüsten:

Diese downloadet man von einem zweiten Computer aus und kopiert sie mit Hilfe eines USB-Sticks auf den D270. Dort muss man dann nur die jeweilige Setup-Datei ausführen und die von diesen aufgeführten nachfolgenden Schritte befolgen. Meistens nur neu booten. Dabei kommt es bei der Installation des Audio-Treibers bei der Suche nach einem weiteren Treiber zu einem Fehler, den man aber getrost ignorieren kann. Anschließend hat man Ton zur Verfügung und kann sich übers WLAN mit dem nächsten Drahtlos-Netzwerk verbinden! Es ist keine schlechte Idee, vor dem ersten Internet-Zugriff sowohl Sygate Personal Firewall als auch xp-AntiSpy zu installieren und zu konfigurieren. Bei xp-AntiSpy genügen da erst einmal die empfohlenen Einstellungen!

Jetzt ist der D270 schon ein prima Multimedia-Netbook und erfüllt die Vorstellungen meiner Töchter, was den Einsatz von Computern betrifft. Das man die auch zum Programmieren bzw. zum Software entwickeln verwenden kann, ist denen leider völlig egal. 🙂

Soweit konfiguriert, kann man nämlich mit dem D270 unter Windows XP ins Internet, Youtube-Filme betrachten, MP3s abspielen oder Internet-Radio hören (mit foobar2000), mit ‚Kindle for PC‘ Bücher lesen und Filme ansehen – natürlich mit VLC.

Was immer noch nicht funktioniert:

  • LAN
  • Grafikbeschleunigung
  • Unterstützung von Sondertasten zur einfachen Steuerung der Helligkeit
  • Ruhezustand beim Zuklappen

Und auch ich könnte ihn jetzt schon als Server in Betrieb nehmen (aber ich warte noch, bis ich das LAN zum Laufen gebracht habe) und auf jeden Fall kann ich so weit mehr mit anfangen, als mit dem mitgelieferten Linpus Linux. Aber beim Servereinsatz wäre mir eine Netzanbindung über LAN lieber, als über WLAN.

Immerhin ein Teilerfolg und ich werde noch weiter experimentieren.

[Nachtrag:] Dank des Hinweises eines Lesers habe ich mittlerweile auch einen passenden LAN-Treiber gefunden:

Auf der Seite findet man unter ‚Windows‘ einen Listeneintrag mit folgendem Text:

WinXP, Win2K, Win2003 Auto Installation Program (SID:1489505)

Dahinter finden sich verschiedene Download-Quellen. Einfach eine davon zum Starten des Downloads auswählen. Anschließend sollte man eine Datei ‚PCIE_Install_5794_03162012.zip‘ auf dem Rechner haben. Die ZIP-Datei beinhaltet eine Setup-Datei, über die der Treiber problemlos installiert werden kann. Jetzt funktionieren nur noch nachfolgende Dinge nicht:

  • Grafikbeschleunigung
  • Unterstützung von Sondertasten zur einfachen Steuerung der Helligkeit
  • Ruhezustand beim Zuklappen

Mit Hilfe dieses Treibers habe ich jetzt den D270 als Server fertig aufgesetzt und er betreibt jetzt meine GeoRBL – MoveTracker Seite. Er verbraucht bei ausgeschaltetem Display und mit wenig Last nur etwa 7,5 Watt!!! Der alte 901 kann jetzt erst einmal in den wohlverdienten Ruhestand gehen.

[Nachtrag 2:] Dank des Hinweises von Malaka gibt es Neues zu berichten. Für Anwendungen wie anspruchsvolle Textverarbeitung oder das Arbeiten mit einer Entwicklungsumgebung wie Eclipse oder Visual Studio wäre es interessant, einen externen Monitor mit einer höheren Auflösung, als die bescheidenen 1024×600 Pixel des Netbooks, zu verwenden. Da braucht es keine Videobeschleunigung und auch keine 3D Hardwareunterstützung, einzig die höhere Auflösung wäre von immensem Vorteil und würde die aufgeführten Arbeiten auf dem Netbook nicht nur möglich, sondern vermutlich sogar richtig brauchbar machen. Auf den ersten Blick unterstützt der D270 unter XP aber keine höheren Auflösungen, geschweige denn HDMI.

