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Acer Aspire One D270 mit ChromiumOS


Möchtet Ihr einmal ein Chromebook testen? Samsung hatte die ‚Ehre‘, das erste Chromebook herstellen und anbieten zu dürfen. Sicher wollt Ihr Euch aber kein Chromebook kaufen, nur um es einmal auszuprobieren. Aber es geht auch einfacher.

Ein Chromebook ist im wesentlichen ein Netbook mit dem Betriebssystem Chrome OS und dem Webbrowser Chrome. Man kann damit im Internet surfen. Aber wozu benötigt man dass? Geht doch auch mit anderen Betriebssystemen, wie zum Beispiel Windows oder Linux bzw. Ubuntu?

Ich denke, es gibt 3 Gründe für ein Chromebook:

  • Der Browser Google Chrome ist ziemlich gut.
  • Die Computerwelt orientiert sich immer mehr in Richtung Cloud Computing, kurz Cloud.
  • Unabhängigkeit von Microsoft und Apple.

Google Chrome

Zwei wesentliche Vorteile von Google Chrome sind die schnelle JavaScript-Maschine und die Ausführung eines Browser-Tab in einem eigenen Prozess. Beides ist insbesondere dann von Vorteil, wenn man nicht einfach nur Webseiten betrachtet, sondern über das Internet Spiele spielt oder mit Dokumenten arbeitet, wie das zum Beispiel über Google Docs möglich ist. Denn in diesem Fall muss der Browser ein aufwendiges Spiel oder eine richtige Anwendung wie eine Textverarbeitung oder eine Tabellenkalkulation ausführen und dabei ist größtmögliche Geschwindigkeit gefragt. Die kann Chrome möglicherweise besser, als Internet Explorer oder Firefox, bereitstellen.

Das Chrome jedes Tab in einem eigenen Prozess ausführt, hat den Vorteil, dass, wenn eine Webseite in einem Tab abstürzt oder hängen bleibt, dies keine weiteren Auswirkungen auf die anderen Tabs hat. In denen kann man einfach weiter arbeiten.

Cloud Computing

Beim Cloud Computing geht es darum, dass Anwendungen wie eine Textverarbeitung oder eine Tabellenkalkulation nicht mehr auf dem eigenen Computer installiert werden. Wenn man sie benötigt, startet man einfach einen Browser und dann über einen Link die benötigte Anwendung. Die Anwendung wird daraufhin aus dem Internet geladen. Auch die mit der Anwendung erstellten Dokumente wie Texte oder Arbeitsblätter, werden nicht lokal auf dem eigenen Computer gespeichert, sondern in einer sogenannten Cloud. Dass hinter der Cloud eine umfangreiche Serverfarm steht, muss der Anwender gar nicht wissen. Die Cloud hat den Vorteil, dass man nahezu von überall, wo einem ein internetfähger Computer zur Verfügung steht, auf seine Daten zugreifen und arbeiten oder spielen kann.

Unabhängigkeit von Microsoft und Apple

Die meisten heute von normalen Anwendern verwendeten Computer setzen als Betriebssystem Windows von Microsoft, oder iOS und OS X von Apple ein. Das heißt, damit Google mit seiner Suchseite Geld über Werbeeinnahmen oder seine zahllosen anderen Dienste verdienen kann, müssen die Anwender einen Computer von einem Hersteller kaufen, der nahezu immer ein Betriebssystem eines Konkurrenten einsetzt. Das bedeutet, dass die Möglichkeiten Googles, interessante Dienste anzubieten, von der Software anderer Hersteller abhängig ist. Auch müssen die Hersteller für die Verwendung des Betriebssystemes noch Lizenzgebühren entrichten, was den Kauf eines Computers für den Normalanwender teurer macht.

Fazit

Mit einem auf Chrome basierenden Computer wie dem Chromebook, stehen preisgünstige Computer zur Verfügung, die alle wesentlichen Bedürfnisse normaler Anwender abdecken. Man kann:

  • Im Internet surfen
  • Bei Amazon einkaufen
  • Webradio hören
  • Musik hören
  • Videos ansehen
  • Texte verarbeiten
  • Bücher schreiben
  • Komplexe Kalkulationen durchführen
  • Browserspiele spielen

Alles das funktioniert mit einem Chromebook! Und dies macht Googles Chrome  OS und den Browser Chrome zu einer mächtigen Konkurrenz für Microsoft oder Apple.

