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Skyrim – ENB – GeForce Experience: The procedure entry point Direct3DCreate9Ex could not be located in the dynamic link library d3d9.dll‘


Seit Ende letztens Jahres habe ich Skyrim auf einem PC installiert. Obwohl ich schon Ende 2011 Skyrim für eine PS3 gekauft und mich während der damaligen Weihnachtszeit auch einige Tage damit beschäftigt hatte, war es in der Zwischenzeit wieder völlig aus meinen Interessen verschwunden, bis ich im Internet darauf aufmerksam geworden bin, das man es – im Gegensatz zur Installation auf einer PS3 – auf einem PC modden und damit grafisch deutlich aufwerten kann. Wenn ich mit Skyrim spiele, so verfolge ich meist weder die Haupt- noch die Nebenquests, sondern laufe meistens in Himmelsrand herum und erfreue mich an der Landschaft.

Und gerade in diesem Bereich kann man das Spiel deutlich aufwerten, indem man einige der unzähligen, für Skyrim existierenden, Grafik-Mods installiert. Eine besonders interessante Erweiterung ist das ENB Plugin, welches im Gegensatz zu den oft nur aus Texturen bestehenden Mods, tiefer in die Generierung der 3D-Bilder eingreift und dafür auch mit einer außergewöhnlich gut aufgehübschten Grafik aufwarten kann. Dafür ist auch die Installation etwas aufwendiger. Wenn man im Internet ein wenig stöbert, findet man aber einige Anleitungen. Zum Beispiel diese, schon etwas ältere, auf Steam.

Als ich dann Skyrim das erste Mal starten wollte, erschien die Fehlermeldung: ‚The procedure entry point Direct3DCreate9Ex could not be located in the dynamic link library d3d9.dll‚. In der Erwartung, dass sich Skyrim beendet, klickte ich sie weg. Doch sie kam gleich wieder und zwar mehrmals, ich glaube insgesamt so ungefähr 9 Mal! Aber dann startete Skyrim, samt ENB, doch noch und ich konnte die neue Grafikpracht bewundern. Trotzdem wurmte es mich, jedes Mal beim Start die nervenden Fehlermeldungen weg zu klicken und ich fing an, im Internet nach Lösungen zu recherchieren.

Es gab auch einige. Die meisten empfehlen das zur Grafikkarte gehörenden ‚GeForce Experience‘ zu deinstallieren und auf eine ältere Version davon zurück zu weichen. Aber das fand ich nicht so gut, immerhin kann man mit dem Tool ab und zu einmal nach neuen Grafik Treibern suchen.

Die Lösungen aus dem Internet deuteten aber darauf hin, dass es irgendetwas mit dem ‚Experience‘-Tool zu tun haben musste und darum beschäftigte ich mich damit ein wenig näher. Dabei sties ich auf den ‚Reiter‘ ‚Spiele‘, unter dem es eine Option ‚Optimale Einstellungen empfehlen‘ gibt. Die kam mir etwas merkwürdig vor und ich deaktivierte sie.

Das zeigte sofortigen Erfolg! Daraufhin lies sich Skyrim mit ENB ohne Fehlermeldungen starten!

2015-01-22 20_10_28-NVIDIA GeForce Experience

Für diesen Artikel versuchte ich die Einstellung noch einmal zu setzen, um so den Fehler wieder hervorzurufen. Dies klappte merkwürdigerweise nicht.

Darum bitte ich, falls es jemandem gelingt, die Fehlermeldung auf die gleiche Weise zu deaktivieren, wie hier im Artikel beschrieben, es mir doch bitte in den Kommentaren mitzuteilen!

Firefox auf einmal extrem langsam


Letztens hatte ich das Problem, das der Mozilla Firefox auf zwei meiner Netbooks (Acer D270) auf einmal merkwürdig langsam war. Natürlich denkt man da erst einmal an irgendwelche aktive Viren, aber ein Blick auf die Auslastung mit dem Process Hacker zeigte keine außergewöhnliche Aktivität an.

Abgesehen vom Firefox verhielten sich die Netbooks aber normal. Um ganz sicher zu gehen, installierte ich zum Testen noch den Google Chrome. Auch dieser verhielt sich normal bzw. man konnte mit Chrome auf dem Netbook ganz normal surfen.

Testweise deaktivierte ich auch einmal alle Plugins, aber dies brachte nichts!

Da viel mir ein, dass ich irgendwann in den Wochen davor mit der Grafik experimentiert hatte und diese auf maximale Hardwarebeschleunigung stand!

Nachdem ich diese wieder deaktiviert hatte, lief Firefox auf beiden Netbooks wieder ganz normal!

Hier findet man die Einstellungen unter XP:

Desktop->Rechtsklick->Eigenschaften->Einstellungen->Erweitert->Problembehandlung

Das würde also bedeuten, dass der Firefox bei aktivierter Hardwarebeschleunigung irgendwelche Funktionen verwendet, die auf Geräten mit schlechter Grafikkartenunterstützung zu Problemen mit der Grafik Hardware führt, die schlussendlich zu extrem verzögertem Verhalten des Firefox führt!

Der TI-89 oder wie kann man die Kreiszahl Pi ermitteln?