Wenn man den D270 allerdings mit Hilfe folgender Sequenz, bei angestecktem HDMI-Monitor, auf eine Auflösung von 640×480 Pixel einstellt, anschließend neu bootet

Rechtsklick auf Desktop und ‚Eigenschaften->Einstellungen->Erweitert->Grafikkarte->Alle Modi auflisten…

… und dann die Sequenz gerade noch einmal aufruft, werden auf einmal wesentlich mehr Auflösungen angeboten und auch der Monitor wird auf einmal angesprochen! Ich habe 1600×1200 Pixel ausgewählt und tatsächlich wurde diese Auflösung auf dem HDMI-Monitor einwandfrei dargestellt. Allerdings erschien gleichzeitig auf dem Netbook eine etwas seltsame Darstellung, die darauf hindeutet, dass da irgendeine Komponente überfordert war. Daraufhin stellte ich eine Auflösung von 1280×1024 Pixel ein und diese erschien sowohl auf dem HDMI-Monitor als auch auf dem Netbook-Display.

Auf dem Netbook-Display? Das hat doch nur 1024×600 Pixel??? So ist es. Aber in der Tat wurde die hohe Auflösung auf dem Netbook herunter skaliert und zwar unscharf, aber immer noch lesbar, dargestellt.

XP Programme (neudeutsch: Äpps) für den Einsatz auf einem Netbook

Wichtige und nützliche Software für den Einsatz eines Netbooks unter XP und als günstiger Computer für Schüler:

  • Sygate Personal Firewall – Schützt vor Eindringlingen und meldet, wenn jemand unerlaubt ’nach Hause telefonieren‘ will.
  • xp-AntiSpy – Schottet den Rechner sinnvoll ab.
  • Avira Antivirus – Prüft auf Viren.
  • Mozilla Firefox – Ein guter Browser.
  • Mozilla Thunderbird – Ein brauchbarer eMail-Client.
  • Skype – für Internettelefonie und Chatten
  • foobar2000 – Ein MP3-Player ohne unnütze Gimmicks.
  • VLC – Ein sehr guter Video-Player, der bei angestecktem USB-Laufwerk auch DVDs abspielt.
  • Teachmaster – Ein sehr gutes Vokabellernprogramm.
  • Microsoft Mathematics 4.0 – (benötigt SP3) Hilft Schülern und kann sogar symbolische Mathematik bis hin zu schrittweisem Auflösen einer Gleichung.
  • Movie Maker für Windows XP – Im Zeitalter von Youtube mag jeder Videos machen, da gehört ein Schnittprogramm zum Pflichtprogramm.
  • DSD-Jukebox – Wird der Netbook als MP3-Player auf Partys eingesetzt, ermöglicht dieses Programm jedem Gast seine Wunschlieder zu hören.
  • LibreOffice – Die wichtigsten Anwendungen für die tägliche Arbeit oder für die Hausaufgaben.

Gute Spiele, die auf Netbooks laufen:

Verweise auf Seiten, die helfen können, die in diesem Artikel beschriebenen Maßnahmen durchzuführen

BIOS Update

Windows vom USB Stick I

Windows vom USB Stick II

Integration eines SATA AHCI-Treibers in eine Windows XP Setup-CD

Doch Windows 7? Hier sind die Treiber dafür.

Ubuntu

In der Zwischenzeit wollte ich einmal Ubuntu ausprobieren. Also habe ich mir die neueste Version (11.10) downgeloadet und mit Hilfe eines Tools auf einen weiteren USB-Stick kopiert. Von diesem habe ich dann Ubuntu fest auf das Netbook in eine zweite Partition installiert, so dass ich jetzt auf dem Netbook sowohl Ubuntu als auch Windows XP habe. 🙂

Das war eigentlich völlig unkompliziert und unter Ubuntu kann man den Netbook auch so konfigurieren, dass er beim Zuklappen in den Ruhezustand geht. Mit Ubuntu kann man den D270 so einsetzen, wie das wohl die meisten Anwender erwarten. Dies sollte man nicht unterschätzen, es bedeutet, dass man mit dem billigeren Netbook, welches noch dazu mehr Arbeitsspeicher hat, mit Hilfe von Ubuntu ein Gerät bekommt, welches meiner Meinung nach Windows 7 Starter überlegen ist!!!

