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Archive for September 2012

Probleme mit SanDisk Speicherkarten

September 30, 2012 3 Kommentare

Seit ein paar Tagen habe ich massiv Probleme mit Speicherkarten von SanDisk. Im Rahmen meiner Versuche mit der AR Drone 2.0 und der KeyChainCam 808 #16 habe ich in den letzten Wochen insgesamt 4 microSD Speicherkarten a 16 GByte Class 4 gekauft und mittlerweile sind 3 davon defekt!

Der Defekt zeigt sich bei allen 3 Karten darin, dass sie nicht mehr beschreibbar sind. Man kann also keine neuen Videos aufnehmen, keine Dateien darauf kopieren und natürlich auch nicht mehr formatieren oder partitionieren. Nichts was mit dem Beschreiben der Karte zu tun hat funktioniert noch. Es ist nicht immer einfach den Defekt nachzuweisen, da zum Beispiel unter Windows, aber auch unter Android, das Löschen oder auch das Kopieren einer Datei auf die Karte – scheinbar – funktioniert (Caching). Aber spätestens wenn man die Karte aus dem verwendeten Computer heraus nimmt, oder unter Android die Karte ’sicher entfernt‘ und dann wieder mountet, ist alles so wie vorher. Es ist also keine Veränderung am Inhalt der Speicherkarte vorgenommen worden. Die Karte ist einfach in keiner Weise mehr änderbar!

Es scheint so, als ob der Defekt im Zusammenhang mit einem plötzlichen Abschalten aufgrund mangelnder Akkukapazität der KeyChainCam 808 #16 auftritt. Dies scheint aber eben nur bei der SanDisk 16 Gb Class 4 Karte aufzutreten. Bei anderen Speicherkarten scheint es bei plötzlicher Abschaltung nicht zu einem Defekt zu kommen.

Bei RCGroups gibt es einen Hinweis auf das Problem. Leider habe ich den erst nach dem Kauf meiner Speicherkarten richtig wahrgenommen. Denn ich hatte zwar gelesen, dass es Probleme mit der Karte gab, aber sie eher auf mangelnde Umgangserfahrung der Benutzer mit der 808 # 16 zurück geführt. Seit Jahren kaufe ich immer SanDisk Speicherkarten, da ich bisher davon ausging, dass diese Firma eine gute Qualitätskontrolle besitzt, so dass ihr Ruf auf keinen Fall in Gefahr gerät Schaden zu nehmen.

Die defekten Karten:

Von der im 3er Bild gezeigten unteren Karte habe ich übrigens 2. Beide sind defekt, so dass ich, zusammen mit der defekten Karte aus dem Defy, mittlerweile insgesamt 4 defekte Speicherkarten habe.

Das ist eine ganz Menge Ärger: Es kostet neben den reinen Kosten der Speicherkarten auch jede Menge Zeit! Den anfangs glaubt man nicht an einen Defekt und versucht stundenlang die Karten zu retten bzw. wiederzubeleben. Dann recherchiert man lange im Internet um festzustellen, ob auch andere Benutzer das gleiche Problem haben. Haben sie! Schlussendlich muss man die Karten zurück senden und hat den damit verbundenen bürokratischen Aufwand!

Aber als ob das nicht schon reicht, ist mir heute auch noch eine weitere 16 GByte microSD von SanDisk kaputt gegangen! Merkwürdiger Zufall! Die in meinen Motorola Defy verwendete Karte ließ sich auf einmal überhaupt nicht mehr ansprechen. Ich probierte es noch in meinem Notebook – aber die Karte war eindeutig tot. Als ich sie genauer betrachtet, sah ich einen merkwürdigen Pickel auf der Karte. Seht es Euch auf den Bildern genau an. Für mich sieht es so aus, als ob die Speicherkarte an dieser Stelle in ihrem Innern so heiß geworden ist, dass sich an dieser Stelle der Kunststoff verformt hat.

Also mir reicht es! Ab sofort verwende ich keine SanDisk Speichermedien mehr!