Juni 22, 2013 1 Kommentar

Der nachfolgende Artikel dient zum einen als persönliches Notizbuch für mich und zum anderen als grober Rahmen für die Idee, wie man in einer konkreten Aufgabe jede Menge Wissen vermitteln kann. Ein alter, auf eBay für knapp 20,- Euro ersteigerter, TI-89 war der Anlass.

Beispiel für eine mögliche Aufbereitung eines Schulunterrichts

Wissensvermittlung funktioniert viel besser, wenn man sie mit dem Lösen eines konkreten Problems verbindet. Bei dieser Herleitung von Pi kann man so viele interessante Teilgebiete der Mathematik kennenlernen: Aufbereitung eines Problems auf einem Stück Papier, Ausdrücke, Formeln, Kreisformel, Dreiecke, Pythagoras, Taschenrechner, Programmierung, Iteration und Pi selbst. Warum nicht einmal in der Schule ein halbes Jahr nur Pi berechnen und dabei so viel lernen?

Ein paar Anmerkungen zum TI-89

Abgesehen von nicht funktionierender seriellen Schnittstelle und einer nicht funktionierenden Kommataste – welches ich aber beides reparieren konnte – funktionierte der Rechner einwandfrei. Beide Schäden ließen sich auf ausgelaufene Batterien zurück führen und haben nichts mit der Konstruktion des Rechners zu tun. Aus dem äußeren Zustand ließ sich schließen, dass dieser Rechner ein sehr hartes Schülerleben hinter sich hatte. Bestimmt ist er dutzende Male gefallen, ist in Schulranzen zwischen harten Büchern eingequetscht gewesen, einzelne Tasten sind mit einem Messer malträtiert worden, beim winterlichen Eishockey ist er als Puck missbraucht worden und hat mindestens ein Schlammbad hinter sich. So sah er jedenfalls aus. Aber das Display hatte keinen Kratzer und war besser abzulesen, als bei einem neueren TI-89 Titanium!

Erste Erkenntnis: Der TI-89 ist wirklich für die Schule gebaut worden und kann einiges wegstecken!

Für die, die den TI-89 nicht kennen: Dieser Taschenrechner ist ein Füllhorn voller mathematischer Fähigkeiten, wovon die faszinierendste das eingebaute Computer Algebra System (CAS) ist. Daneben besitzt er aber auch scheinbar ganz simple Dinge, die einem den Umgang mit Rechenproblemen aller Art ziemlich vereinfachen können. Dazu gehört zum Beispiel das eingebaute PrettyPrint-System, welches eingegebene Ausdrücke so darstellt, wie sie auch in einem Mathematikbuch zu sehen sind.

Eine andere, nicht zu unterschätzende, Funktion ist der automatische Protokoll-Vorgang. Jeder eingegebene Ausdruck wird in einer Liste gespeichert, deren aktuellster Ausschnitt auf der Anzeige zu sehen ist. Das heißt, man hat, ähnlich wie wenn man auf einem Blatt Papier arbeiten würde, immer die letzten Berechnungen im Blick und kann somit einen Überblick über seine Arbeit behalten. Man kann auch schon eingegeben Ausdrücke zur nochmaligen Bearbeitung heranziehen.

Im nachfolgenden Text werde ich gelegentlich Screenshots zeigen, die auf diesem Protokoll basieren, und die manchmal auch den Einsatz des CAS zeigen.

Und weil wir gerade dabei sind: Der TI-89 wird mit 4 AAA-Zellen betrieben und kann damit ziemlich lange auskommen. Dies, und seine Stabilität, machen ihn zu einem idealen Taschenrechner für die Schule. Heutzutage kann man sich allerdings fragen, warum man nicht einen Netbook mit MuPad oder einem anderen kostenlosen CAS verwendet? Dies lässt sich einfach beantworten: Netbooks kommen selbst in günstigen Fällen kaum über 5 Stunden Betrieb hinaus und sind weder so leicht, noch so widerstandsfähig wie der TI-89. Darum kann es durchaus sein, dass sie in entscheidenden Momenten (Klassenarbeit, Abitur) ihren Dienst versagen. Allerdings könnten Entwicklungen wie der OLPC das ändern. Andererseits gibt es den schon lange und bisher hat er sich hierzulande kaum etablieren können…

Die Berechnung von Pi

Basis für diese Betrachtung ist die Annahme, dass man sich den Umfang eines Kreises aus sehr vielen einzelnen Geraden zusammengesetzt vorstellen kann. In der Zeichnung ist dies verdeutlicht. Man sieht einmal die Gerade ’sa‘ in brauner Farbe, sie ist Bestandteil eines 6-Ecks und zum anderen die Gerade ’sn‘ in türkiser Farbe, sie ist Bestandteil eines 12-Ecks. Schon hier kann man erkennen, dass sich die Gerade ’sa‘ des 12-Ecks  näher an den tatsächlichen Kreis anschmiegt, als die Gerade ’sa‘ des 6-Ecks.

pi1

Teil 1 meiner schriftlichen Aufzeichnungen zum Verständnis der Berechnung von Pi. Anhand dieser Aufzeichnungen habe ich diesen Artikel geschrieben. Das Wichtigste ist die links oben zu sehende Überlagerung zweier türkis gezeichneter Dreiecke des 12-Ecks auf dem braun gezeichneten Dreieck eines 6-Ecks.