Ach ja, eines geht bis jetzt weder unter Windows XP noch unter Ubuntu: Man kann die Helligkeit des Bildschirms nicht einstellen, weder über die grafische Oberfläche noch über die Tasten. Da fehlt noch irgendein Treiber.

Jetzt erst einmal Schluss für heute. Ich werde Euch über weitere Fortschritte auf dem Laufenden halten. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich noch Tipps oder Treiber-Empfehlungen bekommen könnte, die die noch fehlenden Funktionen unter Windows XP, wie der fehlende Ruhezustand oder die Helligkeitsteuerung, zum Laufen bringen.

Kategorien:Netbook

Motorola Defy – Probleme mit Fritzbox 7270 gelöst!

Februar 3, 2012 2 Kommentare

Gestern kam ein funkelnagelneues Defy+ ins Haus. Gutgläubig nahm ich an, dass die WLAN-Probleme, die ich mit den ersten Defys (siehe hier) hatte, mittlerweile längst beseitigt sind. Tja, ich lerne es halt nicht, das neue Defy war noch schlimmer: Während mittlerweile alle anderen Geräte bei uns im Haus problemlos WLAN können – und das sind wirklich viele (Desktops über Fritz! WLAN USB Stick, diverse Netbooks von Asus und ALDI, alte Defy, HTC HD2, Samsung Galaxy Tab und Galaxy Note) machte das neue Defy+ gleich wieder Ärger. Im ersten Moment klappte es noch problemlos sich an ein Google-Konto anzumelden, aber beim ersten Versuch ein Youtube-Video abzuspielen, brach die WLAN-Performance gnadenlos ein und wenig später stellte ich fest, dass sogar das Note nicht mehr ins Internet kam. Also WLAN an der Fritzbox deaktiviert und wieder aktiviert und zumindest das Note konnte sich wieder verbinden. Beim Defy+ kam es gleich wieder zum Abbruch!

Also ab ins Internet und nachgesehen, was es Neues zum Thema gibt. Nach wie vor gibt es eine aufwendige Lösung, für die das Defy ‚gerootet‘ werden muss und bei der man die Datei ‚/system/etc/wifi/tiwlan.ini‘ editieren muss. Hier gibt es eine gute Beschreibung dazu.

Aber ich denke, es gibt seit kurzem eine viel, viel bessere Lösung. Denn AVM hat es mittlerweile geschafft eine neue Firmware zur Verfügung zu stellen, die neben vielen anderen Verbesserungen, auch das Defy Problem adressiert. Interessenten sollten auf der ‚Fritz! Labor‚-Seite unten unter Labor für FRITZ!Box 7270 nachsehen. Sieht man sich die Liste mit den Verbesserungen an, so findet man unter ‚Verbesserungen in der Version XX.05.07-21320‘ den Punkt:

  • WLAN: Mögliche Verbindungsprobleme mit Motorola Defy behoben
Ich habe es jedenfalls gleich gestern Abend ausprobiert, die Fritzbox mit der Labor-Version upgedatet und daraufhin beste WLAN Verbindungen mit dem Defy!

Samsung Galaxy Note – USB Probleme lösen (vor allem für Entwickler)


Vor einiger Zeit hatte ich über Probleme beim Debugging des Galaxy Tab über Eclipse geschrieben. Obwohl dieser Artikel – literarisch gesehen – mit Sicherheit nicht mein bester Artikel ist, erfreut er sich doch bis heute an großem Interesse.

Darum gehe ich davon aus, dass einige Anmerkungen zum gleichen Thema, aber bzgl. des Galaxy Note, gleichfalls interessant sein könnten.

Beim Note habe ich nicht so lange wie beim Tab benötigt, um es zum Debuggen unter Eclipse zu bewegen. Allerdings habe ich es auch nicht unter Windows XP, sondern unter Windows 7 ausprobiert. Den genauen Ablauf weiß ich auch nicht mehr. Jedenfalls gab es unter Windows 7 bei eingestecktem Note die Möglichkeit im Internet nach passenden Treibern zu suchen, was ich dann auch ausgewählt habe. Es hat daraufhin tatsächlich die passenden Treiber gefunden und installiert. Fortan konnte ich das Galaxy Note unter Eclipse verwenden.

Die dazu noch notwendige Einstellung auf dem Galaxy Note findet man unter ‘Einstellungen->Anwendungen->Entwicklung->USB-Debugging’.