Wer ähnliche Erfahrungen mit SanDisk Speichermeiden gemacht hat, kann es ja hier in den Kommentaren beschreiben. ich bin gespannt, ob andere Anwender in der letzten zeit ähnliche Erfahrungen mit SanDisk gemacht haben.

Experimente mit AVR Butterfly


Von Zeit zu Zeit unternehme ich einen Ausflug in die Welt der Microcontroller. Ich bin allerdings, was den Umgang mit Microcontrollern betrifft, sehr unbedarft und in der wenigen Zeit, die ich mir für derlei Experimente genehmige, immer auf den schnellen Erfolg aus. Darunter leidet mein tatsächliches Verständnis des Themas sehr!

Letztens stolperte ich beim Stöbern im Netz über ein Produkt welches es schon seit vielen Jahren gibt, mir aber offensichtlich entgangen ist. Es ist ein AVR Butterfly, welches ich mir, hätte ich es schon eher gekannt, schon viel eher gekauft und damit experimentiert hätte. Denn hier bekommt man nicht nur einen Microcontroller, der extrem wenig Strom verbraucht (Meine ersten Experimente machte ich mit einem C-Control von Conrad und einem JControl, die – wenn ich  mich recht erinnere – beide relativ viel Strom verbrauchten), sondern auch einiges an brauchbarem Zubehör wie ein 6-stelliges LCD-Display, einen Mini-Joystick, einen Piezo-Schallgeber und schon bestückte Eingänge um  Spannung und Temperatur zu messen. Das alles ist schon fertig auf einer Platine gelötet und kann so unmittelbar zum Experimentieren verwendet werden.

Um es zu programmieren, kann man es über ein 3-adriges Kabel mit einer RS232-Schnittstelle eines Computers verbinden. Mein aktueller Computer besitzt allerdings eine solche Schnittstelle nicht und ich hatte auch keine Lust schnell ein Kabel zu löten, bzw. mir erst noch einen passenden Stecker zu besorgen. Da ich aber von meinen letzten Experimenten mit ATTiny12 und ATTiny13 noch einen AVRISP mkII habe, wäre es mir am liebsten gewesen, wenn man das Butterfly damit programmieren könnte. Eine Recherche im Internet ergab allerdings keine verbindliche Aussage (Atmel sagt nein) und darum entschloss ich mich, es selbst einmal auszuprobieren.

Ergebnis: Es ist mit dem AVRISP mkII problemlos möglich das AVR Butterfly zu programmieren, man muss allerdings dazu eine externe Stromversorgung anschließen. Die von der Knopfzelle gelieferten 3 Volt sind nicht mit dem ISP-Anschluß verbunden. Der mkII findet keine Programmierspannung und verweigert darum die Programmierung. Ich habe als externe Stromquelle drei  AA-Akkus in Reihe geschaltet und sie mit den Pins 9 (GND) und 10 (VCC_EXT) verbunden. Daraufhin lies sich der Butterfly auslesen und programmieren. Dabei ist es egal, ob die Knopfzelle gleichfalls eingelegt ist.

Trotzdem gelang es mir kurz danach meinen Butterfly zu ‚bricken‘!

Wie kam es dazu?

Nachdem ich das AVR Butterfly mit dem AVRISP mkII und dem Computer verbunden, sowie die externe Stromversorgung angeschlossen hatte, rief ich zuerst die Read-Funktion auf und erzeugte damit auf der Festplatte meines Computers eine ‚HEX‘-Datei. Das funktionierte wunderbar! Da nahm ich an, dass für einen Programmierversuch genau diese ‚HEX‘-Datei ideal geeignet ist und rief damit die Write-Funktion auf! Tja, das hätte ich einmal besser nicht gemacht – danach war der Butterfly tot.

Ziemlich geschockt suchte ich daraufhin nach einer Möglichkeit den Butterfly wiederzubeleben, fand aber nichts passendes. So kam ich auf die Idee, dass es doch eigentlich für solche Fälle eine Original ‚HEX‘-Datei von Atmel zum Download geben müsste. Wiederum fand ich aber nichts. Doch dafür etwas viel interessanteres: Und zwar ein C-Projekt mit einem, an den von mir sowieso schon eingesetzten ‚avr-gcc‘, angepassten Quellcode!