Erst einmal ist wichtig, dass die Anzahl der Geraden, multipliziert mit der Länge der Geraden einen ungefähren Umfang des Kreises ergeben! Und es gibt eine Formel für den Kreisumfang (die kennt eigentlich jeder), die dabei die Beziehung zwischen Radius und Umfang regelt:

U = 2 * Pi * r, wobei ‚r‘ der Radius ist. Stellt man sie nach p um, kommt folgendes heraus:

SCREEN02

Also: Pi = u/(2*r)

Wenn wir sie anwenden, also den Umfang durch 2*Radius teilen, bekommen wir die Zahl Pi heraus! Oder jedenfalls ungefähr. Wir haben also eine Formel mit deren Hilfe wir mit zwei Parametern den Wert von Pi berechnen können!

Beim Betrachten des Bildes wird auch schnell klar, dass dieses ungefähre Pi vermutlich genauer wird, wenn man die Anzahl der Ecken erhöht! Wäre die Anzahl der Ecken unendlich hoch, so ist vermutlich die damit berechnete Zahl Pi ‚unendlich‘ genau.

Bis hier hin hatte ich das auch schon früher verstanden. Aber wie nun konkret weiter?

Wenn man wirklich einen konkreten Zahlenwert für Pi über die Formel für den Umfang eines Kreises ausrechnen will, dann benötigt man einen konkreten Wert für den Radius.

Das Problem ist, das man irgendwie einen Anfang benötigt.

Und da kommt das 6-Eck ins Spiel. Man kann es so in den Kreis hinein bringen, das alle Ecken an den Umfang stoßen. Der ‚Naben-Winkel‘ jedes einzelnen Dreiecks muss 60 Grad betragen, denn alle zusammen sind 6*60 = 360 Grad. Wie wir wissen, gibt 360 Grad einen vollen Kreis. Es passt also. Bleiben noch die beiden anderen Winkel jedes einzelnen Dreiecks: Wenn der Naben-Winkel 60 Grad ist, bleiben für die beiden anderen Winkel im Dreieck 120 Grad, denn die Summe der Winkel in einem Dreieck ist ja – wie jeder weiß – 180 Grad! Da die beiden Seiten eines jeden Dreiecks vom Mittelpunkt des Kreises bis zum Umfang gleich lang sein müssen, sind auch die sich dadurch ergebenden Winkel gleich groß, also 120 Grad dividiert durch 2 = 60 Grad!

Also 3*60 Grad, ein gleichseitiges Dreieck! Das bedeutet, dass die für uns interessante Seite beim 6-Eck genauso lang wie der Radius ist! Schon beim 7-Eck wäre sie das nicht mehr.

Aber was für einen Wert nimmt man jetzt für den Radius? Warum nicht die Zahl 1? Mit der lässt es sich einfach rechnen und es ist sofort klar, dass, wenn der Radius 1 beträgt, die Gerade ’sa‘ gleichfalls 1 sein muss. Der Umfang ist dann 6 Mal die Länge der Gerade, also 6*1 = 6!

Damit berechnen wir beim 6-Eck mit der Formel

Pi = u/(2*r) = 6/(2*1) = 3

Na ja, noch ein wenig sehr ungenau, aber es geht doch irgendwie in die Richtung Pi!

Damit haben wir einen Anfang gemacht und erste konkrete Zahlen ermittelt!

Wir haben aber auch gesehen, dass der Wert noch sehr ungenau ist und wir unbedingt die Zahl der Ecken erhöhen müssen, um auf einen genaueren Wert zu kommen. Wir könnten es ja einmal mit einem 10-Eck probieren? Beim 10-Eck haben wir aber das Problem, dass sich die Gerade ’sa‘ nicht mehr so einfach wie beim 6-Eck berechnen lässt. Die Gerade ist beim 10-Eck nicht gleich dem Radius!

Was ist mit einem 12-Eck? Da ist die Gerade natürlich noch weniger gleich dem Radius. Im Gegenteil, um so mehr Ecken, um so mehr weicht die Länge der Gerade vom Radius ab. Aber dafür gibt es eine andere Besonderheit: Legt man das 12-Eck genau so ins 6-Eck, dass jedes zweite Eck des 12-Ecks deckungsgleich mit einem Eck des 6-Ecks ist, so ergeben sich einige virtuelle Geraden, die miteinander in Beziehung stehen. Unsere Seite ’sa‘ teilt nämlich jeweils 2 12-Eck Dreicke so auf, dass sich aus jeweils einem 12-Eck Dreieck zwei ergeben. Ein relativ großes und ein ziemlich kleines, welches man im ersten Moment gar nicht so richtig wahr nimmt. 😉

Das Interessante ist nun, dass es für die so entstandenen Beziehungen ein paar Formeln gibt, mit deren Hilfe man die Länge einer 12-Eck Kante berechnen kann! Die sind im Grunde auch gar nicht kompliziert und basieren komplett auf dem Satz des Pythagoras.

c^2 = a^2 + b^2

Um diese Formeln jetzt richtig anzuwenden, bedarf es folgender Erkenntnisse bzw. Überlegungen: Die Hypothenuse des kleinen Dreiecks ist die gesuchte Länge (die wir im weiteren Text ’sn‘ nennen werden), die mit ihrer Anzahl multipliziert, unseren – für die Berechnung von Pi – angenäherten Umfang ergibt. Man kann sie ausrechnen, wenn man die Länge der beiden Seiten des kleinen Dreiecks kennt.