Es ist ein Betriebssystem, welches vor allem dazu entwickelt wurde, den Web-Browser Chrome auf Netbooks oder Notebooks der verschiedensten Hersteller laufen zu lassen. Wie jedes Betriebssystem stellt es eine Bindeschicht zwischen Hardware und Anwendung, in diesem Fall Chrome, zur Verfügung. Es unterstützt vor allem die Idee, die hinter dem  momentan allgegenwärtigen Begriff Cloud steht. Darin ist der Computer nur noch ein Mittel, um auf die in der Cloud liegenden Daten zuzugreifen.

Mir ist das ein wenig suspekt. Dass meine Daten, also meine Bilder und Texte irgendwo in der Cloud gespeichert sind und nicht mehr bei mir zu Hause, gibt mir kein gutes Gefühl. Andererseits nutzen wir in der Familie den Google Kalendar auf unseren Smartphones. So sieht jeder sofort die Termine aller anderen Familienmitglieder – keine schlechte Sache.

Mit Chrome OS sorgt Google aber auch dafür, dass ein einfaches, schnell zu startendes Betriebssystem für alle Hersteller von Netbooks oder Notebooks zur Verfügung steht, ohne dass diese eine Gebühr an Microsoft – für die Verwendung von Windows – zahlen müssen.

Ausprobieren

Dass dem Chromebook zugrunde liegende Betriebssystem Chrome OS stellt Google als Sourcecode zur Verfügung. Auf dessen Basis hat ein, sich hinter dem Pseudonym ‚Hexxen‘ versteckender, Entwickler eine Variante namens ChromiumOS kompiliert, die er auf seiner Webseite zum Download anbietet. Mit Hilfe des Tools Image Writer for Windows kann man es auf einen USB-Stick kopieren. Dieser dient dann als Live-Stick und ermöglicht das Ausprobieren von ChromiumOS, ohne dass es auf dem D270 installiert werden muss!

Erste Testergebnisse

ChromiumOS läßt sich auf dem D270 direkt vom USB-Stick aus booten und man landet dann direkt im Chrome Browser. Bei meinem ersten Versuch ein Youtube-Video abzuspielen, kam es allerdings zu einer Fehlermeldung. Nach einem Neustart von Chrome, klappte es dann aber. Allerdings ruckeln die Videos stark und auch sonst kam mir das ChromiumOS auf dem D270 nicht sonderlich flott vor. Der Gebrauch war träge und um den ‚Mauszeiger‘ von einem Bildschirmrand zum anderen zu bewegen, musste man mehrmals mit dem Finger über das Touchpad. Das lässt sich aber möglicherweise in den Einstellungen ändern.

ChromiumOS gibt es hier. Zur Installation habe ich Image Writer for Windows verwendet.

Allgemeine Hinweise zur Installation von alternativen Betriebssystemen

Wenn man weiß wie, ist die Installation alternativer Betriebssysteme auf Netbooks sehr einfach. Es gibt im Internet zahllose Anleitungen dazu. Darum sollte man, wenn man mit dieser Kurzanleitung nicht weiterkommt, Google bemühen.

Nahezu immer wird dazu folgender Weg gegangen. Man muss ein sogenanntes Image (Oft Dateien mit der Endung IMG oder ISO) downloaden und anschließend mit einem speziellen Tool auf einen USB-Stick kopieren. Anschließend muss der Netbook im BIOS so umgestellt werden, dass er von einem USB-Stick booten kann. Dann den Stick in einen USB-Anschluss des Netbooks stecken und neu booten. Was jetzt passiert, hängt von der Art und Weise ab, wie der Stick mit dem Tool präpariert worden bzw. was in der Image-Datei enthalten ist:

  • Der Netbook bootet direkt vom Stick.
  • Das Image ist ein Installationsimage und ermöglicht jetzt die Installation des Betriebssystems auf dem Netbook.
  • Das Image enthält eine Live-Version des Betriebssystems, das heißt, das Betriebssystem kann ohne Installation auf dem Netbook ausprobiert werden.
  • Der Netbook präsentiert ein Auswahlmenü mit verschiedenen Möglichkeiten.

Die wichtigsten Tools zum Thema:

Kategorien:Netbook
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