Mit diesem gelang es mir eine passende ‚HEX‘-Datei zu kompilieren/linken und mit dieser dann das Butterfly neu zu programmieren. Kann zwar sein, dass es nicht exakt der Original Atmel Code ist, aber das Butterfly kann wieder genau die Dinge, die es auch vor meinen Versuchen konnte. Und was noch viel besser ist: Ich habe damit gleichzeitig eine optimale Basis und jede Menge Beispiele für eigene Entwicklungen.

Kategorien:Microcontroller

Neues zum Thema Acer Aspire One D270 mit Ubuntu

September 25, 2012 6 Kommentare

Das Acer Aspire One D270 ist aktuell eines der interessantesten Netbooks auf dem Markt. Es kostet bei Amazon in der Linpus Linux Version ca. 255,- Euro. Dieses Netbook ist aufgrund des verwendeten Atom N2600 sehr sparsam. Hier habe ich beschrieben, wie man auf diesem Netbook Windows XP installieren kann.

Doch die Installation von Windows XP ist nicht jedermanns Sache, da doch mit etwas Aufwand verbunden. Die vermutlich einfachste Möglichkeit das Maximale aus dem D270 heraus zu holen ist die Installation von Ubuntu 12.04.1 LTS. Es ist ganz einfach:

  • Ubuntu 12.04.01 downloaden (die Datei ‚ubuntu-12-04.1-desktop-i386.iso‘)
  • UNetbootin downloaden und installieren bzw. auspacken
  • Mit UNetbootin die Datei ‚ubuntu-12-04.1-desktop-i386.iso‘ auf einen USB Stick installieren
  • Den Netbook im BIOS auf das Booten von einem USB Stick umstellen
  • Den USB Stick in den D270 stecken und neu booten
  • Den Anweisungen Folge leisten

Nachdem die Installation abgeschlossen, man mit dem Internet über WLAN verbunden ist und das erste Mal – nach Abziehen des USB Sticks – vom D270 Ubuntu gebootet wurde, erscheint oben in der Titelzeile ein Hinweis auf die Möglichkeit proprietäre Treiber zu installieren. Dies sollte man unbedingt machen, da nur mit den dort angeboten Cedar Trail Treibern die volle Videotauglichkeit des D270 freigesetzt werden kann. Auch die Helligkeitsteuerung über die dafür auf dem D270 vorgesehenen Tasten ist nur so aktivierbar! Die dort ebenfalls angebotenen Broadcom WLAN Treiber muss man dagegen wohl nicht installieren. Jedenfalls hat sich mir der Vorteil dieser Treiber noch nicht erschlossen.

Nachdem ich die Installation bzw. den Download der Cedar Trail Treiber angestoßen hatte, wurde der Bildschirm auf einmal schwarz. Nach einiger Zeit schaltete ich den D270 aus und wieder ein. Daraufhin erschien ein neues Login und nach dem Anmelden funktionierten die Tasten für die Helligkeit. Auch Videos ließen sich, nach der Installtion weiterer Treiber/Dateien ansehen. So zum Beispiel der in Full HD vorliegende Avatar-Trailer – aber mit etwas Ruckeln. Ein angeschlossener HDMI Monitor funktionierte in der falschen Auflösung. In den Einstellungen von Ubuntu wurde er auch nicht erkannt.

Was man mit Ubuntu alles kann:

  • Mit LibreOffice Texte schreiben
  • Mit LibreOffice in Arbeitsblättern rechnen
  • Mit Firefox im Internet surfen
  • Mit Firefox und Flashplayer in Youtube Filme ansehen
  • Mit Eclipse, Java, Python und Lazarus Software entwicklen
  • Mit Eclipse und Java für Android entwicklen
  • Mit Anki Karteikarten lernen
  • Musik hören
  • Filme ansehen
  • und vieles mehr
Kategorien:Netbook