Eine davon ist leicht zu ermitteln: Es ist die Hälfte der Länge einer Kante des 6-Ecks! Die jetzt noch fehlende Seite, das winzige Stück des kleinen Dreiecks, ist der Radius unseres Kreises minus der Höhe eines der 6-Eck Dreiecke.

Die Höhe können wir mit dem Satz des Pythagoras ermitteln, wenn wir die Grundformel so umstellen, dass wir eine der Seiten berechnen können:

SCREEN01

Hier ist eines der faszinierenden CAS-Features des TI-89 zu sehen. Mit Hilfe des Befehls ’solve‘ stellt der Taschenrechner die Formel automatisch um. Das klitzekleine Minus ignoriere ich jetzt einfach einmal. Die Formel für die Seite ist also:

b = sqrt(c^2 – a^2)

und wenn wir h = b sagen, dann

h = sqrt(c^2 – a^2)

Unser a ist aber die Hälfte von ’sa‘ und unser c ist der Radius, darum können wir auch schreiben:

h = sqrt(r^2 – (’sa’/2)^2)

Ok, jetzt haben wir h. Wir benötigen aber ’sn‘. Ein zweites mal kommt der Pythagoras zum Einsatz. Diesmal müssen wir die Formel so umstellen, dass nicht eine der Seiten, sondern die Hypotenuse berechnet werden kann:

SCREEN03

c = sqrt(a^2 + b^2)

Dieses c ist unsere gesuchte Länge! Für a setzen wir ’sa’/2 ein und für b den Radius minus der Formel für h. Wenn wir das machen, sieht die dadurch neu entstehende Formel so aus:

SCREEN04

Zu diesem Screenshot gibt es noch etwas Besonders zu bemerken: Siehe Anhang.

Man kann dem TI-89 nun tatsächlich echte Werte für ’sa‘ und ‚r‘ zuordnen:

SCREEN05

und dann die Formel auswerten lassen:

SCREEN06

Dieser Wert ist nun die Länge einer Kante eines 12-Ecks! Setzen wir diesen Wert in unsere schon bekannte Formel vom Anfang ein:

Pi = u/(2*r) = (12*0.5176380902051)/(2*1) = 3.10582854123

Dann erhalten wir eine Zahl, die schon wesentlich näher an Pi dran ist!

pi2

Teil 2 meiner schriftlichen Aufzeichnung. Hier sieht man die zusammengesetzte Formel für die Länge einer Kante eines Vielecks, samt konkret ausgerechneter Werte für das 12-Eck. Und zwei Fragen, die bei mir, trotz des Verständnisses der geographischen Gegebenheiten, anschließend aufkamen.

Iteration

Der Weg scheint also Ok zu sein. Jetzt wird vielleicht auch die Verwendung meiner beiden Formelnamen klarer: ’sa‘ und ’sn‘ stehen für ‚Strecke alt‘ und ‚Strecke neu‘! Man kann also ’sn‘ nur berechnen, wenn man ein ’sa‘ hat! Und es funktioniert auch nur dann, wenn man davon aus geht, dass das ’sn‘ immer auf einem Tortenstück eines Vielecks basiert, welches genau nur einen halb so großen Winkel hat, wie das für ’sa‘ zuständige Stück! Also ein Vieleck, welches doppelt so viele Ecken hat wie das vorhergehende.

Um jetzt noch genauer zu werden, könnte man die Formel erneut für ein 24-Eck berechnen. Und dann für ein 48-Eck. Und dann für ein 96-Eck. Und immer so weiter. Aber wer will so etwas schon immer wieder ausrechnen? Dies ist ein schönes Beispiel für eine Iteration. Man nähert sich einer Lösung schrittweise durch den Einsatz einer sich wiederholenden Berechnung!

Aber wer will schon so viel rechnen, wenn es doch Computer gibt, die das auch können? Ja, und der TI-89 ist doch eigentlich auch ein Computer, der müsste doch programmierbar sein? Ist er natürlich auch. Darum können wir ein kleines Programm schreiben, welches dieses iterative Berechnen übernimmt. Das Programm sieht so aus:

Prgm
Local s,n,i
1 -> s
12 -> n
For i,1,20
approx(sqrt((1-sqrt(1-(s/2)^2))^2+(s/2)^2)) -> s
Disp approx(n*s/2)
n*2 -> n
EndFor
EndPrgm

Dabei gibt es eine Besonderheit: Wie ich schon einmal weiter oben geschrieben habe, besitzt der TI-89 ein eingebautes CAS. Dies ist nicht nur einfach eine tolle Funktion wie bei anderen Taschenrechnern zum Beispiel der ‚Solver‘ (den der TI-89 übrigens auch besitzt), sondern der Rechner arbeitet grundsätzlich völlig anders als ein herkömmlicher Taschenrechner. Er ist zum Beispiel sehr bemüht immer ein völlig exaktes Ergebnis zu liefern. Das bedeutet oft, dass er zum Beispiel einen Bruch als Ergebnis zeigt, obwohl man eigentlich eine Kommazahl erwartet hat. Ich will da jetzt im Detail nicht darauf eingehen.

Für das kleine Programm oben bedeutet es aber folgendes: Würde man in der Programmzeile, die mit ‚approx‘ beginnt, dieses approx weg lassen, so würde der TI-89 an der Stelle der Variablen ’s‘ nicht den von der Formel berechneten numerischen Wert zuordnen, sondern den kompletten Ausdruck! Dies führt zu zweierlei: Er ersetzt also ’s‘ in der Formel durch den Ausdruck selbst! Der Ausdruck wird dadurch während des Programmlaufs innerhalb von Sekunden immer größer und die Berechnung von Pi in der nächsten Zeile dauert immer länger! Probiert es einmal aus: Lasst bei Euren eigenen Versuchen das ‚approx‘ einmal weg.

Mit ‚approx‘ speichert der TI-89 aber nur den tatsächlich berechneten Wert in ’s‘ und das Programm liefert zügig einen immer genaueren Wert für Pi. Leider hört der Spaß nach etwa 18 Iterationen auf, da der TI-89 dann am Ende seiner Rechnengenauigkeit für numerische Werte angekommen ist. Der berechnete Wert ist dann identisch mit dem gespeicherten Wert für Pi.

Abschließende Überlegungen

Ursprünglich hoffte ich bei der Beschäftigung mit der Berechnung von Pi auf ein Verfahren, welches unaufhörlich immer weitere Stellen von Pi liefert. Das ist leider mit dem hier beschriebenen Verfahren nicht möglich, da es nur bis zur Grenze der Rechengenauigkeit des TI-89 funktioniert. Das ich aber jetzt überhaupt einmal eine Methode, Pi zu berechnen, verstanden habe, fand ich es trotzdem sehr interessant!

Man sieht hier im Artikel nur eine relativ saubere Herleitung. Man sieht nicht, wie ich während der Beschäftigung mit Pi mit dem TI-89 gearbeitet habe. Dabei immer wieder einzelne Werte ausgerechnet habe oder Formeln umstellen habe lassen. Dabei hat der TI-89 immer alles fein in sein Protokollspeicher geschrieben und ich konnte es immer wieder ansehen oder wieder zur Bearbeitung zurück holen. Das hat beim Verstehen sehr geholfen und es hat viel  Spaß gemacht, so mit dem TI-89 zu arbeiten.

Diesen sehr alten TI-89 gibt es heutzutage nur noch bei eBay. Der Nachfolger, der TI-89 Titanium, wird aber immer noch vertrieben. Er ist weitgehend identisch mit dem alten TI-89. Allerdings hat er, in meinen Augen, einen Nachteil: Er sieht schon nicht mehr ganz so ‚taschenrechnertypisch‘ aus. Wer den alten TI-89 mit einer ‚herkömmlichen‘ Vorstellung von den Funktionen eines Taschenrechners betrachtet, kommt niemals auf die Idee, welche nahezu unglaubliche Leistungsfähigkeit dahinter steckt. Der TI-89 ist auch kein Rechner im herkömmlichen Sinn, rechnen tut der TI-89 nur nebenbei, nein, dieses Teil besitzt ein Wissen über Mathematik, welches man vor ein paar Jahrzehnten niemals einem Taschenrechner zugetraut hätte. Wahrlich ein ‚Wolf im Schafspelz‘!

Das ist wird noch mehr deutlich, wenn man den TI-89 mit dem TI-83 Plus vergleicht. Sie haben nämlich ein nahezu identisches Gehäuse. Die äußeren Abmessungen sind gleich, nur im Inneren gibt es wohl ein paar kleine Unterschiede. Allerdings hat der TI-83 Plus ein geringer auflösendes Display. Das ist zum einen schlecht, da weniger Informationen untergebracht werden können und Graphen  nicht so fein aufgelöst werden, hat zum anderen aber den Vorteil, dass die Zahlen größer dargestellt werden und der Kontrast etwas besser ist. Die physische Anordnung der Tasten ist absolut identisch! Trotzdem sind die beiden unvergleichbar. Der TI-83 Plus hat schlicht und einfach kein eingebautes CAS! Und das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Für mich ist der TI-89 so etwas wie ein ‚Schweizer Taschenmesser‘ oder ein ‚Leatherman‘. Hat man eines von denen in der Tasche, so glaubt man wesentlich besser für kleine oder große Probleme des Alltags gerüstet zu sein! Und ich glaube, dass ich mit so einem TI-89 für die kleinen oder großen Probleme der Mathematik oder Informatik, ein wenig besser gerüstet bin. 😉

Betrachtet man die aktuelle Produktlinie bei Texas Instruments, so kann man den Eindruck gewinnen, dass TI gar nicht mehr so sehr daran interessiert ist, solche Werkzeuge herzustellen. Die TI-Inspire Linie von TI scheint mehr darauf ausgelegt zu sein, ganz spezifisch bestimmte Unterrichtsmethoden zu unterstützen. Noch dazu sind die neuesten Geräte von TI mit einem stromfressenden Farbdisplay und einem Akku ausgestattet. Erstens frage ich mich (besonders wenn der Akku schon ein bisschen älter ist), ob die nicht im entscheidenden Moment während einer Klausur oder dem Abi gerade leer werden? Und zweitens kann ich mir nicht vorstellen, dass man so ein Gerät nach 10 Jahren aus der Schublade zieht, ein paar AAA Zellen hinein legt und sofort wieder damit arbeiten kann.

Anhang

Hail und EQW

Der im Text extra gekennzeichnete Screenshot ist nicht auf Basis der Standard-Funktionen des TI-89 entstanden! Der TI-89 kann zwar Ausgaben in ‚PrettyPrint‘ vornehmen, aber leider ist es nicht möglich, Ausdrücke direkt in dieser Form einzugeben! Glücklicherweise gibt es unabhängige Programmierer, die sich dieses Problems angenommen haben. Es gibt mindestens zwei Programme, die es ermöglichen, direkt PrettyPrint-Ausdrücke einzugeben: Hail und EQW.

Bei meinen Recherchen habe ich den Eindruck gewonnen, dass aus EQW auch irgendwann einmal eine spezielle Flash App (‚eqw.89k‘) für den TI-89 entstanden ist, die es auch direkt bei Texas Instruments zu kaufen oder zumindest downzuloaden gab. Da es momentan immer noch Flash Apps zum Download gibt, diese spezielle und meiner Meinung nach auch sehr interessante Flash App aber nicht mehr, bin ich darüber sehr verwundert. Wer die Geschichte dahinter kennt, soll sie mir doch bitte einmal mitteilen.

Hail habe ich nicht richtig ausprobiert, es hat aber beim kurzen Test einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Jedenfalls ist so ein PrettyPrint Eingabesystem eine sehr sinnvolle Ergänzung für den TI-89!

Grafik mit dem Sharp Pocket Computer 1261

Mai 28, 2013 2 Kommentare

Eigentlich können die kleinsten Sharp Pocket Computer keine Grafik…

Auf dieser Seite finden sich einige Hintergrundinformationen über den Sharp Pocket Computer PC-1251. Dort gibt es auch Angaben über den Video-Speicher bei den Modellen 1260, 1261 und 1262. Mit diesen Informationen habe ich etwas herum gespielt und die genaue Lage der einzelnen Positionen für den PC-1261 ermittelt.

Spalte 1 Spalte 12 Spalte 13 Spalte 24
&2000 &2037 &2800 &2840
Spalte 25 Spalte 36 Spalte 37 Spalte 48
&2040 &2077 &2840 &287F

Was dem PC-1261 in der heutigen Zeit und vor allem in Europa fehlt, ist natürlich das Euro-Zeichen. Das kann man mit Hilfe einer selbst konstruierten Grafik hinzufügen.

Um sich nicht jedes mal beim Ausrechnen der Speicheradressen einen abzubrechen, empfiehlt es sich zuerst ein kleines Unterprogramm zu schreiben:

1000:BA = INT ((PO-1)/12):PP=(PO-1)-BA*12
1010:IF BA=0 THEN LET AD=&2000
1020:IF BA=1 THEN LET AD=&2800
1030:IF BA=2 THEN LET AD=&2040
1040:IF BA=3 THEN LET AD=&2840
1050:AD=AD+PP*5
1060:RETURN

Nachfolgend ein kleines Programm, welches das Unterprogramm nutzt, um zwei verschieden aussehende Euro-Zeichen auf das Display zu zaubern:

10:WAIT 0: CURSOR 0: PRINT "EURO-Zeichen: "
20:CALL 4576
30:PO=15: GOSUB 1000
40:POKE AD,20,62,85,85,65
50:PO=17: GOSUB 1000
60:POKE AD,20,62,85,65,34
70:GOTO 70

Damit man etwas sieht, muss man nach dem Start noch einmal auf eine Taste, wie zum Beispiel das Leerzeichen, drücken!

Probleme mit SanDisk Speicherkarten

September 30, 2012 3 Kommentare

Seit ein paar Tagen habe ich massiv Probleme mit Speicherkarten von SanDisk. Im Rahmen meiner Versuche mit der AR Drone 2.0 und der KeyChainCam 808 #16 habe ich in den letzten Wochen insgesamt 4 microSD Speicherkarten a 16 GByte Class 4 gekauft und mittlerweile sind 3 davon defekt!

Der Defekt zeigt sich bei allen 3 Karten darin, dass sie nicht mehr beschreibbar sind. Man kann also keine neuen Videos aufnehmen, keine Dateien darauf kopieren und natürlich auch nicht mehr formatieren oder partitionieren. Nichts was mit dem Beschreiben der Karte zu tun hat funktioniert noch. Es ist nicht immer einfach den Defekt nachzuweisen, da zum Beispiel unter Windows, aber auch unter Android, das Löschen oder auch das Kopieren einer Datei auf die Karte – scheinbar – funktioniert (Caching). Aber spätestens wenn man die Karte aus dem verwendeten Computer heraus nimmt, oder unter Android die Karte ’sicher entfernt‘ und dann wieder mountet, ist alles so wie vorher. Es ist also keine Veränderung am Inhalt der Speicherkarte vorgenommen worden. Die Karte ist einfach in keiner Weise mehr änderbar!

Es scheint so, als ob der Defekt im Zusammenhang mit einem plötzlichen Abschalten aufgrund mangelnder Akkukapazität der KeyChainCam 808 #16 auftritt. Dies scheint aber eben nur bei der SanDisk 16 Gb Class 4 Karte aufzutreten. Bei anderen Speicherkarten scheint es bei plötzlicher Abschaltung nicht zu einem Defekt zu kommen.

Bei RCGroups gibt es einen Hinweis auf das Problem. Leider habe ich den erst nach dem Kauf meiner Speicherkarten richtig wahrgenommen. Denn ich hatte zwar gelesen, dass es Probleme mit der Karte gab, aber sie eher auf mangelnde Umgangserfahrung der Benutzer mit der 808 # 16 zurück geführt. Seit Jahren kaufe ich immer SanDisk Speicherkarten, da ich bisher davon ausging, dass diese Firma eine gute Qualitätskontrolle besitzt, so dass ihr Ruf auf keinen Fall in Gefahr gerät Schaden zu nehmen.

Die defekten Karten:

Von der im 3er Bild gezeigten unteren Karte habe ich übrigens 2. Beide sind defekt, so dass ich, zusammen mit der defekten Karte aus dem Defy, mittlerweile insgesamt 4 defekte Speicherkarten habe.

Das ist eine ganz Menge Ärger: Es kostet neben den reinen Kosten der Speicherkarten auch jede Menge Zeit! Den anfangs glaubt man nicht an einen Defekt und versucht stundenlang die Karten zu retten bzw. wiederzubeleben. Dann recherchiert man lange im Internet um festzustellen, ob auch andere Benutzer das gleiche Problem haben. Haben sie! Schlussendlich muss man die Karten zurück senden und hat den damit verbundenen bürokratischen Aufwand!

Aber als ob das nicht schon reicht, ist mir heute auch noch eine weitere 16 GByte microSD von SanDisk kaputt gegangen! Merkwürdiger Zufall! Die in meinen Motorola Defy verwendete Karte ließ sich auf einmal überhaupt nicht mehr ansprechen. Ich probierte es noch in meinem Notebook – aber die Karte war eindeutig tot. Als ich sie genauer betrachtet, sah ich einen merkwürdigen Pickel auf der Karte. Seht es Euch auf den Bildern genau an. Für mich sieht es so aus, als ob die Speicherkarte an dieser Stelle in ihrem Innern so heiß geworden ist, dass sich an dieser Stelle der Kunststoff verformt hat.

Also mir reicht es! Ab sofort verwende ich keine SanDisk Speichermedien mehr!

Wer ähnliche Erfahrungen mit SanDisk Speichermeiden gemacht hat, kann es ja hier in den Kommentaren beschreiben. ich bin gespannt, ob andere Anwender in der letzten zeit ähnliche Erfahrungen mit SanDisk gemacht haben.

Acer Aspire One D270 mit Ubuntu

August 31, 2012 9 Kommentare

Es gibt sehr interessante Neuigkeiten, was den Einsatz von Ubuntu auf dem Acer Aspire One D270 betrifft. Wie schon länger bekannt, ist es relativ problemlos möglich auf dem D270 Ubuntu 12.04 LTS zu installieren. Ziemlich viel der Hardware des D270 wird automatisch erkannt und man kann sofort produktiv damit arbeiten.

Es gibt aber auch ein paar Einschränkungen. So wurde der Grafikprozessor GMA 3600 nicht unterstützt und darum gibt es keine hardwaremäßige Video- und 3D-Grafikunterstützung. Auch der HDMI-Anschluß funktioniert nicht und die Helligkeit des Displays ließ sich nicht mit den dafür vorgesehenen Hardwaretasten einstellen.

Doch damit ist es jetzt weitgehend vorbei! Bis auf die 3D-Grafik sind alle genannten Nachteile aufgehoben, wenn man der nachfolgend beschriebenen Anleitung folgt. Ich bin allerdings alles andere als ein Linux Profi, dass heißt, ich habe diese Anweisungen aus dem Internet zusammen gesucht (Basis ist dieser Artikel) und auf meinem D270 ausprobiert.

Bei der fast (ich vergaß den nach der ersten Zeile notwendigen Reboot) exakten Befolgung der Anweisungen aus diesem Artikel stieß ich  allerdings auf Probleme. Zum einen erfordern diese eine ganze Menge Arbeit – man muss alle mit ‚grep‘ gefundenen ‚pae‘-Einträge von Hand entfernen – und zum anderen scheiterte ich damit bei der eigentlichen Installation der ‚cedarview‘-Treiber, da sie nicht gefunden wurden. Einige Recherchen später kam ich auf die Idee ein zusätzliches Repository anzugeben. Dies führte dann auch zum Erfolg.

Mittlerweile fand ich noch zwei andere Beschreibungen:

Markus Sommerbauer

Online @ Hamburg

Aus letzterer habe ich die hier aufgeführten Anweisungen kopiert, aber in dieser Form noch nicht selbst ausprobiert! Wer es gemacht hat und Erfolg hatte, bitte hier in den Kommentaren angeben! So weit ich diese Anleitung aber verstehe, ist es damit nicht notwendig, die ganzen ‚pae‘-Einträge von Hand zu entfernen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich von Lesern Informationen darüber bekomme, ob es mit den hier aufgeführten Anweisungen auch geklappt hat und ob man vielleicht etwas besser oder einfacher machen kann.

Alle Anweisungsfolgen, die ich bisher im Internet gefunden habe, sind nicht mit dem D270 ausprobiert worden. Zumindest steht das nirgends explizit. Darum kann es durchaus sein, dass es nicht notwendig ist, den ‚pae‘-Kernel zu entfernen! Oder auch dass man es etwas anders machen kann oder sollte! 🙂

So, hier jetzt die Anweisungen:

# Just add the repository http://ppa.launchpad.net/sarvatt/cedarview/ubuntu/ to your APT:
sudo add-apt-repository ppa:sarvatt/cedarview

# Install the add-apt-key utility
sudo apt-get install add-apt-key

# Install the Repository KE
sudo add-apt-key 0x4c96de60854c4636

# Make apt-get update
sudo apt-get update

# Make apt-get upgrade to verify that your system is up2date
sudo apt-get update

# You can try to Add „video=LVDS-1:d“ to GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT variable, if your don’t see anything remove it… on one of my Systems it’s working, on a second device it doesn’t.
sudo vi /etc/default/grub

# if you’re using PAE kernel, remove it and install generic kernel
sudo apt-get install linux-headers-generic linux-image-generic
sudo apt-get remove linux-headers-generic-pae linux-image-generic-pae

# Install the cedarview drivers
sudo apt-get install cedarview-drm libva-cedarview-vaapi-driver cedarview-graphics-drivers

# Change Option „AIGLX“ to „Off“ because 3D isn’t working (default settion)
sudo vi /usr/share/intel-cdv/X11/xorg.conf.d/61-cdv-pvr.conf

# Update the Grub Bootloader
sudo update-grub2

# Reboot the System
# sudo reboot

Anschließend hatte ich viele neue Möglichkeiten mit meinem D270! Es war möglich im laufenden Betrieb einen HDMI-Monitor anzuschließen und darauf sowohl Filme anzusehen, als auch zum Beispiel mit Eclipse zu arbeiten. Ein Full HD Trailer von Avatar lies sich abspielen! Allerdings bin ich der Meinung das es ruckelte und der D270 zu weit über 50% ausgelastet war. Auch andere Filme waren jetzt abspielbar. Aber auch da hatte ich das Gefühl, dass es noch etwas ruckelte.

Die Helligkeit lässt sich mit den Hardwaretasten in 4 Stufen einstellen.

Kurz angetestet: http://ef.gy/ubuntu-cedarview-drivers

Aus diesem Artikel folgende interessante Zeilen:

# apt-get update
# apt-get install cedarview-drm libva-cedarview-vaapi-driver cedarview-graphics-drivers
What the documentation DOESN'T mention - presumably because it doesn't exist -
is that you MUST make sure that you're not using Ubuntu's generic PAE kernel.
An easy way to make certain of that would be to install the regular, generic
kernel and to then remove the PAE kernel like so:
# apt-get install linux-headers-generic linux-image-generic
  apt-get remove linux-headers-.*generic-pae linux-image-.*generic-pae

Es scheint zu funktionieren. Was ich definitiv getestet habe, ist der Anschluß eines Full HD Monitors mit 1920 x 1080 Pixeln und dem Abspielen eines 1080 er-Trailers von Avatar. Beides hat funktioniert! Bin aber immer noch der Meinung, dass er dabei etwas ruckelt. Aber diesmal war es in einem tolerierbaren Bereich.

Noch nicht evaluiert: http://forum.ubuntuusers.de/topic/xubuntu-mit-cedarview-auf-einem-atom-n2600-ein/

Mit dem Netbook unter Ubuntu in Delphi programmieren?

Mai 11, 2012 1 Kommentar

Ganz so ist es nicht. Aber es gibt ja doch einige Entwickler, die ihr Handwerk in grauer Vorzeit mit Turbo-Pascal gelernt haben. Wer dann später den Aufstieg in die Windows Welt geschafft hat, hat möglicherweise seine Turbo-Pascal Kenntnisse unter Delphi weiter gepflegt. Delphi war – und ist möglicherweise immer noch – eines der besten Entwicklungssysteme für Windows.

In der Vergangenheit habe ich temporär mit Delphi 1.0, 2.0 und 3.0 gearbeitet. Spätere Versionen habe ich aber nur noch flüchtig ausprobiert. Zu Zeiten von Delphi 1.0 war es unglaublich aufwendig, für Windows eine fensterbasierende Anwendung zu entwickeln. Delphi brachte aus diesem Grund einen integrierten GUI-Builder mit, mit dem man in wenigen Minuten eine komplette native Anwendung für Windows entwickeln konnte. Diese Eigenschaft machte Delphi sehr populär. Übrigens ist der integrierte GUI-Builder auch heute noch eines der wesentlichen Argumente für die Netbeans IDE, die andere große Entwicklungsumgebung neben der Eclipse IDE.

Doch was soll dieser kurze Ausflug in die Vergangenheit der Software-Entwicklung?

Es gibt seit langer Zeit eine Art Nachbau von Delphi, der sogar unter Ubuntu läuft! Im Rahmen meiner Experimente mit Ubuntu habe ich diesen kurz ausprobiert. Er lässt sich über ‘Ubuntu Software-Center -> Entwicklungswerkzeuge -> Entwicklungsumgebungen’ schnell finden und installieren. Ich hab’s gemacht und innerhalb weniger Minuten ein kleines Fenster mit einer Schaltfläche und einem Eingabefeld designt/programmiert!

Wer sich dafür interessiert, der sei hiermit auf Lazarus verwiesen. 🙂

Achtung: Bei einem neuerlichen Versuch hat es nicht gleich geklappt. Daraufhin habe ich mit folgenden beiden Kommandos im Terminal-Fenster den Quellcode und die Units neu installiert:

sudo apt-get install fpc-source
sudo apt-get install fp-units-i386

Ich kann mich nicht daran erinnern, ob ich jetzt anschließend über ‚Einstellungen -> IDE Einstellungen‘ die Pfade neu angepasst habe oder nicht. Jedenfalls habe ich es damit zum Laufen gebracht.